Analyse
16:20 Uhr, 07.12.2023

NIKOLA - Es wird wieder Geld gebraucht

Die Nikola-Aktie hat auch 2023 einen wilden Ritt hinter sich. Wenig überraschend benötigt das Unternehmen weitere finanzielle Mittel. Der Wert knickt heute zweistellig ein.

Erwähnte Instrumente

  • Nikola Corp
    ISIN: US6541101050Kopiert
    Kursstand: 0,770 $ (Nasdaq) - Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung
    VerkaufenKaufen
  • Nikola Corp - WKN: A2P4A9 - ISIN: US6541101050 - Kurs: 0,770 $ (Nasdaq)

Zuletzt berichtete ich über Nikola Ende März. Die Aktie notierte damals bei 1,40 USD in der Nähe des Rekordtiefs. Was anschließend folgte, war an Volatilität kaum zu überbieten. Zunächst rauschte der Wert auf 0,52 USD in die Tiefe, um anschließend bis auf 3,71 USD in die Höhe zu schießen. Inzwischen ist der Titel wieder im Pennystock-Bereich angekommen.

Fundamental hat sich wenig geändert. Nikola verbrennt weiter massiv Geld. Im dritten Quartal wurden ganz drei Elektro-Trucks ausgeliefert. Zur Produktion machte das Unternehmen keine Angaben. Unterm Strich explodierte der Verlust verglichen mit dem Vorjahreszeitraum von 236 auf 426 Mio. USD. Nur aufgrund einer 250 Mio. USD schweren Kapitalerhöhung verbesserte sich der Barmittelbestand auf knapp 363 Mio. USD. Doch das scheint ebenfalls nicht auszureichen.

Wie Nikola gestern nach Börsenschluss mitteilte, plant es zum einen eine weitere Kapitalerhöhung über 100 Mio. USD und zum anderen die Ausgabe einer Wandelschuldverschreibung über 200 Mio. USD. Damit bleibt Nikola seinem Ruf als Aktiendruckmaschine und Geldvernichter treu.

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Quelle: stock3 Terminal

Geht die Kapitalerhöhung durch, dürfte die Aktienanzahl die 1-Mrd.-Schwelle überschreiten. Seit 2020 hat sich die Zahl der Aktien damit verdreifacht, zudem der Kurs mehr als gezehntelt. Der Wahnsinn hat also einen Namen.

Fazit: Wird es Nikola in einigen Jahren noch geben? Die Chancen stehen eher schlecht. Selbst wenn die aktuell optimistischen Analystenschätzungen eintreffen sollten, dürfte das Unternehmen bis 2027 Geld verbrennen. Die Verwässerungsmaschinerie dürfte also noch eine ganze Weile weitergehen.

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Über den Experten

Bastian Galuschka
Bastian Galuschka
Chefredakteur

Bastian Galuschka ist seit über 20 Jahren an der Börse aktiv. Er entdeckte bereits zu Schulzeiten seine Leidenschaft für die Börse. Über fünf Jahre lang war der Diplom-Volkswirt als Redakteur bei einem bekannten Anlegermagazin tätig und verantwortete dort den Bereich Charttechnik. Seit März 2013 verstärkt er die Redaktion der stock3 AG. Bastian Galuschka kombiniert bei seinen Analysen gerne Fundamentaldaten mit charttechnischen Aspekten. Gerade im Smallcapbereich hat sich der Analyst über viele Jahre ein fundiertes Wissen aufgebaut. Seit Juni 2023 ist Galuschka Chefredakteur von stock3.

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