STRATEC zieht bei Diatron die Reißleine: ein Befreiungsschlag?
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Die Margenprognose springt nach oben, doch hinter der neuen Arithmetik steckt auch ein gedämpfter Umsatzausblick.
Als STRATEC 2016 den ungarischen Hersteller von Blutanalysegeräten Diatron vom Finanzinvestor Riverside übernahm, kaufte der Spezialist für Laborautomation ein profitables Unternehmen mit rund 34 Mio. EUR Umsatz. Zehn Jahre später zieht der Konzern den Schlussstrich: Am späten Freitagabend kündigte STRATEC per Ad-hoc-Mitteilung den Verkauf der Tochter Diatron MI an ein indisches Investorenkonsortium an. Der feste Kaufpreis liegt bei 10,0 Mio. EUR, hinzu kommen erfolgsabhängige Komponenten. Der Vollzug ist noch für das vierte Quartal geplant.
Abgegeben werden die Produkte für Hämatologie und klinische Chemie. Das OEM-Geschäft in der Molekular- und Immundiagnostik wurde vorab herausgelöst und bleibt im Konzern. Die Trennlinie ist wichtig. Im Kern entwickelt und fertigt STRATEC Analysesysteme für große Diagnostikkonzerne, die diese unter eigenem Namen vermarkten. Mit Diatron verkaufte das Unternehmen dagegen eigene Geräte und Reagenzien in einem hart umkämpften Markt und damit ein Geschäftsmodell, das nie richtig zum Rest des Konzerns passte.
