DAX® - Altbekannte Marken und ein Silberstreif
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Altbekannte Marken und ein Silberstreif
Der DAX® musste gestern zunächst die erwarteten Kursverluste hinnehmen, zeigte dann aber ein starkes Comeback. Kurzfristig bleibt es bei den Schlüsselmarken in Form der horizontalen Barrieren bei 25.500 Punkten sowie dem Bewegungshoch vom 6. Oktober bei 25.522 Punkten. Ein Spurt über dieses Level würde einen kleinen Doppelboden vervollständigen. Deshalb dürfte ein Befreiungsschlag vermutlich für den Startschuss für ein versöhnliches Jahresende sorgen. Rein rechnerisch zieht eine erfolgreiche Bodenbildung ein Anschlusspotenzial von 700 Punkten nach sich. Kernunterstützung auf der Unterseite bleibt indes die 200-Tage-Linie (akt. bei 24.873 Punkten). Dank der gestrigen Erholung am Nachmittag entsteht zudem ein „bullish engulfing“ – ein konstruktives Kerzenmuster. Diese Entwicklung besitzt sogar noch weitere Implikationen: Mit Blick auf den letzten Handelstag der Woche steigt damit die Wahrscheinlichkeit auf ein Ende der jüngsten Durststrecke. Zuletzt musste der DAX® sechs Verlustwochen in Folge einstecken. Bei einem Wochenschlusskurs oberhalb der Marke von 25.207 Punkten wäre dieser Negativlauf durchbrochen.
DAX® (Daily)
Quelle: LSEG, tradesignal² / 5-Jahreschart im Anhang
5-Jahreschart DAX®
Quelle: LSEG, tradesignal²
Chart besser als die Marktbreite
Die sich verschlechternde Marktbreite hatten wir an dieser Stelle zuletzt mehrfach diskutiert. Am eindrucksvollsten zeigt die Anzahl neuer 52-Wochen-Tiefs die Eintrübung der grundsätzlichen Marktverfassung. Seit September haben an der NYSE an jedem einzelnen Handelstag mehr Einzeltitel neue Jahrestiefs hinnehmen müssen als andererseits neue 52-Wochen-Hochs erreicht wurden. Die Anzahl neuer Jahrestiefs lag dabei oftmals im zweistelligen Prozentbereich. Ungeachtet dessen konnte der S&P 500® in der vergangenen Woche nochmals ein neues Allzeithoch (7.845 Punkte) verbuchen, befindet sich seither allerdings im Korrekturmodus. Dabei loten die amerikanischen Standardwerte aktuell eine wichtige Haltezone aus. Diese beginnt im Bereich der 50-Tage-Linie (akt. bei 7.707 Punkten) und erstreckt sich über eine ehemalige Trendlinie (akt. bei 7.650 Punkten) bis zum unteren Bollinger Band (akt. bei 7.630 Punkten). Ein Bruch dieser Bastion ist die Ausgangsvoraussetzung dafür, dass die Bären aus der derzeit verhaltenen Marktbreite wirklich Kapital schlagen können. Ein weiteres wichtiges Signallevel stellt das Septembertief bei 7.508 Punkten dar, deren Unterschreiten für eine kleine Topbildung sorgen würde. Die 200-Tage-Linie verläuft aktuell bei 7.268 Punkten.
S&P 500® (Daily)
Quelle: LSEG, tradesignal² / 5-Jahreschart im Anhang
5-Jahreschart S&P 500®
Quelle: LSEG, tradesignal²
Allzeithoch liefert Trendbestätigung
Wir setzen unsere kleine Ölserie mit der Analyse der Chevron-Aktie fort. Das Papier hat jüngst ein neues Allzeithoch (223,46 USD) erreicht – aus technischer Sicht ist das eines der besten Zeichen überhaupt. Bemerkenswert ist insbesondere die Kursentwicklung seit April: Sie lässt sich als sog. „Tasse-Henkel-Muster“ interpretieren (siehe Chart). Diese Formation gilt klassischerweise als trendbestätigend und deutet auf eine Fortsetzung der übergeordneten Aufwärtsbewegung hin. Gleiches gilt für diverse Indikatoren: Sowohl der MACD als auch die Relative Stärke (Levy) signalisieren ein weiterhin konstruktives technisches Umfeld. Rechnerisch ergibt sich aus der o. g. Formation ein Anschlusspotenzial von rund 50 USD bzw. ein Kursziel von etwa 265 USD. Trotz des positiven Chartbilds bleibt konsequentes Risikomanagement entscheidend. Als Absicherung auf der Unterseite bietet sich das jüngste Verlaufstief bei 200 USD an. Ein Stop-Loss auf dieser Basis sichert gleichzeitig ein attraktives Chance-Risiko-Verhältnis (CRV). In der Summe ist die Chevron-Aktie derzeit ein gutes Beispiel für einen technisch aussichtsreichen Titel, dessen Trend klar nach oben zeigt. Doch auch der beste Chart verdient einen Sicherheitsgurt.
Chevron (Weekly)
Quelle: LSEG, tradesignal² / 5-Jahreschart im Anhang
5-Jahreschart Chevron
Quelle: LSEG, tradesignal²
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