Analyse

S&T - Prognose für 2022 leicht unter Marktkonsens

Das Horrorjahr 2021 für die Aktionäre von S&T ist abgehakt, der Blick richtet sich nach vorne. Die Prognose 2022 fällt solide aus, wenn auch der Markt mehr erwartet hatte. Doch es bleiben wichtige Fragen offen.

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Eine Prognosesenkung und zu allem Übel auch noch eine Shortattacke kurz vor Weihnachten: Für das Technologieunternehmen S&T war 2021 ein Jahr zum Vergessen. 2022 soll es den Verantwortlichen nach besser laufen, zumindest operativ. Dennoch hatte sich der Markt von der heutigen Prognose mehr erhofft.

Positiv: Nach vorläufigen Zahlen wurde die angepasste Jahresprognose 2021 eines Umsatzes von mindestens 1,33 Mrd. EUR und einer EBITDA-Marge von 10 % erreicht. Das vierte Quartal war sehr erfolgreich mit einem starken Ergebnis und Cashflow. Für 2022 erwartet das Management einen Umsatz von rund 1,5 Mrd. EUR und eine konstante EBITDA-Marge von 10 %. Der Markt hatte hier mit einem Umsatz von 1,55 Mrd. EUR etwas mehr erwartet. Das in Aussicht gestellte EBITDA von 150 Mio. EUR liegt gut 15 Mio. EUR unter dem Marktkonsens. Die Aktie legt heute dennoch zu, die fundamentale Bewertung ist weiterhin ansprechend. Das KUV beträgt 0,6, die KGVs liegen um die 11. Warburg Research betont, dass S&T meist mit einer konservativen Prognose in das Jahr hinein startet.

Nicht enthalten in dem Forecast sind mögliche positive Effekte aus dem etwaigen Verkauf des IT-Services Bereiches, welcher im Moment im Rahmen des Projekts „Focus“ evaluiert wird. Der Start in das Jahr 2022 verlief erfreulich. Im Geschäftsfeld "Smart Trains" konnte S&T einen Großauftrag über Zugfunklösungen mit einem Gesamtvolumen von rund 170 Mio. EUR an Land ziehen.

CEO Hannes Niederhauser kommentiert: „Wir sind überzeugt, dass das Geschäftsjahr 2022 ein gutes Jahr für S&T wird. Die Auftragsbücher sind voller als je zuvor und die Auswirkungen der Chipkrise sind immer mehr im Griff. Wir erwarten daher ein organisches Wachstum von über zehn Prozent auf einen Umsatz von rund 1,5 Mrd. EUR. Besonders die Entwicklung des Neugeschäftes, beispielsweise der neue Großauftrag der Deutschen Bahn Netz AG über die Modernisierung des Zugfunknetzes, freut mich sehr. In diesem Fall konnten wir die unterschiedlichen, synergetischen Lösungen der S&T Gruppe, von Carrier-grade Servern der Kontron über die virtuelle Netzwerklösung der Iskratel Gruppe bis hin zur MCx (Mission Critical Services) Applikation der Kontron Transportation, kombinieren und dadurch einen der größten Aufträge in der Firmengeschichte gewinnen.“

Der Chart ist weiter im Eimer

Fundamental ist S&T also durchaus ansprechend bewertet. Nach der Short-Attacke bleibt das Chartbild aber selbstverständlich angeschlagen. Die jüngste Einschätzung bleibt daher unverändert: "Eine hochvolatile Korrektur bestimmt im Wochenchart das Kursgeschehen. Erst Kurse über 24 EUR dürften die Shorties ins Schwitzen bringen. Die Korrektur seit 2018 könnte in diesem Fall enden. Die Abrisskante um 18,30 EUR dient vorgeschaltet als Widerstand. Kurse um 10 EUR könnten im Jahr 2022 wiederum antizyklisch Chancen bieten. Dort verläuft derzeit eine langfristige Aufwärtstrendvariante."

Fazit: Erste Testpositionen in der Aktie von S&T bieten sich aus fundamentalen Überlegungen heraus durchaus an, die Bewertung ist attraktiv. Fragezeichen gibt es aber selbstverständlich auch noch einige. Legen die Shorties im Jahr 2022 noch einmal nach? Klappt der geplante Verkauf der IT-Services-Sparte? In jedem Fall sollten interessierte Anleger Geld für Zukäufe zurückhalten und ihr Pulver nicht gleich vollends verschießen.

Jahr 2021 2022e* 2023e*
Umsatz in Mrd. EUR 1,35 1,55 1,69
Ergebnis je Aktie in EUR 0,87 1,26 1,45
Gewinnwachstum 44,83 % 15,08 %
KGV 16 11 10
KUV 0,7 0,6 0,6
PEG 0,2 0,6
Dividende je Aktie in EUR 0,29 0,31 0,34
Dividendenrendite 2,07 % 2,21 % 2,43 %
*e = erwartet
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Über den Experten

Bastian Galuschka
Bastian Galuschka
Stv. Chefredakteur

Bastian Galuschka ist seit über 20 Jahren an der Börse aktiv. Er entdeckte bereits zu Schulzeiten seine Leidenschaft für die Börse. Über fünf Jahre lang war der Diplom-Volkswirt als Redakteur bei einem bekannten Anlegermagazin tätig und verantwortete dort den Bereich Charttechnik. Seit März 2013 verstärkt er die Redaktion der stock3 AG. Bastian Galuschka kombiniert bei seinen Analysen gerne Fundamentaldaten mit charttechnischen Aspekten. Gerade im Smallcapbereich hat sich der Analyst über viele Jahre ein fundiertes Wissen aufgebaut. Seit Juni 2016 ist Galuschka Stellvertretender Chefredakteur von stock3.

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