Trotz hoher Bewertung: Deutsche Bank mit Kaufempfehlung für CROWDSTRIKE
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- Crowdstrike Holdings Inc - WKN: A2PK2R - ISIN: US22788C1053 - Kurs: 250,430 $ (Nasdaq)
Je mächtiger künstliche Intelligenz wird, desto mehr gibt es zu schützen. Auf diese einfache Gleichung stützt Brad Zelnick seine Kehrtwende bei CrowdStrike. Bislang hatte der Analyst der Deutschen Bank die Aktie nur zum Halten empfohlen. Jetzt sieht er mit jedem Fortschritt an der KI-Front einen regelrechten Tsunami an Nachfrage nach Cybersicherheit auf die Branche zukommen. Die Börse habe das noch nicht begriffen. Anleger würden "noch immer nicht vollständig würdigen, in welchem Ausmaß KI den Markt für Cybersicherheit erweitern wird“.
In Zahlen bedeutet das: Zelnick hebt sein Kursziel, das er aus einem DCF-Modell ableitet, um 25 % auf 300 USD an. Das alte Ziel von 240 USD lag sogar unter dem Börsenkurs. Die an der Nasdaq gelistete Aktie schloss am vergangenen Handelstag bei rund 250 USD. Gemessen daran ergibt sich ein Aufwärtspotenzial von knapp 20 %.
Die Marktschätzung könnte sich als zu vorsichtig erweisen
Ausgangspunkt der Argumentation ist eine Zahl, die CrowdStrike selbst auf seiner Hauskonferenz Fal.Con genannt hat. Demnach soll der adressierbare Markt bis 2034 auf 565 Mrd. USD wachsen. Zelnick hält diese Schätzung zunehmend für konservativ. Trotz aller Erfolge als Konsolidierer komme CrowdStrike zudem erst auf einen Marktanteil im mittleren einstelligen Prozentbereich. Die KI werde die Konsolidierung auf absehbare Zeit weiter beschleunigen, weil Unternehmen die neue Technologie und ihre Risiken erst nach und nach verstehen.
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Den größten Trumpf sieht der Analyst in der unangefochtenen Führungsrolle beim Schutz von Endgeräten, dem sogenannten Endpoint. Genau dort finde KI statt, ob physisch, virtuell oder in Form autonomer Agenten. Als Beleg nennt er, dass sich das Kerngeschäft über mehrere Quartale beschleunigt hat. Je wichtiger Sichtbarkeit und Kontrolle an den Endgeräten werden, desto mehr Daten dürften sich auf der Falcon-Plattform sammeln. Das treibe das Schwungrad des Geschäftsmodells weiter an. Hinzu komme die Nähe zum Token-Stream, also zu dem Datenfluss, den KI-Modelle verarbeiten und erzeugen. Hier sei CrowdStrike gut aufgestellt: mit den Produkten Guardian und SafeMind, mit KI-Chef Bartley Richardson und mit Partnerschaften mit Nvidia und CoreWeave.
Unterm Strich traut Zelnick dem Konzern zu, sein selbst gestecktes Ziel deutlich vor dem Zeitplan zu erreichen. Dieses Ziel lautet 10 Mrd. USD an jährlich wiederkehrenden Umsätzen (ARR) im Geschäftsjahr 2030. Danach soll CrowdStrike noch viele Jahre um mehr als 20 % pro Jahr wachsen.
Nicht jeder Sicherheitsanbieter gewinnt
Für die ganze Branche ist der KI-Boom aus Sicht der Deutschen Bank allerdings kein Selbstläufer. Nicht alle Cyberfirmen würden davon profitieren, argumentiert Zelnick. Die Anbieter, die am offensichtlichsten von KI profitieren, verdienten aber einen deutlichen Bewertungsaufschlag. Als Beispiele nennt er Palantir und Snowflake, zwei weitere Werte, die er selbst beobachtet.
Fazit: Zum Schluss zitiert Zelnick einen Rockklassiker aus den Siebzigern: "You ain’t seen nothing yet“, das Beste komme also erst noch. Wer von einem Nachfrage-Tsunami spricht, aber nur knapp 20 % Luft nach oben sieht, sagt damit auch: Im Kurs steckt schon viel Optimismus. Bei einem Kurs-Umsatz-Verhätlnis von rund 43 und ein KGV von 216 kann man auch kaum von einer unentdeckten Chance sprechen. Für mich ist die CrowdStrike-Aktie bei aller Fantasie aktuell kein Kauf mehr.
Weitere Analysen & News zur Aktie unserer Redaktion findest Du hier.
| Jahr | 2025 | 2026e* | 2027e* |
| Umsatz in Mrd. USD | 4,81 | 6,00 | 7,38 |
| Ergebnis je Aktie in USD | 0,93 | 1,16 | 1,61 |
| Gewinnwachstum | 24,73% | 38,79% | |
| KGV | 269 | 216 | 155 |
| KUV | 53,2 | 42,7 | 34,7 |
| PEG | 8,71 | 4,00 | |
| Dividende je Aktie in USD | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| Dividendenrendite | 0,00% | 0,00% | 0,00% |
| *e = erwartet, Berechnungen basieren bei US-Unternehmen auf Non-GAAP-Daten |

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