Kommentar
07:15 Uhr, 06.07.2026

SENTIX - Die Inflationsangst schwindet

Am Bondmarkt hellt sich die Stimmung spürbar auf. Sinkende Rohölpreise nehmen den Inflationsdaten etwas Schärfe und eröffnen den Festverzinslichen wieder mittelfristiges Kurspotenzial.

Erwähnte Instrumente

  • ISIN: DE0008469008Kopiert
    Kursstand: 25.779,31 Pkt (XETRA) - Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung
  • DAX - WKN: 846900 - ISIN: DE0008469008 - Kurs: 25.779,31 Pkt (XETRA)

Rückenwind kommt zusätzlich von der nun beginnenden saisonal positiven Phase für US-Staatsanleihen. Das sentix-Themenbarometer „Inflation“ signalisiert im Juli eine massive Entspannung an der Preisfront. Für die Notenbanken sinkt damit der unmittelbare Handlungsdruck.

Die vollständige Sentimentanalyse von sentix, inklusive aller Charts, sowie Zugriff auf weitere Tools und Informationen erhalten aktive Umfrageteilnehmer unter https://www.sentix.de

Aktien durchaus konstruktiv

  • Die abgelaufene Woche brachte Kursgewinne und hat die Stimmung am US-Aktienmarkt weiter aufgehellt. Von Euphorie sind die Anleger aber noch weit entfernt. Vielmehr bleibt die Teilnahme an der Aktienhausse vorsichtig und eher tastend. Mittelfristig nimmt der Optimismus zu. Sinkende Rohölpreise verbessern den Inflationsausblick und stützen über den Rentenmarkt auch die Fantasie für Aktien. Das steigende Grundvertrauen trifft in den USA allerdings auf einen technisch bereits überreizten Markt. Der Overconfidence-Index für den S&P 500 liegt mit +9 in einer Zone, in der eine Konsolidierung oder Korrektur wahrscheinlicher wird.

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  • Am deutschen Aktienmarkt bleibt die strategische Zuversicht bemerkenswert robust. Vor allem professionelle Investoren halten ihr Grundvertrauen auf hohem Niveau und haben es zuletzt sogar nochmals ausgebaut; inzwischen ziehen auch die Privatanleger nach. Der sprunghafte Anstieg im DAX-Sentiment um 34 Prozentpunkte binnen einer Woche deutet auf einen klaren Stimmungsimpuls hin.
  • Bei Silber erreicht das Grundvertrauen mit 50 Prozentpunkten den höchsten Stand des Jahres 2026. Bemerkenswert ist, dass dieser Anstieg ausgerechnet in die laufende Konsolidierung hinein erfolgte. Das spricht für eine steigende Wertwahrnehmung bei fallenden Kursen und schafft zusammen mit der nun positiven Saisonalität eine konstruktive Ausgangslage für Edelmetalle. Davon könnten auch Goldminenaktien profitieren.

Fazit: Zwar liefern die Aktienmärkte ein konstruktives Bild, aber nach dem guten Lauf, wächst die Gefahr für Gewinnmitnahmen. Vor allem helfen die deutlich sinkenden Inflationserwartungen. Das verspricht vielleicht in Zukunft auch wieder Zinssenkungsfantasie, wenn sich der Arbeitsmarkt schwach entwickelt.

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