Analyse
07:00 Uhr, 05.04.2025

Trillions and trillions and trillions of dollars are gone! US-Markt tritt in Bärenmarkt ein!

Trump eröffnet einen Zollkrieg und die Börsen schicken ihm die Rechnung. Sie fällt hoch aus. In den vergangenen zwei Tagen wurde ein Rekordwert an Börsenkapitalisierung ausradiert.

Erwähnte Instrumente

  • S&P 500
    ISIN: US78378X1072Kopiert
    Kursstand: 5.074,08 Pkt (Cboe) - Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung
  • Nasdaq-100
    ISIN: US6311011026Kopiert
    Kursstand: 17.397,70 Pkt (Nasdaq) - Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung
  • S&P 500 - WKN: A0AET0 - ISIN: US78378X1072 - Kurs: 5.074,08 Pkt (Cboe)
  • Nasdaq-100 - WKN: A0AE1X - ISIN: US6311011026 - Kurs: 17.397,70 Pkt (Nasdaq)
  • Dow Jones - WKN: 969420 - ISIN: US2605661048 - Kurs: 38.314,86 $ (NYSE)

"Billion and billions and billions of dollars...": Kaum eine Rede von US-Präsident Donald Trump kommt ohne diese Phrase aus, mit der er unterstreichen möchte, welch riesige Summen die USA seiner Meinung nach sinnfrei verschwendet haben. Schaut man sich die Börsenkurse in den letzten Tagen an, so kann man dieses Zitat etwas ummodeln: "Trillions and trillions and trillions of dollars - are gone!"

Der von Trumps Zöllen angezettelte Börsencrash hat innerhalb von zwei Tagen rund 6,6 Billionen USD an Vermögensverlust verursacht, alleine an den US-Märkten. Das ist der größte Zwei-Tages-Rückgang für Investoren seit Beginn der Aufzeichnungen. Seit der Vereidigung des US-Präsidenten im Januar sind es gut 11 Billionen USD.

Wer trotz oder gerade wegen des Kursdesasters eine Aufmunterung braucht, kann sich diesen Auszug einer Southpark-Folge anschauen, ein Klassiker:

Der Abverkauf beschleunigte sich am Freitag, nachdem China als Reaktion auf von den USA verhängte Zölle scharfe Vergeltungszölle von 34 % auf alle aus den USA importierten Waren angekündigt hatte. Zahlreiche weitere Maßnahmen seien in der Umsetzung, so auch im Bereich der seltenen Erden.

Bei einigen Sportartikelherstellern kam am Freitag zwar kurzzeitig Entspannung auf, da Vietnam signalisierte, die Zölle gegenüber den USA auf null absenken zu wollen. Dem Gesamtmarkt half es aber nicht. Eine Reaktion der EU steht bislang noch aus.

Nasdaq 100 im Bärenland

Die Verluste im Nasdaq 100 seit dem Allzeithoch belaufen sich mit dem heftigen Rückgang am Freitag (5,8 %) nun auf mehr als 20 %, auch im Russell 2000 gab es einen solchen Rückgang. Einige definieren den Beginn von Bärenmärkten nach einem derartigen prozentualen Verlust. Formal steckt der Nasdaq 100 damit im ersten Bärenmarkt seit 2022. Die Heftigkeit der Abverkäufe erinnert jedoch eher an das Corononjahr 2020 als an 2022. Eine aktuelle charttechnische Einschätzung zum Nasdaq 100 findest Du hier.

Einst Triebfeder der Rally, machen dem Technologiesektor gerade die Chipwerte zu schaffen. Der Branchenindex SOX befindet sich im freien Fall. Das Schwergewicht Nvidia notiert inzwischen wieder zweistellig. Die große Abhängigkeit des Marktes von den Mag7, zigfach thematisiert und angemahnt auf stock3, macht dem Markt nun ebenfalls heftig zu schaffen. Knapp 50 % des Umsatzes erzielt diese Gruppe im Ausland, wäre von Gegenzöllen also durchaus angreifbar. Hinzu kamen Bewertungen dieser Aktien, die teils vollends aus dem Ruder gelaufen waren, beispielsweise bei Apple. Am Freitag machte ein Analystenkommentar die Runde, wonach das iPhone bald anstelle von 1.500 3.500 USD kosten könnte, sollte es in den USA produziert werden. Altmeister Warren Buffett hatte jedenfalls wieder einmal den richtigen Riecher und rechtzeitig einen Großteil seiner Gewinne bei Apple eingesackt. Mein Kollege Thomas May hat in dieser ausführlichen Analyse noch ein weiteres der Tech-Schwergewichte, Microsoft, beleuchtet.

Vorerst keine Entspannung in Sicht

Man muss abwarten, inwieweit sich die Lage über das Wochenende oder im Laufe der nächsten Woche entspannen kann. Am Freitag war davon nichts zu sehen.

Wichtig wird sein, wie die US-Bevölkerung reagieren wird. Dreht sich die Stimmung im Land, wenn die Leute mitbekommen, was Trumps Entscheidungen für sie persönlich bedeuten? Innerer Druck könnte den Präsidenten "zur Vernunft bringen". Vorerst scheint er aber stur an seinem "Project 2025" festhalten zu wollen. Verbunden mit "trillions and trillions and trillions" weltweitem Vermögensverlust, im Übrigen gerade bei den stark aktieninvestierten US-Amerikanern.

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Viel Spaß und Kopf hoch!

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1 Kommentar

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  • peterpeter
    peterpeter

    Wohoooooooo that's nice and trump is shice

    15:41 Uhr, 05.04.