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10:01 Uhr, 02.09.2026

PALO ALTO NETWORKS: Fast 1 Mrd. Dollar neuer ARR im Quartal

Trotz GAAP-Verlust durch die CyberArk-Integration wächst die NGS-ARR im Quartal um 63 Prozent auf 9,10 Mrd. USD.

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Palo Alto Networks schließt das Geschäftsjahr mit einem Umsatzsprung von 34 % im vierten Quartal ab, doch unter dem Strich steht wegen der CyberArk-Übernahme erstmals seit Langem ein GAAP-Nettoverlust. Für Anleger zählt vor allem, ob das Tempo bei der Kernkennzahl NGS-ARR anhält, und da liefert das Unternehmen einen Wert, der die eigene Prognose deutlich übertrifft.

Auf einen Blick

  • Der Umsatz steigt im vierten Quartal um 34 % auf 3,41 Mrd. USD und übertrifft den Analystenkonsens von 3,35 Mrd. USD.
  • Das bereinigte EPS klettert von 0,95 USD auf 1,02 USD und liegt über der Konsensschätzung von 0,978 USD.
  • Auf GAAP-Basis weist das Unternehmen wegen CyberArk-Integrationskosten einen Nettoverlust von 282 Mio. USD aus, nach einem Gewinn von 254 Mio. USD im Vorjahresquartal.
  • Die Next-Generation-Security-ARR wächst um 63 % auf 9,10 Mrd. USD, mit fast 1 Mrd. USD neuer ARR im Quartal.
  • Für das erste Quartal des Geschäftsjahres 2027 stellt das Unternehmen einen Umsatz von 3,30 bis 3,31 Mrd. USD und ein bereinigtes EPS von 0,96 bis 0,98 USD in Aussicht, beides über dem jeweiligen Konsens von 3,22 Mrd. USD und 0,93 USD.

Palo Alto Networks meldet für das vierte Quartal des Geschäftsjahres 2026 einen Umsatz von 3,41 Mrd. USD, ein Plus von 34 % gegenüber dem Vorjahresquartal und über der durchschnittlichen Analystenschätzung von 3,35 Mrd. USD. Das bereinigte EPS (Non-GAAP) klettert von 0,95 USD im Vorjahresquartal auf 1,02 USD und liegt damit über dem Konsens von 0,978 USD. Das bereinigte Betriebsergebnis steigt von 768 Mio. USD auf 1,0 Mrd. USD.

Auf GAAP-Basis dreht sich das Bild jedoch: Das Unternehmen weist einen Nettoverlust von 282 Mio. USD aus, nach einem Gewinn von 254 Mio. USD im Vorjahresquartal, das verwässerte GAAP-EPS fällt auf minus 0,35 USD. Grund sind einmalige Belastungen aus der CyberArk-Integration: Die Abschreibungen auf erworbene immaterielle Vermögenswerte springen von 37 Mio. USD auf 281 Mio. USD, hinzu kommen 524 Mio. USD aus der Neubewertung der Wandelanleihen und der zugehörigen Capped Calls. Diese buchhalterischen Effekte prägen das GAAP-Ergebnis, während das bereinigte Ergebnis zeigt, dass die operative Entwicklung davon unberührt bleibt. Für die Bewertung der operativen Substanz bleibt daher die Non-GAAP-Linie maßgeblich, während die GAAP-Zahlen vor allem die Kosten der jüngsten Zukäufe abbilden.

Palo Alto Networks: Earnings-Scorecard zum aktuellen Quartalsbericht

Kennzahlen des Quartals im Überblick: Ergebnis, Umsatz und Umsatzverteilung von Palo Alto Networks. (Quelle: Unternehmensangaben)

Die ARR-Maschine läuft heißer als geplant

Die Next-Generation-Security-ARR wächst im Quartal um 63 % auf 9,10 Mrd. USD. Das Unternehmen selbst spricht von knapp 1 Mrd. USD an neu hinzugewonnener ARR in einem einzigen Quartal. Die Restumsatzverpflichtungen (RPO) legen ebenfalls um 34 % auf 21,2 Mrd. USD zu. CEO Nikesh Arora ordnet den Schub in den Kontext der KI-Nachfrage ein und nennt als Fernziel 20 Mrd. USD NGS-ARR bis zum Geschäftsjahr 2030.

