PALLADIUM unter Druck: Jetzt wird es charttechnisch kritisch
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Willkommen zu einer neuen Ausgabe aus der Welt der Rohstoffe. Heute richtet sich der Blick auf die Feinunze Palladium. Das Edelmetall hat seit Monatsbeginn rund 10,5 % an Wert verloren. Am Donnerstag (28.5.26) stand bereits im frühen Handel ein Minus von bis zu 2 % zu Buche. Damit setzt sich der übergeordnete Abwärtstrend bislang unvermindert fort.
Belastungsfaktoren gibt es derzeit einige: Zunehmende Konjunktursorgen infolge steigender Energiepreise drücken ebenso auf die Stimmung wie der feste US-Dollar. Auffällig ist dabei vor allem die schwächere Entwicklung gegenüber Platin. Während Palladium seit Monatsbeginn deutlich unter Druck geraten ist, verlor Platin im selben Zeitraum lediglich rund 4,2 %.
Das auf Edelmetalle spezialisierte Research-Unternehmen Metals Focus sieht den Hauptgrund im aktuell geringeren Anlegerinteresse an Palladium.
Der Chart bleibt angeschlagen

Charttechnisch präsentiert sich das Bild weiterhin klar bärisch. Der laufende Abwärtstrend ist seit dem bisherigen Jahreshoch bei 2.165 USD aktiv. Seitdem hat Palladium rund 37 % an Wert eingebüßt.
Jetzt rückt vor allem die Zone um 1.340 USD in den Fokus. Diese Unterstützung lässt sich bis in den Herbst 2025 zurückverfolgen und gilt damit als technisch relevante Schlüsselmarke. Sollte dieser Bereich nachhaltig unterschritten werden, dürfte sich der Verkaufsdruck nochmals verschärfen.
Auch der MACD-Trendfolgeindikator sendet derzeit keine Entwarnung: Die Signallage bleibt negativ und spricht kurzfristig eher für Vorsicht als für antizyklische Käufe.
Autoindustrie bleibt der entscheidende Faktor
Fundamental bleibt vor allem der Blick auf die Automobilindustrie wichtig; denn dort wird Palladium überwiegend bei der Herstellung von Verbrenner- und Hybridfahrzeugen eingesetzt. Genau hier liegt aktuell die große Unsicherheit des Marktes.
Komplett abgeschrieben ist die Nachfrage allerdings keineswegs.
"Zu einem spürbaren Nachfragerückgang aufgrund der E-Mobilität sollte es nicht kommen", vermuten die Analysten vom Commerzbank Research. Zudem solle das Palladiumangebot nahezu unverändert bei 9,19 Mio. Unzen liegen, "weil der Rückgang bei der Minenproduktion durch einen Anstieg beim Recycling ausgeglichen wird."
Laut Metals Focus dürfte das Angebotsdefizit in diesem Jahr rund 376 Tsd. Unzen betragen. Damit würde der Palladiummarkt bereits das fünfte Defizitjahr in Folge verzeichnen. Gleichzeitig soll die Palladiumnachfrage lediglich um rund 1 % zurückgehen.
Diese Marken musst Du jetzt kennen
Für eine echte charttechnische Trendwende nach oben braucht Palladium einen dynamischen Anstieg über 1.500 USD. Erst dann wäre sowohl der bestehende Abwärtstrend als auch die 200-Tage-Linie überwunden.
Bis dahin bleibt das Edelmetall vor allem ein spekulatives Tradingvehikel innerhalb klar definierter Marken:
- 1.340 USD als zentrale Unterstützung
- 1.500 USD als wichtiger Widerstand
Mein Fazit: Der Preis für eine Feinunze Palladium bleibt kurzfristig ein Markt für risikobewusste Trader. Solange der Bereich um 1.340 USD hält, besteht die Chance auf eine technische Gegenbewegung. Auf der Oberseite wäre erst oberhalb von 1.500 USD eine nachhaltige Stabilisierung erkennbar. Bis dahin dominieren weiterhin die Verkäufer. Entsprechend sollten Positionen eher kurzfristig geführt und konsequent abgesichert werden.
Strategien
Auf die Feinunze Palladium gibt es verschiedene Derivate, mit denen Du auf steigende oder fallende Preise spekulieren kannst. Nachfolgend zwei Strategien:
Long (Spekulation auf steigende Kurse): Mini Future Optionsschein Call (Hebelzertifikat) – Basis: 1062,95 USD – Knockout: 1116,10 USD – Laufzeit bis: open end – Hebel: 4,3 – ISIN: DE000JH84FH9
Short (Spekulation auf fallende Kurse): Mini Future Optionsschein Put (Hebelzertifikat) – Basis: 1940,98 USD – Knockout: 1843,92 USD – Laufzeit bis: open end – Hebel: 2,4 – ISIN: DE000JZ8CVC0
Das Team
Der Optionsscheine Expert Trader verfolgt regelmäßig die Kurse deutscher und internationaler Einzelwerte und Indizes und spricht bei Bedarf konkrete Kauf- und Verkaufsanregungen aus, die Leser des Optionsscheine Expert Trader unmittelbar umsetzen können. Damit wird ein transparentes Trading gewährleistet. Seit der ersten Ausgabe des Optionsscheine Expert Trader im Oktober 2019 weisen rund 82 % der abgeschlossenen Positionen einen Gewinn aus. Hier findest Du Infos zum Produkt.
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