Analyse
10:47 Uhr, 26.02.2026

STELLANTIS – Nach bekanntem Milliardenverlust: Auf dem Weg zum 2020er-Tief?

Stellantis meldete heute für das vergangene Jahr einen Nettoverlust von 22,3 Mrd. EUR. Bisher hat die Aktie kaum auf die Nachricht reagiert. Sind die letzten Verkäufer schon nach der Meldung der Mega-Abschreibung Anfang des Monats abgesprungen?

Erwähnte Instrumente

  • Stellantis N.V.
    ISIN: NL00150001Q9Kopiert
    Kursstand: 6,509 € (XETRA) - Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung
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  • Stellantis N.V. - WKN: A2QL01 - ISIN: NL00150001Q9 - Kurs: 6,509 € (XETRA)

Wie mein Kollege Daniel Kühn bereits Anfang Februar berichtete, gab es seitens Stellantis schon damals die Ankündigung einer gewaltigen Abschreibung i.H.v. 22 Mrd. EUR, sowie den Startschuss für einen Sparkurs, dem unter anderem ein Batterie-Joint-Venture mit LG Energy Solution in Kanada zum Opfer fiel. Bereits zu diesem Zeitpunkt war die Aktie entsprechend abgestraft worden und in der Spitze fast 30 % gefallen.


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Damit wurde der große Abwärtstrend fortgesetzt, der aufgrund einer kurzfristigen Rounding-Bottom-Erholung im vergangenen Jahr im Bereich von 7,26 EUR noch unterbrochen worden war. Mit dem Abverkauf vom 6. Februar wurde auch das Ausdehnungsziel aus meiner letzten Stellantis-Chartanalyse fast erreicht und ausgehend von einem Tief bei 5,73 EUR die Chance auf eine kurzfristige Erholung genutzt. Dieser kleine Anstieg steht jetzt auf dem Prüfstand.

Hier noch einmal die Quartalszahlen in der Kurzfassung: Stellantis meldet für das vergangene Jahr wegen Wertminderungen auf die Elektroautostrategie einen Nettoverlust von 22,3 Mrd. EUR, sowie ein bereinigtes EBIT von minus 842 Mio. EUR. Der Umsatz liegt mit einem Minus von 2 % bei 153,5 Mrd. EUR. Für das laufende Jahr erwartet der Konzern ein mittleres einstelliges Umsatzwachstum und eine operative Marge im niedrigen einstelligen Prozentbereich. Der Free Cashflow im Fahrzeuggeschäft soll erst ab 2027 wieder positiv sein.

Stellantis Wochenchart
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Verkaufswelle vorübergehend gebremst

Die Erholung seit dem Tief bei 5,73 EUR erreichte in der Spitze einen Kurs von 6,77 EUR und fällt seither in einem flachen Abwärtstrendkanal ab.

Sollte dessen Unterseite bei rund 6,34 EUR unterschritten werden, dürfte direkt der nächste Einbruch in Richtung des Tiefs des Jahres 2020 bei 5,40 EUR folgen. Auf diesem Niveau hätte die Käuferseite wieder die Chance auf eine temporäre Erholung im an sich intakten Abwärtstrend.

Dieser Abwärtstrend könnte sich unterhalb der 5,40-EUR-Marke direkt bis 4,80 EUR und im weiteren Verlauf noch weiter ausdehnen: Zwischen 3,80 und 4,00 EUR gäbe es später die Chance auf eine kurzfristige Bodenbildung.

Erholung bis 7,10 EUR noch möglich

Kann die Aktie von Stellantis dagegen die Oberseite des Trendkanals bei rund 6,75 EUR überschreiten, wäre zunächst eine Erholung bis 7,10 EUR möglich. Dort dürfte der Kurs bereits wieder in sich zusammenfallen. Um hier eine nachhaltige Gegenbewegung starten zu können, müsste die Aktie über die Tiefs des Vorjahres bei 7,26 und 7,41 EUR ausbrechen.

Charttechnisches Fazit: Auch wenn die Reaktion auf die bereits bekannten Verlustdimensionen noch gering ausfällt, könnte die Aktie von Stellantis bereits bei Kursen unter 6,34 EUR an das Tief des Jahres 2020 bei 5,40 EUR durchgereicht werden. Sollte es dort zu keiner Erholung kommen, sind weitere Abgaben in Richtung 4,80 EUR und 4,00 EUR wahrscheinlich.

Erst ein Anstieg über 7,41 EUR würde für eine mehrwöchige Erholung sprechen.

Stellantis Aktie Tageschart
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