Öl wird teurer: Stillstand bei Iran-Verhandlungen treibt Preise
- Lesezeichen für Artikel anlegen
- Artikel Url in die Zwischenablage kopieren
- Artikel per Mail weiterleiten
- Artikel auf X teilen
- Artikel auf WhatsApp teilen
- Ausdrucken oder als PDF speichern
Die Ölpreise haben erneut deutlich zugelegt. Brent zur Lieferung im Juni stieg am Dienstag um 2,73 Prozent auf 111,20 US-Dollar je Barrel (159 Liter). Auslöser sind die weiterhin stockenden Gespräche zwischen dem Iran und den USA über ein Ende des Konflikts und die damit verbundenen Risiken für das Angebot.
Die diplomatischen Bemühungen brachten am Wochenende keine Fortschritte. US-Präsident Donald Trump zeigte sich skeptisch gegenüber einem jüngsten iranischen Vorschlag, der eine Öffnung der Straße von Hormus und ein Ende der Kampfhandlungen vorsah; über das Atomprogramm sollte später verhandelt werden. Er lehnte nicht explizit ab, äußerte jedoch Zweifel an der Aufrichtigkeit Teherans. Die Zurückhaltung nährt an den Märkten die Sorge, dass Angebotseinschränkungen länger anhalten und die Preise weiter steigen.
Eine Öffnung der strategisch wichtigen Straße von Hormus ist weiterhin nicht in Sicht. Durch die Meerenge wird ein erheblicher Anteil der weltweiten Öl- und LNG-Lieferungen verschifft; jede Behinderung wirkt auf Preise und Versorgungssicherheit. Vor diesem Hintergrund warnte der Präsident der Eurogruppe, Kyriakos Pierrakakis, vor einer historischen Notlage: Sollte die Seestraße nicht rasch freigegeben werden, drohe die größte Energiekrise. Ausfälle bei Öl und Gas könnten die Dimensionen früherer Schocks, etwa in den 1970er-Jahren oder nach Beginn des Ukraine-Kriegs, übertreffen.
Passende Produkte
| WKN | Long/Short | KO | Hebel | Laufzeit | Bid | Ask |
|---|
