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09:39 Uhr, 12.06.2026

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SpaceX nimmt heute an der Nasdaq den Börsenhandel auf. Der Börsengang wurde in bemerkenswertem Tempo durchgezogen. Der Ausgabepreis liegt bei 135 $ je Aktie, was das Unternehmen mit 1.770 Mrd. $ bewertet. Gleichzeitig fließen SpaceX 75 Mrd. $ frisches Kapital zu. Noch nie hat ein Unternehmen bereits beim Börsengang eine derart hohe Bewertung oder ein so großes Emissionsvolumen erreicht. Auf Derivateplattformen wird bereits gehandelt, als könnte die Aktie mehr als 30 % über dem Ausgabepreis eröffnen. Damit würde SpaceX auf Anhieb zum sechstgrößten börsennotierten Unternehmen der Welt aufsteigen – hinter Amazon, aber noch vor Broadcom. Überraschend ist das nicht: Der Markt kauft die Vision vom neuen Weltraumzeitalter und die Marke Elon Musk, trotz aller Zweifel über die wirtschaftlichen Risiken der Raumfahrt.

So futuristisch die Geschichte auch klingt – die Börsenpremiere von SpaceX erhält ausgerechnet von zwei sehr irdischen Entwicklungen Rückenwind. Nach den heftigen Verlusten der vergangenen Tage legten Halbleiterwerte gestern kräftig zu. Der US-Halbleiterindex sprang um 8 % nach oben und machte damit einen Teil der zuvor aufgelaufenen Verluste von 12,5 % wett. Der Nasdaq 100 gewann 3,3 % und drehte die Verluste der beiden vorherigen Handelstage ins Plus.

Unterstützt wurde die Erholung durch Äußerungen von Donald Trump. Der US-Präsident stellte erneut ein baldiges Friedensabkommen mit dem Iran in Aussicht, was der Markt dankend aufnahm. Die Reaktion aus Teheran fiel zurückhaltend aus. Gleichzeitig mehren sich Berichte, wonach Vizepräsident JD Vance am Wochenende in Europa eine Vereinbarung unterzeichnen könnte. Das würde rechtzeitig vor dem Beginn des G7-Gipfels am Montag in Évian für positive Schlagzeilen sorgen.

Zwei Marktindikatoren deuten darauf hin, dass Anleger diesmal tatsächlich auf eine Entspannung rund um die Straße von Hormus setzen. Der erste ist der Ölpreis: Brent-Rohöl fiel wieder unter 90 $ je Barrel. Der zweite sind Staatsanleihen, die von der Aussicht auf nachlassenden Inflationsdruck profitierten. Gleichzeitig haben Händler ihre Zinserwartungen angepasst: Die Mehrheit rechnet inzwischen nicht mehr mit einer Zinserhöhung der US-Notenbank bis zum Jahresende.

Neben SpaceX, das die Schlagzeilen dominieren dürfte, stehen auch die nachbörslich veröffentlichten Quartalszahlen von Adobe im Fokus. Zwar hob das Unternehmen seine Prognosen an, konnte die Anleger aber nicht vollständig davon überzeugen, gegen die Disruptionen durch die KI immun zu sein. Insgesamt fielen die Ergebnisse dennoch beruhigend aus. Außerdem steht heute in den USA der Verbrauchervertrauensindex der Universität Michigan an.

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