Für die Investmentstory bedeutet das: Das klassische Firewall-Geschäft tritt zunehmend in den Hintergrund, während das ARR-Wachstum bei Cortex, Network & AI Security und der frisch integrierten Identitätssicherheits-Sparte von CyberArk den Ton angibt. Der freie Cashflow bestätigt die operative Substanz hinter diesem Wachstum: Der bereinigte freie Cashflow steigt im Quartal von 954 Mio. USD auf 1,29 Mrd. USD, die Marge fürs Gesamtjahr liegt bei 38,4 %.

Palo Alto Networks: Umsatz- und Gewinnentwicklung der letzten Quartale

Umsatz und Ergebnis je Aktie im Quartalsverlauf inkl. Analystenschätzungen. (Quelle: Unternehmensangaben)

Ausblick

Für das erste Quartal des Geschäftsjahres 2027 stellt Palo Alto Networks einen Umsatz von 3,30 bis 3,31 Mrd. USD in Aussicht, das entspricht einem Wachstum von 33 bis 34 % gegenüber dem Vorjahresquartal. Diese implizite Wachstumsrate der Prognose bewegt sich exakt auf dem Niveau des zuletzt gemeldeten Quartalswachstums von 34 % und signalisiert damit eine Fortschreibung des Tempos, keine Beschleunigung. Die Guidance liegt mit ihrem Mittelwert von rund 3,305 Mrd. USD leicht über dem Analystenkonsens von 3,22 Mrd. USD für dasselbe Quartal, das erwartete bereinigte EPS von 0,96 bis 0,98 USD liegt mit seinem Mittelwert von etwa 0,97 USD ebenfalls über der Konsensschätzung von 0,93 USD für dasselbe Quartal.

Für das Gesamtjahr 2027 hebt das Unternehmen die Umsatzprognose auf 14,10 bis 14,20 Mrd. USD an, nach einer zuvor kommunizierten Spanne von 11,415 bis 11,425 Mrd. USD für das nun abgeschlossene Geschäftsjahr 2026. Das bereinigte EPS soll auf 4,16 bis 4,19 USD steigen, verglichen mit der vorigen Prognose von 3,77 bis 3,79 USD für das Vorjahr. Die bereinigte Free-Cashflow-Marge wird mit 38,0 % für das Geschäftsjahr 2027 avisiert, über der zuvor für das Geschäftsjahr 2026 genannten Zielmarke von 37,5 %. CFO Dipak Golechha bekräftigt zudem die Erwartung einer bereinigten Free-Cashflow-Marge von 40 % bis zum Geschäftsjahr 2028.

Kennzahlen im Überblick

Kennzahl 2026 2027e 2028e
Umsatz 11,48 Mrd. USD 13,84 Mrd. USD 15,79 Mrd. USD
EPS 0,40 USD 4,10 USD 4,81 USD

*e = erwartet (Analystenkonsens, bei US-Unternehmen auf Non-GAAP-Basis); Ist-Jahr 2026 wie berichtet (GAAP)

Fazit: Das Quartal zeigt zwei klar getrennte Geschichten: eine operative, die mit hohem ARR-Wachstum und übertroffenem bereinigtem Gewinn überzeugt, und eine bilanzielle, in der die CyberArk-Integration einen GAAP-Verlust erzwingt. Die Guidance für das erste Quartal des neuen Geschäftsjahres schreibt das bisherige Wachstumstempo fort, ohne es zu beschleunigen, liegt aber sowohl beim Umsatz als auch beim EPS über dem Analystenkonsens für dasselbe Quartal. Das Schätz-KGV auf Basis der Analystenschätzungen für das Geschäftsjahr 2027 liegt bei rund 88, bei einem erwarteten Gewinnwachstum von 9 % für dieses Jahr, ein Abstand zum trailing KGV von 96, der keine große Entlastung verspricht. Die Zahlen untermauern die operative Substanz des Geschäfts, ohne der Aktie auf diesem Bewertungsniveau einen offensichtlich neuen Kurstreiber zu liefern.

Dieser Beitrag ist unter Einsatz Künstlicher Intelligenz entstanden.

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