Offene Immobilienfonds senken Risiko in der Krise
- Lesezeichen für Artikel anlegen
- Artikel Url in die Zwischenablage kopieren
- Artikel per Mail weiterleiten
- Artikel auf X teilen
- Artikel auf WhatsApp teilen
- Ausdrucken oder als PDF speichern
Frankfurt (BoerseGo.de) - Die Beimischung von offenen Immobilienfonds in ein Portfolio erhöht die Portfoliorendite und reduziert das Risiko auch in der Krise. Dies ergab die Aktualisierung der Ergebnisse der im August 2008 veröffentlichten Studie „Offene Immobilienfonds als wesentlicher Baustein einer erfolgreichen Asset Allocation“, die der BVI Bundesverband Investment und Asset Management beauftragt hatte.
Ein Forscherteam hatte überprüft, ob die Ergebnisse der Ursprungsstudie unter Berücksichtigung der Finanzkrise noch Bestand haben. „Ein wenig risikobereiter Privatinvestor kann gemäß unserer Neuberechnungen das Risiko seines ohnehin schon defensiv ausgerichteten Portfolios durch Beimischung von Offenen Immobilienfonds (OIFs) um 22 Prozent senken“, sagt Professor Johanning, Inhaber des Lehrstuhls für Empirische Kapitalmarktforschung an der WHU Otto Beisheim School of Management (Ergebnis der Studie August 2008: 21 Prozent). Ein eher risikobereiter Privatinvestor kann durch Investition in OIFs das Risiko seines Gesamtinvestments sogar um 42 Prozent reduzieren (Ergebnis der Studie 2008: 32 Prozent).
„Dies gilt genauso in den Portfolios institutioneller Investoren, auch wenn diese Offenen Immobilienfonds oftmals nur bis zu einer gesetzlich vorgegebenen Maximalhöhe von 25 Prozent beimischen dürfen“, erläutert Professor Rudolph, Vorstand des Instituts für Kapitalmarktforschung und Finanzierung an der Ludwig-Maximilians-Universität München.
Die positiven Effekte, auf Basis historischer Daten ermittelt, konnten bei geringer Beimischung und unabhängig von der Länge der Halteperiode festgestellt werden. Der optimale Anteil von Offenen Immobilienfonds im Portfolio risikoscheuer Anleger erhöht sich aufgrund der Finanzmarktkrise von 22 auf 25 Prozent, bei Anlegern mit höherer Risikoneigung von 23 auf 30 Prozent.
Keine Kommentare
Die Kommentarfunktion auf stock3 ist Nutzerinnen und Nutzern mit einem unserer Abonnements vorbehalten.