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Kommentar
13:30 Uhr, 29.08.2025

PayPal-Ausfall: Warum das mit Bitcoin nicht passiert wäre

Nachdem es bei PayPal zu einem massiven Zahlungsausfall gekommen war, argumentieren Krypto-Anhänger, dass dies mit Bitcoin nicht passiert wäre. Stimmt das?

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  • Wie zuerst die Süddeutsche Zeitung berichtete, hatte ein Ausfall bei PayPal in den vergangenen Tagen massive Auswirkungen auf den europäischen Zahlungsverkehr.
  • Massenhaft verdächtige Zahlungsanweisungen sollen an Banken weitergeleitet worden sein. Zuvor sollen E-Mail-Adressen von PayPal-Kunden in großem Stil abgefischt worden sein, um damit Zahlungsforderungen auszulösen.
  • Die Summen reichten von mehreren Tausend bis zu Hunderttausend Euro – Beträge, bei denen bei vielen Instituten die Alarmsysteme anschlugen.
  • Eigentlich müssten solche Aufträge auch bei PayPal auffallen, allerdings soll dort das Sicherheitssystem ausgefallen sein. Mehrere deutsche Banken legten daraufhin PayPal-Zahlungen vorübergehend auf Eis.
  • Die Folge: Händler erhielten über diesen Kanal kein Geld – brisant, da ein großer Teil des deutschen Onlinehandels über PayPal läuft.
  • Das Ausmaß ist erheblich: Zahlungen von rund zehn Milliarden Euro sollen blockiert worden sein. Der Deutsche Sparkassen- und Giroverband spricht von Vorfällen mit “erheblichen Auswirkungen” auf den Zahlungsverkehr in Europa, insbesondere in Deutschland.
  • Im Gegensatz zum traditionellen Finanzsystem kommt Bitcoin ohne zentrale Zwischenparteien aus, welche die Zahlungen stoppen könnten. Während Banken und Zahlungsdienstleister wie PayPal jederzeit den Zugang zum Geld einschränken können, ist dies bei der ältesten Blockchain also nicht möglich.
  • Da die Wirtschaft bei diesen Vorfällen einen nicht zu vernachlässigenden Schaden erleidet, sieht so mancher Bitcoiner die Krypto-Leitwährung als Alternative. Und tatsächlich: Die Blockchain läuft seit ihrem Start am 3. Januar 2009 zu rund 99,99 Prozent störungsfrei.
  • Lediglich im Anfangsstadium erlitt das Zahlungsnetzwerk Systemstörungen: 2010 war die Bitcoin-Blockchain für 8 Stunden und 27 Minuten und 2013 für 6 Stunden und 20 Minuten außer Betrieb.
  • Seit 2013, also seit über einem Jahrzehnt, kann das Bitcoin-Netzwerk nun dementsprechend schon mit einer Systemverfügbarkeit von 100 Prozent glänzen. Davon kann das traditionelle Finanzsystem nur träumen. Auch bei Kartenzahlungen kommt es schließlich immer wieder zu Einschränkungen.
  • Zukünftige Bugs und ein folgender Ausfall im Netzwerk der ältesten Kryptowährung sind natürlich nicht auszuschließen, dennoch spricht der Track-Record definitiv für BTC. Ist die Zuverlässigkeit der ältesten Kryptowährung also nicht doch auch ein Argument für deren Anwendung im alltäglichen Zahlungsverkehr?
  • Die Skalierung solcher Transaktionsvolumina direkt auf der Bitcoin-Blockchain ist aufgrund der Geschwindigkeit und den entstehenden Transaktionsgebühren zwar nicht realistisch. Auf Layer-2-Lösungen wie dem Lightning Network, welche mit einer wesentlich höheren Geschwindigkeit und minimalen Handelsgebühren brillieren, wären solche Transaktionsmengen dagegen perspektivisch möglich.
  • Allerdings sollte bei dem Vergleich nicht unterschlagen werden, dass mit dem Einfrieren der Gelder auch kriminellen Machenschaften der Garaus gemacht werden soll. Die freie Zugänglichkeit und pseudonyme Natur der Bitcoin-Blockchain ist also ein zweischneidiges Schwert.
  • Warum man Bitcoin als Zahlungsnetzwerk nicht unterschätzen sollte, lest ihr hier: Bitcoin ist als Zahlungsmittel nicht gescheitert.

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Quellen

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