S&P 500® - US-Aktienquote auf dem höchsten Stand seit 2000!
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US-Aktienquote auf dem höchsten Stand seit 2000!
Im „HSBC Daily Trading“ beleuchten wir regelmäßig die Börsenstimmung unter den US-Privatanlegern. Die Basis stellt dabei die wöchentliche Sentimenterhebung der American Association of Individual Investors (AAII) dar. Doch die US-Privatanlegervereinigung erhebt noch weitere Daten: Zum Monatsende werden die amerikanischen Privatanleger zusätzlich nach ihrer Vermögensallokation gefragt. Konkret: Welche Aktienquote fahren sie? Wie stark sind sie in Bonds bzw. Anleihen investiert? Wie viel Cash halten sie? Diesen „Asset Allocation Survey“ zitieren wir regelmäßig in unserem Jahresausblick und auch aktuell ergeben sich spannende Rückschlüsse. Mit fast 72 % erreicht die Aktienquote den höchsten Stand seit Anfang 2000. Gleichzeitig fällt die Bondquote mit 15 % sowie der Anteil an Cash (13 %) sehr niedrig aus. In der Summe sind die US-Retailinvestoren derzeit sehr offensiv positioniert. Bei Aktienquoten jenseits der Marke von 70 % beginnt die „rote Zone“. Zumindest folgten auf Basis der historischen Daten seit 1987 auf derart starke Aktienpositionierungen regelmäßig Korrekturbewegungen. Auch große Wendepunkte – wie bspw. im Dezember 2021 oder Anfang 2000 – wurden durch offensive Positionierungen „angezeigt“ (wird fortgesetzt).
S&P 500® (Monthly)
Quelle: AAII / 5-Jahreschart im Anhang
5-Jahreschart S&P 500®
Quelle: LSEG, tradesignal²
Offensive Positionierung als Bremsklotz
Auf Basis der Daten seit 1987 wollen wir im zweiten Schritt AAII-Asset Allocation-Umfrage statistisch näher untersuchen. Dazu betrachten wir die Aktienquoten der amerikanischen Privatanleger und ermitteln in Abhängigkeit davon die Performance des S&P 500® in den kommenden 12 Monaten. Liegt der Aktienanteil – wie derzeit – bei über 70 %, dann geht diese Positionierung mit einer unterdurchschnittlichen Wertentwicklung auf Jahressicht von 6,4 % einher. Das ist ein ordentliches Ergebnis, doch im historischen Mittel legen die US-Standardwerte seit den 1980er-Jahren sogar um 9,2 % zu. Einen Ertrag in dieser Größenordnung können die US-„blue chips“ realisieren, wenn die Aktienquote zwischen 50 % und 70 % liegt. Fällt der Aktienanteil der amerikanischen Privatanleger indes unter 50 %, dann führt diese „defensive Positionierung“ oder gar Skepsis zu überdurchschnittlichen Ertragsaussichten auf Sicht der nächsten 12 Monate (+ 15 %). Der aktuelle Optimismus ist also eher ein Bremsklotz. Nach dem Motto: Wenn alle bereits gekauft haben, dann fallen sie als zukünftige Nachfrager aus. Als Daumenregel lässt sich für die Zukunft festhalten: „Meide Aktienquoten über 70 %, suche dagegen defensive Positionierungen von Aktienengagements kleiner 50 %“.
S&P 500® (Monthly)
Quelle: AAII, LSEG, HSBC / 5-Jahreschart im Anhang
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