Analyse
13:10 Uhr, 03.11.2026

ORSTED – Energie-Aktie bald wieder mit Rückenwind?

Während die Börsen in den vergangenen Jahren von Hoch zu Hoch liefen, waren bei Orsted seit 2021 sinkende Kurse angesagt. Mit dem Ausbruch aus dem Abwärtstrend liefert der Energie-Titel jetzt allerdings ein positives Chartsignal.

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  • Orsted A/S - WKN: A0NBLH - ISIN: DK0060094928 - Kurs: 18,185 € (XETRA)

Orsted gehört zu den weltweit führenden Unternehmen aus dem Bereich der Offshore-Windenergie. Die Dänen haben sich in einer radikalen Transformation vom klassischen Kohlekonzern zu einem modernen GreenTech-Unternehmen gewandelt. Heute kommen 99 % der verkauften Energie aus erneuerbaren Quellen.

Spezialisiert hat sich Orsted auf den Bau und den Betrieb von riesigen Windparks auf See. Dieser Geschäftsbereich macht heute über 70 % des Umsatzes aus. Daneben ist Orsted auch in Onshore-Windkraftanlagen, Solarparks, Großbatteriespeichern sowie Bioenergieanlagen tätig.

Der Wandel der vergangenen Jahre war nicht unproblematisch: Hohe Investitionskosten, sinkende Margen, Lieferkettenprobleme und unsichere US-Projekte setzten dem Unternehmen zu. Die wirtschaftlichen Turbulenzen belasteten die Aktie stark. Doch mittlerweile ist möglicherweise Licht am Ende des Umbau-Tunnels zu sehen. Durch harte Sparmaßnahmen und der Fokussierung auf die Kernmärkte soll die Rentabilität stabilisiert bzw. wieder verbessert werden.

Turnaround nimmt Gestalt an

Kürzlich stand Orsted mit der feierlichen Einweihung des Offshore-Windparks Borkum Riffgrund 3 in der Öffentlichkeit. Das Großprojekt an der deutschen Nordsee wird zusammen mit dem Partner Nuveen betrieben – es gehört mit einer Kapazität von 913 Megawatt zu den größten deutschen Windprojekten.

Die letzten Quartalszahlen fielen solide aus, doch das Risiko bleibt kurzfristig hoch. Zwar stieg das operative Ergebnis im letzten Quartal dank einer höheren Stromproduktion um elf Prozent an, gleichzeitig belasten hohe Zinszahlungen für kapitalintensive Offshore-Projekte die Bilanz.

Achtung: Am 5. November veröffentlicht Orsted seine Quartalszahlen zum dritten Quartal des laufenden Geschäftsjahres. An diesem Tag wird sich zeigen, ob das Unternehmen die Jahresprognose von 28 Milliarden Dänischen Kronen bestätigen kann.

Das sagen die Analysten

Das Meinungsbild der Analysten ist von einer vorsichtigen, aber grundsätzlich konstruktiven Erwartungshaltung geprägt. Der breite Konsens stuft die Aktie mehrheitlich als Halte- oder Kauf-Position ein. Das durchschnittliche Kursziel liegt bei rund 170 DKK, was theoretisches Kurspotenzial von rund 25 % ergeben würde (aktuell notiert Orsted bei 135 DKK).

Das positive Lager, zu dem unter anderem Häuser wie Morgan Stanley (Kursziel 220 DKK) oder HSBC (Kursziel 165 DKK) gehören, fokussiert sich stark auf die operative Erholung. Für das Gesamtjahr 2026 prognostizieren die Analysten einen deutlichen Gewinnsprung. Begründet wird dieser Optimismus durch die erfolgreiche Inbetriebnahme von Großprojekten wie Borkum Riffgrund 3 sowie der (Re-)Fokussierung auf den europäischen Markt.

Das skeptische Lager betont dagegen anhaltende makroökonomische Risiken. Analysten der Deutsche Bank oder Goldman Sachs stuften die Aktie auf "Neutral" herab und verweisen auf das anhaltend hohe Zinsniveau. Da Offshore-Windprojekte extrem kapitalintensiv sind, belasten hohe Zinsen die Renditen und treiben die Nettoverschuldung in die Höhe.

Charttechnik hellt sich auf

Orsted gehörte früher zu den absoluten Favoriten an der Börse, bis 2021 verbuchte die Aktie eine atemberaubende Entwicklung. Der Konzernumbau sowie Abschreibungen auf Großprojekte änderten anschließend alles – seit 2021 befindet sich Orsted auf Talfahrt. Von 750 DKK fiel Orsted bis auf 100 DKK im Jahr 2025.

Orsted A/S
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Nach einer längeren Seitwärtsphase verbessert sich erst jetzt die Lage: Erstmals nach einiger Zeit steht der Abwärtstrend zur Disposition. In den vergangenen Tagen konnte Orsted gegen den negativen Gesamtmarkt zulegen. Dabei wurde der charttechnische Abwärtstrend überwunden. Wie nachhaltig dieses Ausbruchssignal ist, muss allerdings noch abgewartet werden, spekulativ-orientierte Anleger stellen aber schon jetzt einen Fuß in die Investment-Tür.

Nach der heftigen Talfahrt der vergangenen Jahre sind die Erwartungen der Börse eher niedrig, die Chancen für eine positive Überraschung bei den Quartalszahlen sind gegeben. Eine starke Erholung der überverkauften Aktie ist mittelfristig möglich.

Sollte sich das neue Chartsignal als tragfähig erweisen, so wären Anschlusskäufe in der Aktie sehr wahrscheinlich. Orsted gehört mindestens auf die Beobachtungsliste. Auf dem ermäßigten Kursniveau ergibt sich insgesamt gesehen ein gutes Chance-Risiko-Verhältnis für den GreenTech-Titel. Konkrete Ein- und Ausstiegs-Signale für die Aktie stelle ich stets im Allstar-Trader vor.

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Im Allstar-Trader beleuchten wir hauptsächlich deutsche Aktien aus dem DAX, MDAX und SDAX. Das Turnaround-Depot setzt gezielt auf zurückgebliebene Wertpapiere mit hohem Kurspotenzial. Mit ausgewählten Qualität-Titeln lassen sich auch abseits der breiten Masse aussichtsreiche Chancen identifizieren – oft unabhängig von der Richtung am Gesamtmarkt.

Kauf- und Verkauf-Signale werden anhand der Charttechnik definiert, wodurch sich ein gutes Risiko-Profil ergibt. Wie erfolgreich dieser Ansatz funktioniert, kann an der Entwicklung der Vergangenheit abgelesen werden (wobei dies nie eine Garantie für die Zukunft darstellt): Selbst in schwachen Marktphasen konnte fast immer eine positive Rendite erzielt werden. Im Allstar-Depot handele ich nicht nur Long-Positionen, sondern setze in bestimmten Phasen über Bear-Zertifikate auch auf sinkende Kurse.

Beste Grüße und gute Trades

Dein

Bernd Raschkowski

P.S.: Jetzt neu: Das Allstar-Depot ist nun Teil des Select-Pakets von stock3. Falls du die nächsten Trades für dein eigenes Depot nutzen möchtest, melde dich gerne über den Link zur kostenlosen Testphase an.

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