REVOLUTION MEDICINES - Merck & Co. beendet Übernahmegespräche, Aktie stürzt ab!
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- Revolution Medicines Inc.Kursstand: 117,675 $ (Nasdaq) - Zum Zeitpunkt der VeröffentlichungVerkaufenKaufen
- Revolution Medicines Inc. - WKN: A2PYWG - ISIN: US76155X1000 - Kurs: 117,675 $ (Nasdaq)
Merck & Co. war laut "Wall Street Journal" in fortgeschrittenen Gesprächen, Revolution Medicines für rund 30 Mrd. USD zu übernehmen. Das wäre ein deutliches Aufgeld auf die Marktkapitalisierung gewesen, die vor den ersten Medienberichten bei etwa 16 Mrd. USD lag (stock3 berichtete). Nach Bekanntwerden der Spekulationen stieg der Börsenwert auf über 22 Mrd. USD per Freitag.
Die Verhandlungen sind laut Informanten nun aber abgekühlt. Ausschlaggebend soll Uneinigkeit über den Preis gewesen sein. Formal bestätigt ist der Abbruch nicht, beide Seiten äußern sich nicht, aber Merck & Co. gilt aktuell nicht mehr als aktiver Bieter.
M&A-Strategie von Merck
Merck-CEO Robert Davis hatte bereits auf der JPMorgan Healthcare Konferenz Anfang Januar signalisiert, dass der Konzern sich vor allem auf Transaktionen bis 15 Mrd. USD konzentriert. Größere Deals schließt er nicht aus, er betonte aber, Merck werde "fokussiert und diszipliniert" vorgehen.
Ein Revolution-Medicines-Deal im Volumen von rund 30 Mrd. USD würde klar über dieser inoffiziellen Hausnummer liegen. Vor diesem Hintergrund wirkt es plausibel, dass Preisvorstellungen von Käufer- und Verkäuferseite auseinanderliefen.
Pipeline und Marktfantasie
Revolution Medicines entwickelt Krebsmedikamente, die auf den molekularen Treiber RAS zielen. RAS spielt bei einer Vielzahl von Tumoren eine zentrale Rolle, unter anderem bei Lungen-, Pankreas- und Darmkrebs. Jahrzehntelang galt das Zielprotein als "undruggable", da es technisch extrem schwierig war, es wirksam zu adressieren.
Revolution Medicines versucht genau dieses Problem zu lösen. Besonders im Fokus steht ein Kandidat gegen Pankreaskrebs sowie ein Kandidat für kolorektale Karzinome. Für beide sollen in der ersten Jahreshälfte 2026 wichtige Studiendaten kommen, die für die weitere Bewertung entscheidend sein dürften.
Analysten von Mizuho Securities sehen bei Erfolg erhebliches Umsatzpotenzial. Laut WSJ-Einordnung trauen sie dem Pankreaskrebs-Kandidaten allein weltweit bis zu 10 Mrd. USD Umsatz im Jahr 2035 zu, falls Sicherheit und Wirksamkeit überzeugen.
Onkologie bleibt Top-Spielfeld von Big Pharma
Onkologie zählt zu den attraktivsten Segmenten im Pharmamarkt. Laut Marktforscher Evaluate lag der weltweite Umsatz mit Krebsmedikamenten im vergangenen Jahr bei mehr als 240 Mrd. USD. Einzelne Therapien erreichen Jahrespreise im sechsstelligen USD-Bereich. Entsprechend groß ist der strategische Druck auf Konzerne wie Merck & Co., sich über Deals Pipelinezugang zu sichern.
Vor diesem Hintergrund ist das M&A-Interesse an Revolution Medicines nachvollziehbar. Das Unternehmen war nicht nur bei Merck & Co. auf dem Radar. Das WSJ berichtete Anfang Januar, dass AbbVie in fortgeschrittenen Gesprächen mit Revolution war und dass es mehrere Interessenten gebe. Kurz darauf stellte AbbVie klar, dass man "nicht in Gesprächen" mit Revolution sei.
Sonderstory beendet
Für die Revolution-Medicines-Aktie steht nach der M&A-Euphorie nun wieder stärker der Newsflow aus der Pipeline im Vordergrund. Kurzfristig können Schlagzeilen rund um mögliche Bieter und wieder aufkeimende Verhandlungen hohe Volatilität bringen, mittelfristig dürften aber die Studienergebnisse in Pankreas- und Kolorektalkrebs die Richtung vorgeben.

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