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13:22 Uhr, 05.02.2026

Rheinmetall-Aktie unter Druck - Prognose enttäuscht

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Von Cristina Gallardo

DOW JONES--Rheinmetall steht am Donnerstag an der Börse nach enttäuschenden Aussagen zum Umsatzausblick für 2026 unter Druck. Im Mittagshandel verliert die Aktie des DAX-Konzerns 7,1 Prozent auf 1.560 Euro. Der Rüstungskonzern hatte am späten Mittwoch während einer Telefonkonferenz mit Investoren erklärt, für dieses Jahr einen Konzernumsatz zwischen 13,2 Milliarden und 14,1 Milliarden Euro zu erwarten. Der Mittelwert liegt 12 Prozent unter den Konsensschätzungen von Visible Alpha.

Die Lücke sei auf ein geringeres Wachstum im Verteidigungsbereich als erwartet zurückzuführen, einschließlich des Marinegeschäfts Naval Vessels Lürssen (NVL), dessen Übernahme Rheinmetall derzeit vollzieht, so Analysten von Berenberg in einem Kommentar. Berenberg bezeichnete den Ausblick für 2026 als schwach und fügte hinzu, dies sei eine Überraschung und das Unternehmen habe in der Telefonkonferenz kaum eine Erklärung dafür angeboten.

Rheinmetall bezeichnete die Schätzungen Analysten zufolge für 2026 eher als erste Indikation denn als vollständige Prognose. Der Umsatz im Verteidigungsgeschäft dürfte in diesem Jahr zwischen 15 Milliarden und 16 Milliarden Euro liegen, einschließlich der Umsätze von NVL, so das Unternehmen den Analysten zufolge. Der Auftragseingang könnte 2026 insgesamt 80 Milliarden Euro erreichen, wodurch der Auftragsbestand des Unternehmens bis zum Jahresende auf rund 135 Milliarden Euro steigen würde. Davon dürften 67 Milliarden Euro aus deutschen Verteidigungsaufträgen stammen.

Die operative Marge des Konzerns dürfte zwischen 18 Prozent und 20 Prozent liegen. Der Free Cashflow werde in diesem Jahr voraussichtlich sehr stark ausfallen, angetrieben durch hohe Anzahlungen für Verteidigungsaufträge.

Der Rüstungshersteller expandiert schnell in neue Bereiche, darunter Drohnen und maritime Anwendungen. Gleichzeitig bringt er neue Produkte auf den Markt, um auf den entstehenden Bedarf in Europa zu reagieren, wie etwa das Luftverteidigungssystem Skyranger, das als kostengünstigere Lösung gegen feindliche Drohnen dienen soll.

Jens-Peter Rieck, Analyst bei Mwb-Research, ist der Auffassung, dass die ersten Bewertungen des Skyranger im echten Einsatz in der Ukraine im ersten Quartal dieses Jahres erwartet werden. Diese seien entscheidend. "Sollte der Skyranger nicht die erwartete Leistung erbringen, wird dies erhebliche Auswirkungen auf die breitere Rheinmetall-Equity-Story haben", ergänzte der Analyst.

Die Analysten von Jefferies erklärten, Rheinmetall könnte den Umsatz bis 2030 immer noch vervierfachen. "Wir sehen Rheinmetall weiterhin durch den anhaltend starken Auftragseingang gestützt, insbesondere dank des schnell wachsenden deutschen Verteidigungsetats", schrieben sie in einem Kommentar. "Wir begrüßen auch die Expansion der Gruppe in die Bereiche Luftverteidigungslösungen, Raketen und Marineverteidigung, um langfristiges Wachstum zu sichern."

Kontakt: redaktion.de@dowjones.com

DJG/DJN/kla/cln

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