Analyse

NOKIA verliert wichtigen Großauftrag an ERICSSON

Ausgerechnet Ericsson, werden sich die Nokia-Anleger, heute wohl denken, wenn sie die News vom späten gestrigen Abend lesen.

Erwähnte Instrumente

  • Ericsson (Telefon L.M.Ericsson - WKN: 765913 - ISIN: US2948216088 - Kurs: 5,250 $ (Nasdaq)
  • Nokia Oyj - WKN: 870737 - ISIN: FI0009000681 - Kurs: 3,000 € (XETRA)

Der US-Telefonriese AT&T hat sich bei der Anschaffung seiner Telekomausrüstung für den schwedischen Konkurrenten entschieden und die Gewinnziele von Nokia damit außer Reichweite gebracht. Einen Deal über Hardware im Wert von bis zu 14 Mrd. USD über einen Zeitraum von fünf Jahren hat sich Ericsson unter den Nagel reißen können.

Margenziele jetzt außer Reichweite

Nokia muss damit zum erneuten Male eine Warnung aussprechen und sieht seine Margenziele im Segment mit Telekomausrüstung als gefährdet an. Der Aktienkurs taumelt bereits seit Monaten.

Wie weiter berichtet wird, will AT&T bis Ende 2026 70 % seines Mobilfunkverkehrs über offene Plattformen laufen lassen. Hardware und Software sollen auch von Unternehmen wie Corning, Dell, Fujitsu oder Intel stammen. Ericsson musste sich im Vorfeld bereiterklären, seine Software für andere Anbieter zu öffnen. Ähnlich wie in Deutschland United Internet, setzt AT&T künftig voll auf die Open-RAN-Technologie.

Nokia hat bislang rund ein Drittel des Netzwerks von AT&T betreut. Der Austausch ist ein schwerer Schlag. Ob die Hardware oder die fehlende Offenheit gegenüber neuen Technologien eine Rolle gespielt hat, ist unbekannt. AT&T trägt dieses Jahr 5 bis 8 % des Umsatzes im Segment Mobilfunk-Netzwerke bei. Nokia steuert mit Kostensenkungen dagegen, um die Verluste teilweise auszugleichen. So hofft das Unternehmen, zumindest profitabel zu bleiben. Bis die mittelfristigen Margenziele erreicht werden, dürfte es aber jetzt viel länger dauern.

Fazit: Ein harter Schlag gegen Nokia. Es ist für beide Unternehmen langfristig aber kein gutes Zeichen, dass durch Open-RAN zahlreiche Wettbewerber Einlass in den Markt der Mobilfunknetzwerke finden. Da droht am Ende nur ein Preiskampf.

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Sascha Gebhard
Sascha Gebhard
Redakteur

Sascha Gebhard hat nach einer klassischen Ausbildung zum Bankkaufmann im Laufe der Jahre bei verschiedenen Banken gearbeitet. Er absolvierte neben dem Beruf die Studiengänge zum Diplom-Betriebswirt (VWA) sowie den Finanz- und Investment Ökonom (VWA). Von 2008 bis 2016 war er als Eigenhändler auf eigene Rechnung an den Finanzmärkten aktiv. Weiterhin publizierte er für verschiedene Finanzverlage und schrieb zahlreiche Fachartikel rund um das Thema Börse. Die in den jeweiligen Diensten geführten Realgeld- sowie Musterdepots konnte stets überdurchschnittliche Renditen erwirtschaften. Sein Steckenpferd ist seit jeher der deutsche Aktienmarkt, wo er bestens vernetzt ist, und eine Vielzahl an Unternehmen bereits seit mehr als 15 Jahren aktiv verfolgt. Seit 2022 ist Sascha Gebhard fester Bestandteil des Redaktionsteams von stock3. Im Premium-Service Trademate betreut er das Depot "Deutsche Aktien".

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