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Kommentar
08:31 Uhr, 29.07.2026

SK Hynix-Zahlen sind nicht gut genug

Guten Morgen,

die Rekordzahlen reichen dem Markt nicht. SK Hynix steigerte den operativen Gewinn im zweiten Quartal um 557 % auf den Rekordwert von 60,5 Bio. Won (64 Bio. Won war der Konsens). Trotzdem lag das Ergebnis unter den sehr hohen Erwartungen, woraufhin die Aktie zunächst mehr als 16 % einbrach, sich intrady aber erholten. Wir hatten gestern eine Trade gewagt der aktuell 5,4 % im Minus liegt.

Seit dem Juni-Hoch hat der Titel damit über die Hälfte seines Wertes verloren. Belastend wirken Zweifel an der Nachhaltigkeit der KI-Investitionen, die hohen Speicherpreise und die angekündigten Kapazitätserweiterungen von SK Hynix, Samsung und Micron. Im Analystencall wurde die Gefahr eines späteren Überangebots ausdrücklich angesprochen. Aber:

Das Management sieht kurzfristig jedoch keine Oversupply-Risiken und verweist auf eine weiterhin extrem knappe Versorgung, zusätzliche Kundenanfragen und lange Vorlaufzeiten beim Kapazitätsausbau. Die Investitionen sollen schrittweise erfolgen und an bestätigte Nachfrage angepasst werden. Rund zehn Kunden haben bereits langfristige Lieferverträge abgeschlossen, meist über etwa fünf Jahre und teilweise mit Anzahlungen.

Kritische Fragen gab es außerdem zu einem möglichen Rückgang der KI-Ausgaben, zum schwächeren DRAM-Preisanstieg und zum wachsenden HBM-Wettbewerb. SK Hynix erwartet dennoch, dass die großen Cloudanbieter ihre Investitionen auch über 2027 hinaus erhöhen.

Im Aktionärsbrief ziehen wir für unsere Restposition ein Stop Loss bei 798 € auf Schlusskursbasis ein.

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