Analyse
18:40 Uhr, 10.06.2024

stock3 Marktüberblick USA - Was macht die Fed?

Nasdaq 100 und S&P 500 konnten in der Vorwoche ihre Ausbruchslevels halten. Der Dow Jones hängt dagegen weiter fest.

Erwähnte Instrumente

  • Dow Jones
    ISIN: US2605661048Kopiert
    Kursstand: 38.766,30 $ (NYSE) - Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung
  • Nasdaq-100
    ISIN: US6311011026Kopiert
    Kursstand: 19.072,28 Pkt (Nasdaq) - Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung
  • Dow Jones - WKN: 969420 - ISIN: US2605661048 - Kurs: 38.766,30 $ (NYSE)
  • Nasdaq-100 - WKN: A0AE1X - ISIN: US6311011026 - Kurs: 19.072,28 Pkt (Nasdaq)
  • S&P 500 - WKN: A0AET0 - ISIN: US78378X1072 - Kurs: 5.355,05 Pkt (Cboe)

Keine Frage, das Thema der Woche bleibt weiterhin die Inflation und das Zinsniveau in den USA. Mein Kollege Oliver Baron hat in seinem Wochenausblick auf die wichtigen Termine hingewiesen. Sowohl der US-Arbeitsmarktbericht als auch die jüngsten Inflationsdaten in den USA fielen nicht so aus, wie es die Zinsoptimisten erwartet hatten. Dementsprechend sind die Erwartungen bezüglich Zinssenkungen bis Jahresende auch weiter in den Keller gerauscht. Aktuell wird für den Zinsentscheid am Mittwoch keine Senkung erwartet. Auch im Juli dürfte nichts passieren. Erst im September stehen die Chancen in etwa 50/50. Bis Jahresende wird mit leichtem Vorsprung aktuell nur eine Zinssenkung um 25 Basispunkte erwartet.

Wie unsinnig bzw. einseitig die Betrachtung der US-Wirtschaftsdaten aktuell ausfällt, hatte ich zuletzt an dieser Stelle immer wieder erwähnt. Eine starke Wirtschaft ist ja eben NICHT schlecht für die Unternehmen und ob die Zinsen dieses Jahr um 25 Basispunkte gesenkt werden oder gar nicht, das macht das Kraut auch nicht fett. Man muss sich in Erinnerung rufen, dass der Markt in diesem Jahr sechs bis sieben Zinssenkungen erwartet hatte, was nicht ansatzweise eingetreten ist und auch nicht mehr eintreten kann. Die Börse ist dennoch von Allzeithoch zu Allzeithoch geeilt. Bereits 2023 lag der Markt mit der Zinseinschätzung völlig daneben, war viel zu optimistisch unterwegs. Schlussendlich profitierte er aber von der starken Gewinnentwicklung der Large Caps.

Weniger ist also das Zinsniveau entscheidend, gerade bezüglich der Large Caps, sondern die Folgen, die sich daraus ergeben können. Und diese zeigen sich in der Regel mit zeitlichem Verzug. Falls wir in den USA eine ausgeprägte Konjunktureintrübung sehen sollten, haben wir ein Problem. Das ist das, was zählt. Dann hat auch ein S&P 500 am Allzeithoch nichts verloren. Ob die Fed mit den Zinssenkungen, sollten sie denn überhaupt 2024 kommen, noch "rechtzeitig" agiert hat, wissen wir eh erst 2025.

Im Sektorenranking spielt die Musik weiter bei den Halbleitertiteln, die seit Jahresanfang rund 65 % zugelegt haben. Der Aktiensplit bei Nvidia wurde heute vollzogen, die Aktie notiert kaum verändert. Der Internetsektor und Technologieaktien belegen die Plätze 2 und 3 im Jahresranking mit Zugewinnen von 26 und 23 %.

