SILTRONIC - Erste Hoffnung, doch der Weg aus dem Tal bleibt lang
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Das klingt nach einer plötzlichen Wende für den Waferhersteller, der operativ noch immer gegen Preisdruck, schwache 200-Millimeter-Nachfrage und hohe Investitionsfolgen ankämpft. Doch genau darin liegt der Kern der neuen Zuversicht: Die Zahlen für 2025 waren schwach genug, um die Probleme offenzulegen, und stabil genug, um eine allmähliche Besserung glaubhaft erscheinen zu lassen.
Siltronic hat 2025 einen Umsatz von 1,35 Mrd. EUR erzielt, ein Minus von 4,7 % gegenüber dem Vorjahr. Die EBITDA-Marge blieb mit 23,5 % robust, das EBIT rutschte allerdings auf minus 26 Mio. EUR, nach einer Marge von 8,9 % im Vorjahr. Unter dem Strich stand ein Fehlbetrag von 78 Mio. EUR. Gleichzeitig blieb der Barmittelabfluss hoch: Der Netto-Cashflow war mit minus 85 Mio. EUR erneut negativ, die Nettofinanzverschuldung stieg auf 837 Mio. EUR. Wer nur diese Kennzahlen liest, erkennt sofort, warum die Aktie lange unter Druck stand.
Und doch verweisen Management und Analysten auf eine andere, wichtigere Botschaft: Bereinigt um Währungseffekte und die Schließung des Geschäfts mit kleinen Waferdurchmessern lag der Umsatz 2025 auf Vorjahresniveau.
