Kommentar
15:28 Uhr, 17.08.2011

Silber – im Schatten des Goldes

In den letzten Wochen lag der Fokus vieler Anleger auf Gold. Im Schatten dieser Entwicklung konnte auch der Silberpreis an Wert zulegen. Wegen der hohen Produktionsmenge und der starken Verwendung in der Industrie nimmt Silber in der Gruppe der Edelmetalle eine Sonderolle ein. Betrachtet man die Preisentwicklung seit Anfang Juli, so stellt man fest, dass der Silberpreis – im Verhältnis zum Goldpreis – deutlich langsamer angestiegen ist. Gold gelang in diesem betrachteten Zeitraum der Anstieg auf und über die 1.800 US-Dollar-Schwelle je Feinunze, was einen Zuwachs von über 20% entspricht, während Silber um rund 5,00 US-Dollar auf um die 39,00 US-Dollar je Feinunze (rund 31,1 Gramm) zulegen konnte, dies entspricht einem Anstieg von rund 15%. Der Silberpreis markierte sein Allzeithoch Ende April 2011 bei annähernd 50 US-Dollar je Feinunze. Auch wenn dieser Höchststand nicht von langer Dauer gewesen ist, so konnte sich der Silberpreis auf Sicht von zwölf Monaten dennoch mehr als Verdoppeln.

Ähnlich wie beim Gold, lässt sich beim Silber als Begründung für den Kursanstieg die Flucht der Anleger in die Edelmetalle als „sicheren Hafen“ infolge der Schuldenkrise anführen. Viele Anleger fragen die Edelmetalle in diesen Zeiten auch in physischer Form nach. Vor allem die Schuldenkrise der Vereinigten Staaten einhergehend mit der Herabstufung der Bonität der größten Volkswirtschaft der Welt durch eine Ratingagentur haben die Unsicherheit über die weitere wirtschaftliche Entwicklung der westlichen Industriestatten verstärkt und lassen Anlegern ihr Geld in Edelmetalle umschichten. Die angespannte Haushaltslage und drohende Überschuldung in vielen Euro-Mitgliedsländern wie beispielsweise Italien oder Griechenland könnte zu einer möglichen Schwächung der europäischen Gemeinschaftswährung führen und gleichzeitig die Angst vor Inflation im Euroraum ansteigen lassen. In Zeiten, in denen das Geld an Wert zu verlieren droht, bevorzugen Anleger ein Investment in materielle Werte. Auch wenn der Silberpreis sich in den letzten Jahren deutlich verteuert hat, so hat das Edelmetall aufgrund der weiterhin weltweit steigenden Nachfrage und der begrenzten Fördermöglichkeiten, einen hohen materiellen Wert. Der Nachfrageanstieg ist auf die ansteigende Verwendung des Silbers in der Industrie (vor allem der Elektroindustrie, der Schmuckerzeugung und der Fotoindustrie) zurückzuführen. Die Knappheit der weltweiten Vorkommen in Verbindung mit Finanzprodukten, wie zum Beispiel Exchange Traded Commodities (ETCs), die physisch mit Edelmetallen besichert werden oder direkt in entsprechende Rohstoffe investieren, sorgen für steigende Kursnotierungendes Edelmetalles. Auch wenn die letzten Wirtschaftsdaten in den USA und in Europa in ihrer Tendenz eher schwächer erwartet werden und Silber als Industriemetall anfälliger als beispielsweise Gold für eine schwächere Konjunktur ist, wird Silber weiterhin ein sehr stark nachgefragtes Gut bleiben.

Anleger, die von einem weiteren Anstieg des Silberpreises ausgehen, aber auf eine physische Lieferung des Rohstoffes verzichten können, haben die Möglichkeit mit dem Partizipations-Zertifikat (WKN: SG9F3R) die Wertentwicklung des Silbers nahezu eins zu eins abzubilden. Da Partizipations-Zertifikate in der Regel keine feste Laufzeit haben, sind Anleger mit diesen Wertpapieren völlig flexibel und können eine langfristige Anlagestrategie verfolgen. Das hier genannte Zertifikat beinhaltet zusätzlich eine Absicherung gegen Wechselkursschwankungen. Diese Absicherung gegen das Währungsrisiko ist allerdings mit Kosten verbunden, der sogenannten Quantogebühr. Gegenwärtig beträgt diese 3,56% pro Jahr. Anlegern, die auf eine Währungsabsicherung wie im oben genannten Fall verzichten wollen, bietet die Société Générale ein entsprechendes Partizipations-Zertifikat ohne Währungssicherung (WKN: SG0AYH) an. Als Basiswert fungiert ebenfalls eine Feinunze Silber und die Laufzeit des Zertifikates ist unbegrenzt.

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