Rohstoffsektor unterschätzt neue Energietrends
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London (BoerseGo.de) - Viele Unternehmen aus dem Rohstoffsektor stellen sich unzureichend auf die Folgen ein, die sich aus der Abkehr von fossilen Brennstoffen ergeben. Das ist eines der Ergebnisse des Responsible Investment Report, mit dem F&C Asset Management über sein Engagement im Bereich nachhaltigen Investierens berichtet. Passend zum UN-Klimagipfel, auf dem im November dieses Jahres in Paris eine rechtlich bindende Vereinbarung zur Senkung von CO2-Emissionen getroffen werden soll, legt der Asset Manager in der diesjährigen Ausgabe einen Schwerpunkt auf die strukturellen Risiken, die sich aus einer rasch voranschreitenden Abkehr der Wirtschaft von fossilen Brennstoffen ergeben könnten.
„Wenn die Nachfrage nach fossilen Brennstoffen sinkt, können Förderanlagen und Minen zu sogenannten Stranded Assets werden, also zu Vermögenswerten, die sich nur noch schlecht oder gar nicht mehr veräußern lassen. Durch unser Engagement wollen wir die Aufmerksamkeit der Führungskräfte innerhalb der Öl-, Gas-, Bergbau- und Versorgungssektoren auf dieses Risiko lenken“, erklärt Vicki Bakhshi, Head of Governance & Sustainable Investment bei F&C Investments.
In dem Report zeigt F&C auf, dass viele Unternehmen als Reaktion auf den derzeit niedrigen Ölpreis eher auf kurzfristiges Risikomanagement setzen, und die langfristige Entwicklung vernachlässigen. Das Thema ist seit längerem Teil des Engagement-Prozesses von F&C. Der Asset Manager setzt nun darauf, dass die UN-Diskussionen über ein globales Klimaprotokoll 2015 auch den Dialog mit den Unternehmen beflügeln könnten. „Responsible Investments gewinnen weiter an Bedeutung. Investoren möchten wissen, wo und wie ihr Geld angelegt wird“, sagt Vicki Bakhshi. „Zudem ziehen Regulierungsbehörden und Gesetzgeber nun Investoren für ihre Handlungen zur Rechenschaft. Wir begrüßen diese Entwicklung und wollen unseren Kunden dabei helfen, zusammen mit Unternehmen Engagement-Prozesse anzustoßen.“
Der Responsible Investment Report führt die Gesamtaktivitäten von F&C im Bereich nachhaltiges Investieren auf. Im vergangenen Jahr brachte das Governance-and-Sustainable-Investment-Team von F&C mehr als 800 Unternehmen in 50 Ländern dazu, sich mit sozialen sowie Umweltthemen und den Grundsätzen guter Unternehmensführung zu beschäftigen. F&C stimmte auf Hauptversammlungen über mehr als 65.000 Anträge ab und unterstützte das Management dabei in 77 Prozent der Fälle. In Fragen der Vorstandsvergütung hingegen stimmte F&C nur 44 Prozent der Anträge zu – Vergütungsfragen bleiben eines der kritischen Themen. Insgesamt hinken die USA in Fragen der Corporate Governance hinterher. Dort stimmte F&C auf 91 Prozent der Versammlungen gegen mindestens eine Beschlussvorlage, oder enthielt sich der Stimme.
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