Analyse
08:00 Uhr, 28.03.2025

SAF HOLLAND will Umsatz und Ertrag massiv erhöhen

SAF HOLLAND hat auf dem Kapitalmarkttag am 27. März 2025 ambitionierte neue Mittelfristziele vorgestellt. Im Rahmen der neuen Unternehmensstrategie „drive2030“ plant der Nutzfahrzeugzulieferer, den Konzernumsatz bis 2030 um mehr als 50 % auf über 3.000 Mio. EUR zu steigern.

Erwähnte Instrumente

  • SAF-Holland SE
    ISIN: DE000SAFH001Kopiert
    Kursstand: 17,140 € (XETRA) - Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung
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  • SAF-Holland SE - WKN: SAFH00 - ISIN: DE000SAFH001 - Kurs: 17,140 € (XETRA)

Das entspricht einem durchschnittlichen jährlichen Wachstum (CAGR) von mindestens 8 %. Davon sollen rund 2.500 Mio. EUR organisch erreicht werden, zusätzliche 500 Mio. EUR durch gezielte Übernahmen.

Profitables Wachstum und Übernahmen angestrebt

Bereits im Geschäftsjahr 2024 erzielte SAF-HOLLAND einen Umsatz von 1.877 Mio. EUR und eine bereinigte EBIT-Marge von 10,1 %. Bis 2030 will das Unternehmen diese Profitabilität weiter ausbauen und eine bereinigte EBIT-Marge im Korridor von 10 % bis 12 % erreichen – unabhängig davon, ob durch Akquisitionen oder rein organisch gewachsen wird.

Quelle: SAF-Präsentation

„Wir haben die Ziele der bisherigen Strategie 2025 frühzeitig erreicht und stehen nun bereit für die nächste Wachstumsphase“, sagte CEO Alexander Geis. „Mit drive2030 richten wir das Unternehmen gezielt auf die Zukunft der Mobilität aus – mit einem klaren Fokus auf Technologie, Nachhaltigkeit und Systemkompetenz.“

Ein zentraler Bestandteil der Wachstumsstrategie ist die technologische Weiterentwicklung im Kontext globaler Megatrends wie Elektrifizierung, Digitalisierung, Automatisierung und Nachhaltigkeit. Mit Produkten wie dem Telematiksystem TRAKr, das bereits in mehr als 150 Trailern im Feldeinsatz ist, sowie der Entwicklung automatisierter Kupplungssysteme wie SHAC treibt SAF-HOLLAND aktiv die Transformation hin zum „Smart Trailer“ voran. Dabei schafft das Unternehmen nicht nur Mehrwert für Flottenbetreiber durch Kosteneffizienz und vorausschauende Wartung, sondern positioniert sich technologisch an der Schnittstelle zwischen Mechanik, Elektronik und Software. Als weltweit einziger Anbieter, der Achsen, Aufhängungen, elektronische Bremssysteme (EBS) und Telematiklösungen aus einer Hand liefert, verfügt SAF-HOLLAND über eine Alleinstellung im Markt – ein strategischer Vorteil, der insbesondere bei integrierten Systemlösungen für OEMs und Flotten zunehmend gefragt ist.

Die neue Strategie ruht auf fünf strategischen Säulen: Kundenorientierung, regionale Stärke, Technologie, Portfolio- und Wachstumsoffensive sowie operative Exzellenz. Ergänzt werden diese durch die Querschnittsthemen Nachhaltigkeit und Mitarbeiterentwicklung. SAF-HOLLAND plant, seine Position als Systemlieferant weiter auszubauen, insbesondere durch die Integration von Achsen, EBS-Systemen, Telematik und intelligenten Komponenten wie der automatisierten Kupplungslösung SHAC oder dem Telematiksystem TRAKr.

Auch in den einzelnen Regionen setzt das Unternehmen gezielte Wachstumsinitiativen um. In Nordamerika liegt der Fokus auf dem Ausbau des Geschäfts mit Luftscheibenbremsen und Systemlösungen für Trailer, unterstützt durch zusätzliche Produktionskapazitäten. In der Region APAC strebt SAF-HOLLAND eine Umsatzverdopplung bis 2030 an, getrieben durch Marktausbau in Indien und China sowie durch neue Anwendungen in angrenzenden Industrien. In EMEA wiederum stehen die Expansion in benachbarte Märkte wie Bau- und Landmaschinen sowie die Optimierung des Produktionsnetzwerks im Vordergrund.

CFO Frank Lorenz-Dietz betonte die solide finanzielle Basis für den Wachstumskurs: „Wir generieren starkes Cashflow-Wachstum aus unserem resilienten Ersatzteilgeschäft und disziplinierten Investitionen. Damit bauen wir nicht nur unsere Verschuldung weiter ab, sondern schaffen auch Spielraum für weitere Akquisitionen.“

Quelle: SAF-Präsentation

Fazit: Die günstige bewertete SAF-Holland-Aktie dürfte die News weitgehend positiv aufnehmen. Das Unternehmen wächst aber nicht wie an einer Perlenschnur gezogen. Zyklische Rückschläge müssen immer einkalkuliert werden. Die Papiere sind sehr volatil, je nach Marktlage. Die globale Aufstellung kann das aber etwas abfedern. Wer einsteigen will, sollte zunächst nur die erste Tranche kaufen und tiefer noch einmal bereitstehen.

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Jahr 2024 2025e* 2026e*
Umsatz in Mrd. EUR 1,88 1,96 2,08
Ergebnis je Aktie in EUR 2,43 2,41 2,68
KGV 7 7 6
Dividende je Aktie in EUR 0,85 0,88 0,97
Dividendenrendite 5,00% 5,18% 5,71%

*e = erwartet, Berechnungen basieren bei
US-Unternehmen auf Non-GAAP-Daten

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