RENK - Weitere Großaufträge im Anmarsch?
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Wer ein Panzergetriebe verkauft, sichert sich weit mehr als einen einmaligen Umsatz. Über Jahrzehnte müssen Verschleißteile ersetzt, Aggregate gewartet und komplette Getriebe überholt werden. Nach historischen Erfahrungswerten kann dieses Folgegeschäft das Drei- bis Vierfache des ursprünglichen Verkaufspreises einbringen. Für Anleger liegt darin ein entscheidender Gewinnhebel, vorausgesetzt, aus der wachsenden militärischen Flotte werden tatsächlich zusätzliche Serviceerlöse.
Genau darauf setzt Renk. Auf einer Investorenkonferenz stellte IR-Manager Christian Weiß das Geschäftsmodell des Augsburger Antriebsspezialisten vor. Dabei räumte er eine "sehr enttäuschende“ Kursentwicklung und eine gegenüber dem Vorjahr deutlich schlechtere Marktstimmung ein. Die operative Perspektive sei davon aber unberührt, betonte er.
Rund drei Viertel des Umsatzes stammen inzwischen aus dem Verteidigungsgeschäft. Bis 2030 soll dessen Anteil auf etwa 90 % steigen. Kern des Konzerns ist Vehicle Mobility Solutions mit rund zwei Dritteln des Umsatzes. Neben Getrieben für militärische Kettenfahrzeuge umfasst das Portfolio Motoren, Fahrwerkskomponenten und Prüfsysteme. Hinzu kommen Marine- und Industrieantriebe sowie Gleitlager. Seine Präsenz in der installierten Basis der zugänglichen Märkte beziffert Renk auf rund 75 %; Russland, China und Nordkorea sind dabei ausgenommen.
