Kommentar
17:27 Uhr, 30.09.2026

Metaplanet verteidigt umstrittenes Vergütungsprogramm für das Management

Metaplanets Führung soll Aktien im Wert von Hunderten Millionen erhalten, Aktionäre fürchten die Verwässerung. Nun melden sich die unabhängigen Direktoren zu Wort.

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Die unabhängigen Direktoren von Metaplanet haben das umstrittene Vergütungsprogramm für die Unternehmensführung verteidigt. In einem Schreiben vom 29. September argumentieren sie, das Management habe die zugrunde liegenden Bezugsrechte zum Marktwert und aus eigenem Vermögen erworben. Damals steckte das Unternehmen als angeschlagener Hotelbetreiber in einer Finanzkrise und ein Erfolg der Umstellung auf Bitcoin sei nicht absehbar gewesen.

Bezugsrechte erlauben es, Aktien zu einem festgelegten Preis zu erwerben. Steigt der Kurs, entsteht daraus ein erheblicher Gewinn. Bei Metaplanet machen ausgeübte und noch offene Rechte rund 12,5 Prozent aller Aktien aus, was bei Anlegern die Sorge vor einer Verwässerung ihrer Anteile ausgelöst hat.

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Die Direktoren verweisen nun aber darauf, dass die Aktionäre dem Programm im Februar 2023 zugestimmt hatten, mit über 98 Prozent der abgegebenen Stimmen. Rechnet man den damaligen Mehrheitsaktionär EVO heraus, waren es 78,3 Prozent. Wichtig zu erwähnen ist, das keiner der heutigen unabhängigen Direktoren zum Zeitpunkt der Ausgabe im Vorstand saß.

Metaplanet im Kreuzfeuer der Kritik

Metaplanet hatte das Programm am 11. September nach der Kritik bereits gekürzt. Der mögliche Aktienpool sank um 41 Prozent auf 188,2 Millionen Stück, wodurch nach Unternehmensangaben über 220 Millionen US-Dollar an potenziellem Wert wegfielen. Bereits ausgeübte Rechte bleiben bis August 2031 gesperrt. Der auf jede Aktie entfallende Bitcoin-Bestand verbesserte sich dadurch rechnerisch um rund 8,8 Prozent.

Firmenchef Simon Gerovich fielen im August noch 64 Millionen Aktien zu gute, indem er seine Rechte vor der Kürzung ausübte. Metaplanet hatte zuvor erklärt, diese Aktien würden nicht zurückgegeben, da die Ausübung nach den damals geltenden Regeln gültig war. Allerdings bleiben Fragen zum Aktionär "MMXX Ventures" offen, dessen Verkäufe sowie Gerovichs wirtschaftliche Verbindung zu ihnen viele Investoren beschäftigen.

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