PALO ALTO NETWORKS: 1 Mrd. USD Net-New-ARR – GAAP-Verlust durch Sondereffekt
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Palo Alto Networks meldet ein Rekordquartal mit 34 % Umsatzwachstum, doch unter dem Strich steht ein GAAP-Nettoverlust. Die Aktie notiert in einer ersten Reaktion rund 4,9 % höher.
Der Umsatz des vierten Geschäftsquartals steigt um 34 % gegenüber dem Vorjahresquartal auf 3,41 Mrd. USD und liegt damit über der durchschnittlichen Analystenschätzung von 3,35 Mrd. USD. Das bereinigte EPS (Non-GAAP) klettert von 0,95 USD im Vorjahresquartal auf 1,02 USD und übertrifft den Konsens von 0,978 USD. Das bereinigte Betriebsergebnis (Non-GAAP) steigt von 768 Mio. USD auf 1,01 Mrd. USD, die entsprechende Marge zieht spürbar an.
Auf GAAP-Basis fällt das Bild deutlich anders aus: Der Konzern weist einen Nettoverlust von 282 Mio. USD beziehungsweise ein verwässertes EPS von minus 0,35 USD aus, nach einem Gewinn von 254 Mio. USD respektive 0,36 USD je Aktie im Vorjahresquartal. Ursache ist maßgeblich ein negativer Sondereffekt aus der Bewertungsänderung der Wandelanleihen und Capped Calls in Höhe von 524 Mio. USD sowie hohe Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte aus der CyberArk-Übernahme. Ohne diese buchhalterischen Effekte fiele die operative Entwicklung deutlich stärker aus, als es die GAAP-Zahl zeigt: Der Konzern verbucht einen operativen Cashflow von 1,4 Mrd. USD und einen bereinigten Free Cashflow von 1,29 Mrd. USD, die Marge liegt bei 37,8 %.
Kennzahlen des Quartals im Überblick: Ergebnis, Umsatz und Umsatzverteilung von Palo Alto Networks. (Quelle: Unternehmensangaben)
Die ARR-Dynamik trägt die Story
Die annualisierten Next-Generation-Security-Erlöse (NGS-ARR) wachsen um 63 % auf 9,10 Mrd. USD, allein im vierten Quartal kommt fast 1 Mrd. USD an Net-New-ARR hinzu. CEO Nikesh Arora verweist auf die wachsende Bedeutung von KI-Sicherheitsthemen für die IT-Verantwortlichen der Kunden und nennt als Ziel 20 Mrd. USD NGS-ARR bis zum Geschäftsjahr 2030. Auch die Auftragsbestände (RPO) legen um 34 % auf 21,2 Mrd. USD zu. Diese Kennzahlen zeigen: Das Wachstum stützt sich breit auf die Plattformen Network & AI Security, Cortex und Idira, nicht auf ein einzelnes Produkt.
Mit der Übernahme von Console erweitert Palo Alto Networks zudem die Cortex-Plattform um agentenbasierte Workflows für Unternehmensprozesse. Das signalisiert, dass der Konzern KI-Agenten nicht nur als Bedrohungsvektor behandelt, sondern aktiv als eigenes Produktfeld besetzen will.
Umsatz und Ergebnis je Aktie im Quartalsverlauf inkl. Analystenschätzungen. (Quelle: Unternehmensangaben)
Ausblick
Für das erste Quartal des Geschäftsjahres 2027 stellt Palo Alto Networks einen Umsatz von 3,30 bis 3,31 Mrd. USD in Aussicht, das entspricht einem Wachstum von 33 bis 34 % gegenüber dem Vorjahresquartal und liegt damit knapp über dem Analystenkonsens von 3,22 Mrd. USD für dasselbe Quartal. Die implizite Wachstumsrate der Prognose bewegt sich damit auf dem Niveau des zuletzt gemeldeten Tempos von 34 %: keine Beschleunigung, aber auch keine Verlangsamung. Das bereinigte EPS soll im ersten Quartal zwischen 0,96 und 0,98 USD liegen, womit der Konsens von 0,93 USD leicht übertroffen würde.
Für das Gesamtjahr 2027 rechnet der Konzern mit einem Umsatz von 14,10 bis 14,20 Mrd. USD, einer bereinigten operativen Marge von 29,5 % und einem bereinigten EPS von 4,16 bis 4,19 USD. Die bereinigte Free-Cashflow-Marge soll bei 38,0 % liegen, nach 38,4 % im abgelaufenen Geschäftsjahr, also leicht unter dem gerade erreichten Niveau. Das ist die Fortschreibung eines bereits hohen Niveaus statt eines weiteren Anstiegs, während das Management sein mittelfristiges Ziel von 40 % Marge bis zum Geschäftsjahr 2028 bekräftigt.
Tagesschlusskurse der Palo Alto Networks-Aktie über ein Jahr. (Quelle: stock3)
Kennzahlen im Überblick
| Kennzahl | 2026 | 2027e | 2028e |
|---|---|---|---|
| Umsatz | 11,48 Mrd. USD | 13,84 Mrd. USD | 15,79 Mrd. USD |
| EPS | 0,40 USD | 4,10 USD | 4,81 USD |
*e = erwartet (Analystenkonsens, bei US-Unternehmen auf Non-GAAP-Basis); Ist-Jahr 2026 wie berichtet (GAAP)
Fazit: Das Quartal zeigt zwei Gesichter: operativ und bei den ARR-Kennzahlen ein sauberer Fortschritt mit übertroffenen Erwartungen bei Umsatz und bereinigtem EPS, unter dem GAAP-Strich dagegen ein Verlust, der aus einem klar benannten, nicht operativen Bewertungseffekt der CyberArk-Finanzierung stammt. Die Guidance für das laufende Quartal liegt leicht über dem Konsens und hält die Wachstumsrate auf dem bisherigen Niveau, ohne sie zu steigern. Das trailing KGV von 96,3 wirkt auf den ersten Blick hoch, sinkt aber auf Basis der Gewinnschätzungen von rund 95 für das laufende auf rund 88 für das kommende Geschäftsjahr, während das erwartete EPS-Wachstum bei 9 % liegt. Die Substanz des Wachstums bei ARR und Auftragsbestand liefert der Aktie einen soliden Unterbau, auch wenn der GAAP-Verlust einer genaueren Erklärung bedarf.
Dieser Beitrag ist unter Einsatz Künstlicher Intelligenz entstanden.
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