Siemens Energy über Markterwartungen bei Neugeschäft und Gewinn
- Lesezeichen für Artikel anlegen
- Artikel Url in die Zwischenablage kopieren
- Artikel per Mail weiterleiten
- Artikel auf X teilen
- Artikel auf WhatsApp teilen
- Ausdrucken oder als PDF speichern
Erwähnte Instrumente
- VerkaufenKaufen
Von Olaf Ridder
DOW JONES--Der mit dem KI-Boom einhergehende rasante Ausbau neuer Rechenzentren füllt die Auftragsbücher bei Siemens Energy. Neben der Netztechnik boomt vor allem das Geschäft mit konventioneller Kraftwerkstechnik, wie aus der Zwischenbilanz zum abgelaufenen ersten Quartal 2025/26 hervorgeht, die der Energietechnikkonzern am Mittwoch vorlegte. 102 Gasturbinen wurden von Oktober bis Dezember bestellt, das ist mehr als die Hälfte des Auftragsvolumens, der im gesamten Vorjahr verbucht wurde.
Der Auftragseingang im Geschäftsbereich Gas Services summierte sich damit auf 8,75 Milliarden Euro - ein Anstieg um gut 80 Prozent zum Vorjahr und rund 2,5 Milliarden Euro mehr als am Markt erwartet worden waren.
Insgesamt wuchs das Neugeschäft von Siemens Energy um ein Drittel auf 17,6 Milliarden Euro, wobei die Bestellungen von Windturbinen nach einem Großauftrag im Vorjahr um ein Drittel geringer ausfielen. Analysten hatten nur mit 14,4 Milliarden Euro Auftragseingang gerechnet. Mit 146 Milliarden Euro hat Siemens Energy nun Umsatz für etwa drei Jahre in den Büchern stehen.
Deutlich besser als erwartet fielen auch operatives Ergebnis und Marge aus, die sich jeweils mehr als verdoppelten. Das bereinigte Konzernergebnis kletterte von 481 Millionen auf 1,16 Milliarden Euro, die entsprechende Marge erreichte 12 Prozent nach 5,4 Prozent im Vorjahr und fiel damit um 210 Basispunkte besser aus als von Analysten im Schnitt prognostiziert.
Ursächlich dafür waren nach Unternehmensangaben höhere Volumina mit im Jahresvergleich gestiegener Margenqualität sowie Produktivitätsverbesserungen. Die größte Verbesserung erzielte die Windsparte Siemens Gamesa, deren Verlust mit 46 Millionen Euro erheblich geringer ausfiel als im Vorjahr (minus 374 Millionen Euro), aber deutlich besser als vom Markt erwartet mit minus 154 Millionen Euro. Das Windgeschäft steckt mitten im Turnaround und soll im Gesamtjahr den Breakeven erreichen, wie Siemens Energy bestätigte.
Bestätigt wurde auch die im November ausgegebene Prognose für das bis Ende September laufende Gesamtjahr, die ein vergleichbares Umsatzwachstum von 11 bis 13 Prozent, eine Ergebnis-Marge vor Sondereffekten zwischen 9 und 11 Prozent und einen Nettogewinn von 3 bis 4 Milliarden Euro vorsieht. Im ersten Quartal standen nach Anteilen 677 Millionen Euro Gewinn unter dem Strich - Analysten hatten hier mit 640 Millionen Euro gerechnet.
Kontakt zum Autor: olaf.ridder@wsj.com
DJG/rio/sha
Copyright (c) 2026 Dow Jones & Company, Inc.
Passende Produkte
| WKN | Long/Short | KO | Hebel | Laufzeit | Bid | Ask |
|---|
