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12:01 Uhr, 09.01.2026

MARKT USA/US-Arbeitsmarktbericht gibt Richtung für Wall Street vor

An der Wall Street deutet sich zum Wochenausklang eine wenig veränderte Tendenz an. Der Future auf den S&P-500 tritt aktuell auf der Stelle. Allerdings dürfte den entscheidenden Impuls erst der US-Arbeitsmarktbericht für den Dezember vor der Eröffnung liefern. Zudem könnte der Oberste Gerichtshof in einer möglichen Entscheidung die Nutzung von Notstandsbefugnissen durch US-Präsident Donald Trump zur Verhängung weitreichender Zölle für illegal erklären, schreibt Derek Halpenny von der MUFG Bank in einer Research Note.

"Ein stärker als erwarteter Arbeitsmarktbericht könnte eine kurzfristige hawkishe Reaktion auslösen, vor allem bei Aktien auf Rekordhochs und sich verbessernden Wirtschaftsdaten, was die Dringlichkeit für die Federal Reserve verringert, sich zu einer weiteren Lockerung zu verpflichten", so Neal Keane von ADSS. Das Stellenwachstum sei im Jahr 2025 schleppend gewesen, und es bestehe breiter Konsens darüber, dass sich der Arbeitsmarkt verlangsame. Die Risiken bei der Veröffentlichung am Freitag seien jedoch eher nach oben gerichtet, meint der Leiter des globalen Sales Trading. Es wird mit einem Stellenzuwachs von 73.000 gerechnet.

Die anderen anstehenden US-Konjunkturdaten dürften dagegen in den Hintergrund treten. So werden der Index der Verbraucherstimmung der Uni Michigan für Januar sowie die Baubeginne und -genehmigungen für September und Oktober bekannt gegeben.

Bei den Einzelwerten geht es für die Aktie von General Motors vorbörslich um 0,8 Prozent nach unten. Der US-Konzern rechnet im vierten Quartal mit Aufwendungen in Höhe von 6 Milliarden US-Dollar aufgrund einer Überprüfung seiner Produktionskapazitäten für Elektrofahrzeuge nach dem Auslaufen der Steuergutschrift für diese Fahrzeuge in Höhe von je 7.500 US-Dollar und der nachlassenden Verbrauchernachfrage. Das Unternehmen geht davon aus, dass in diesem Jahr weitere Aufwendungen im Zusammenhang mit Elektrofahrzeugen anfallen werden, die jedoch laut einer Meldung an die Börsenaufsichtsbehörde SEC deutlich geringer ausfallen werden als die Aufwendungen im Jahr 2025.

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