Nur eine gute Woche nach dem IPO braucht SPACEX schon wieder Geld
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SpaceX hat beim Börsengang zwar einen historischen Kapitalzufluss erzielt, doch die neue Anleihe wirft unbequeme Fragen auf. Inklusive vollständig ausgeübtem Greenshoe nahm der Konzern brutto rund 85,7 Mrd. $ ein. Das ist eine Dimension, die normalerweise jahrelang finanziellen Spielraum schaffen sollte. Nur wenige Tage nach dem IPO-Abschluss bereitet SpaceX laut Bloomberg aber offenbar eine Anleihe über mehr als 20 Mrd. $ vor. Dabei geht es den Berichten zufolge nicht um akute Liquiditätsnot, sondern vor allem um Refinanzierung. Der Bond soll eine 20-Mrd.-$-Brückenfinanzierung ersetzen, die bis September 2027 läuft und einen großen Teil der langfristigen Schulden ausmacht.
Trotzdem bleibt der Vorgang erklärungsbedürftig. Wer kurz nach dem größten IPO der Börsengeschichte erneut den Kapitalmarkt anzapft, signalisiert enorme Kapitalbedürfnisse. SpaceX finanziert nicht nur Raketen, Starlink und Satelliten. Der Konzern muss auch alte Schulden ordnen und seine Bilanz für den öffentlichen Markt aufstellen. Eine langfristige Anleihe kann günstiger und planbarer sein als ein kurzfristiger Bankkredit. Sie zeigt aber auch, dass das IPO nicht automatisch eine schuldenfreie Wachstumsgeschichte geschaffen hat.
Für Anleger ist das ein weiteres Warnsignal. Die Börse feiert SpaceX als Plattform aus Raumfahrt, Kommunikation und KI. Die Finanzierungsstruktur zeigt jedoch einen Konzern mit gewaltigem Investitionshunger und erheblicher Verschuldung. Zusätzlich belastend ist die außerordentlich hohe Bewertung (KUV: 130), der niedrige öffentlich handelbare Free-Float von unter 5 % sowie die Stimmrechtsmacht von Elon Musk mit 84,3 %.
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Oliver Kantimm, Bernecker-Redaktion
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