Kommentar
14:00 Uhr, 18.05.2026

Trading im Trump-Style

Donald Trumps jüngste Vermögensoffenlegung enthält einen ungewöhnlichen Posten: eine Millionenbeteiligung an einer japanischen Förderband-Sushi-Kette. Sie ist das kleinste Detail eines Quartals mit Tausenden Aktiengeschäften.

Seit 1978 folgten US-Präsidenten einer ungeschriebenen Regel. Wer ins Weiße Haus einzog, übergab sein Wertpapiervermögen einem unabhängigen Treuhänder oder beschränkte sich auf konfliktfreie Anlagen wie breit gestreute Fonds. Trump hat mit dieser Praxis gebrochen. Seine jüngste Meldung an das Office of Government Ethics dokumentiert mehr als 3700 (!) Einzeltransaktionen allein im ersten Quartal 2026. Das US-Recht zwingt den Präsidenten zur Transparenz, untersagt ihm den Interessenkonflikt aber nicht.

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