Kommentar
10:02 Uhr, 16.06.2011

Nickel – unentbehrliches Industriemetall

Der überwiegende Teil der Nickelproduktion wird für die Erzeugung von Stahl und Nickellegierungen benötigt. Nickel ist, als besonders temperaturbeständiges Metall, neben Eisen der Grundstoff zur Herstellung von Edelstahl und verleiht diesem seine besondere Eigenschaften: Korrosions- und Hitzebeständigkeit, sowie die Materialhärtung. Rund zehn Prozent beträgt der Anteil von Nickel bei der Edelstahlproduktion. Diese Eigenschaft des Korrosionsschutzes macht Nickel als Überzugsmetall interessant: so lässt sich zum Beispiel Eisen dank Nickellegierung dauerhaft vor Oxidation schützen. Nickel wird in Form von Erzen abgebaut und tritt häufig in Verbindung mit Kobalt auf. Um einen wirtschaftlichen Abbau gewährleisten zu können, muss der Nickelgehalt des Erzes mindestens einen Anteil von 0.5% betragen.
Experten zu Folge liegen die Reserven abbaufähiger Nickelvorkommen bei 70 Millionen Tonnen in der Konservativen, bei 170 Millionen Tonnen in der optimistischen Schätzung. Setzt man die Werte in Beziehung zu der weltweiten jährlichen Produktionsmenge von über 1.3 Mio. Tonnen, so kann davon ausgegangen werden, dass Nickel in den nächsten Jahren weiterhin verfügbar ist. Die wichtigsten Abbaugebiete befinden sich in Kanada, Russland, Australien, Indonesien, auf Neukaledonien und Kuba.

Die Preise für Industriemetalle im Allgemeinen und somit auch für Nickel befinden sich seit Sommer vergangenen Jahres in einem intakten Aufwärtstrend. Die erstarkte Weltkonjunktur kurbelte die Nachfrage kräftig an, was wiederum die Preise antrieb. Insbesondere der Konjunkturaufschwung in den Schwellenländern und die damit verbundene Notwendigkeit der Stahlproduktionen zeichnen sich für diesen Preiseffekt verantwortlich.

Da der Nickelpreis stark durch die globale Nachfrage der Industrie geprägt ist, überrascht es auch nicht, dass man im Kursverlauf der letzten sechs Monate zwei deutliche Korrekturen erkennen kann. Der Preisauftrieb lässt mit dem schwächeren Wachstumstempo der Weltwirtschaft nach. Die erste Korrektur im Kurs fand im März dieses Jahres mit der Fukushima-Katastrophe statt. Im Zuge dieser Krise schwächt sich die Nachfrage nach Industriemetallen ab, der Preis je Tonne Nickel sank von seinem Allzeithoch über 29.000 USD auf 25.000 USD ab. Nach einer kurzen Erholung bis circa 27.500 USD je Tonne korrigierte der Kurs in den vergangen Wochen deutlich und notiert im Wochenverlauf um die 22.000 USD pro Tonne. Vor allem die sich deutlich abkühlenden Konjunkturaussichten in den Vereinigten Staaten, die sinkende Nachfrage aus den europäischen Ländern sorgen für einen zu erwartende Rückgang der Nachfrage nach Stahl und setzen den Nickelpreis unter Druck. Marktbeobachter berichten bereits von einer zunehmenden Lageraufstockung von Industriemetallen, die einen zukünftigen Preisanstieg begrenzen könnten. Der Spot-Nickelpreis (in Hong Kong) notierte am Dienstag auf einem 7-Monats-Tief. Der 3-Monats-Nickel-Future an der London Metall Exchange (LME) schloss zu Wochenbeginn auf den niedrigsten Stand seit November 2010 bei 22.120 USD je Tonne.

Die Société Générale hat eine Vielzahl von Produkten emittiert, mit denen es möglich ist, an der zukünftigen Entwicklung des Nickelpreises zu partizipieren. Ein interessantes Investment stellt beispielsweise der Open End Turbo Long auf den Nickel Future (WKN: SG1ACX) dar. Mit Open End Turbos können Anleger überproportional an Kursveränderungen von verschiedenen Basiswerten wie Aktien und Indizes, aber auch Rohstoffen oder Wechselkursen partizipieren. Turbo-Zertifikate werden sowohl als Long und als Short angeboten werden, so dass der Investor nicht nur von steigenden, sondern auch von fallenden Kursen profitiert kann.

Der Open End Turbo Long auf Nickel hat seinen Basiswert bei 15.165,56 Punkten, so wie einer Stopp-Loss Barriere bei 16.680,96. Der Hebel beträgt in diesem Fall 3.07, das bedeutet, dass ein Kursanstieg von 1 USD zu einem Gewinn von 3.07 USD führt, jedoch unter Berücksichtigung das Bezugsverhältnisses und eventueller Wechselkursschwankungen.

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