Am Ende lassen Tesla und der Automobilsektor heute wie auch weiter in diesem Jahr Federn. Das Branchenminus 2024 bleibt über 20 %. Am Donnerstag wird die HV von Tesla stattfinden. Thema ist natürlich das riesige Aktienpaket des CEOs Elon Musk, über das die Anwesenden abstimmen müssen. Zuletzt äußerten sich viele Großaktionäre, dass sie mit "Nein" voten werden. Auch wird am Donnerstag über eine mögliche Verlegung des Tesla-Firmensitzes nach Texas abgestimmt.

stock3-Marktüberblick-USA-Was-macht-die-Fed-Chartanalyse-Bastian-Galuschka-stock3.com-1

Der Dow Jones bleibt der schwächste der drei US-Indizes und hängt zwischen Allzeithoch und Supportzone fest. Hier ist folglich Geduld gefragt. Auf der Unterseite bleibt es beim zentralen Unterstützungsbereich um 37.000 Punkte. Dort ist inzwischen auch der EMA50 Wocheangekommen. Auf der Oberseite war der Bereich um 40.000 Punkte zu viel des Guten.

Dow-Jones-Chartanalyse (Wochenchart)
Statischer Chart
Live-Chart
Chart in stock3 Terminal öffnen
  • ()
    TTMzero Indikation

Der Nasdaq 100 hat das Ausbruchslevel bei 18.465 Punkten in der Vorwoche verteidigt. Ein Trendbruch liegt erst unter dieser Marke bzw. dem Tief Ende Mai bei 18.190 Punkten vor. Folglich können Trader Positionen darunter strategisch absichern. Der Impuls seit April ist wiederum sehr weit fortgeschritten. Die zentrale Unterstützungszone im mittelfristigen Kontext liegt weiter unter 17.000 Punkten.


Ich trade seit einiger Zeit nur mehr über stock3 Terminal. Denn dort analysiere ich auch meine Basiswerte. Der Handel ist kinderleicht. Über stock3 Terminal mit dem Broker verbinden, Session TAN vergeben und loslegen! Ohne Mehrkosten und mit einer spürbaren Zeitersparnis! Alle Infos zum Handel über stock3 und stock3 Terminal erfährst du hier.


Nasdaq-100-Chartanalyse (Wochenchart)
Statischer Chart
Live-Chart
Chart in stock3 Terminal öffnen
  • ()
    TTMzero Indikation

Der S&P 500 weist ähnliche Muster wie der Nasdaq 100 auf. Hier liegt das Ausbruchslevel bei 5.265 Punkten und die Make-or-Break-Marke bei 5.192 Punkten. Solange diese hält, ist der übergeordnete Trend intakt. Weitere wichtige Supports liegen beim Apriltief bei 4.953 Punkten und bei 4.819 Punkten.

S&P-500-Chartanalyse (Wochenchart)
Statischer Chart
Live-Chart
Chart in stock3 Terminal öffnen
  • ()
    TTMzero Indikation

Passende Produkte

WKN Long/Short KO Hebel Laufzeit Bid Ask
Keine Ergebnisse gefunden
Zur Produktsuche

Keine Kommentare

Du willst kommentieren?

Die Kommentarfunktion auf stock3 ist Nutzerinnen und Nutzern mit einem unserer Abonnements vorbehalten.

  • für freie Beiträge: beliebiges Abonnement von stock3
  • für stock3 Plus-Beiträge: stock3 Plus-Abonnement
Zum Store Jetzt einloggen

Das könnte Dich auch interessieren

Über den Experten

Bastian Galuschka
Bastian Galuschka
Chefredakteur

Bastian Galuschka ist seit über 20 Jahren an der Börse aktiv. Er entdeckte bereits zu Schulzeiten seine Leidenschaft für die Börse. Über fünf Jahre lang war der Diplom-Volkswirt als Redakteur bei einem bekannten Anlegermagazin tätig und verantwortete dort den Bereich Charttechnik. Seit März 2013 verstärkt er die Redaktion der stock3 AG. Bastian Galuschka kombiniert bei seinen Analysen gerne Fundamentaldaten mit charttechnischen Aspekten. Gerade im Smallcapbereich hat sich der Analyst über viele Jahre ein fundiertes Wissen aufgebaut. Seit Juni 2023 ist Galuschka Chefredakteur von stock3.

Mehr über Bastian Galuschka
  • Fundamentalanalyse
  • Kombinationsanalyse
  • Small Caps
  • Newstrading
Mehr Experten