Kommentar
07:15 Uhr, 13.01.2026

Neujahrsaktion +++ Fed im Fokus +++ DAX-Verfallstag

Die US-Zentralbank Fed bzw. ihr Chef Powell sind im Fadenkreuz der Justiz und der DAX steht vor seinem ersten (kleine) Verfallstag im neuen Jahr.

Erwähnte Instrumente

  • Dow Jones
    ISIN: US2605661048Kopiert
    Kursstand: 49.590,20 Pkt (NYSE) - Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung
  • DAX
    ISIN: DE0008469008Kopiert
    Kursstand: 25.405,34 Pkt (XETRA) - Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung
  • Dow Jones - WKN: 969420 - ISIN: US2605661048 - Kurs: 49.590,20 Pkt (NYSE)
  • DAX - WKN: 846900 - ISIN: DE0008469008 - Kurs: 25.405,34 Pkt (XETRA)

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Die Fed im Fokus

Die Meldung des Wochenendes ist die juristische Anschuldigung gegen Fed-Chef Powell.

Fed-Chef Powell im Fadenkreuz der Justiz

Am Freitag hat das US-Justizministerium der US-Zentralbank ("Fed") Vorladungen vor die Grand Jury zugestellt und mit einer strafrechtlichen Anklage im Zusammenhang mit Powells Aussage vor dem Bankenausschuss des Senats im Juni 2025 gedroht. Dabei ging es unter anderem um ein mehrjähriges Projekt zur Renovierung historischer Bürogebäude der Fed.

Die Staatsanwaltschaft des District of Columbia will klären lassen, ob Powell das Parlament möglicherweise über das tatsächliche Ausmaß der Umbauarbeiten getäuscht hat. Der finanzielle Aufwand für das Vorhaben überstieg die ursprünglichen Schätzungen erheblich.

Dazu gab es schon verbale Vorstöße von US-Präsident Trump, der zudem aus diesem Anlass im Juli 2025 höchstpersönlich eine Baustelle der Fed besuchte.

Ein bemerkenswertes Statement

Nun wird also tatsächlich Ernst gemacht. Und das nicht nur seitens der Regierung. Auch Powell wehrt sich nun nach Kräften. Hatte der Fed-Chef bisher die Attacken der Politik tief gehängt und kaum kommentiert, so gab er nun – aufgrund dieser Vorladungen – ein bemerkenswertes persönliches Statement ab, das es wert ist, hier auszugsweise wiedergegeben zu werden:

"Bei dieser neuen Drohung geht es nicht um meine Aussage vom vergangenen Juni oder um die Renovierung der Gebäude der Federal Reserve. Es geht auch nicht um die Aufsichtsfunktion des Kongresses; die Fed hat durch Aussagen und andere öffentliche Bekanntmachungen alles getan, um den Kongress über das Renovierungsprojekt auf dem Laufenden zu halten. Das sind nur Vorwände. Die Androhung strafrechtlicher Schritte ist eine Folge davon, dass die Federal Reserve die Zinssätze auf der Grundlage unserer besten Einschätzung dessen festlegt, was dem öffentlichen Interesse dient, anstatt den Präferenzen des Präsidenten zu folgen.

Es geht darum, ob die Fed weiterhin in der Lage sein wird, die Zinssätze auf der Grundlage von Fakten und wirtschaftlichen Bedingungen festzulegen – oder ob die Geldpolitik stattdessen durch politischen Druck oder Einschüchterung gelenkt wird.

Ein beispielloser "offener Krieg"

Eine derart klare Wertung und Zurückweisung ist absolut außergewöhnlich für einen Zentralbanker, der normalerweise äußerst zurückhaltend formuliert.

In den Medien ist daher von einem "offenen Krieg zwischen US-Regierung und Fed" die Rede und natürlich wird dieser Konflikt "historisch beispiellos" genannt – denn das ist er.

Die entscheidende Frage für uns ist, wie die Märkte das aufnehmen.

Was die Märkte sagen

Der Dow Jones begann jedenfalls die Woche im Nachthandel mit Verlusten:

Dow Jones CFD (BI 2026-01-12)
Statischer Chart
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    TTMzero Indikation

Diese hielten sich aber zunächst im Rahmen (ab Beginn des offiziellen Handels setzte dann einer Erholung ein); auch die Zinsen stiegen nur leicht, während der Dollar weiter nachgab. Die deutlichste Marktreaktion sahen wir noch bei Gold, wo der Preis um bis zu 2,5 % auf ein neues Allzeithoch stieg.

Insgesamt sind die Ausschläge bei den Kursen aber noch verhalten. Das mag sich im weiteren Verlauf des Konflikts ändern, insbesondere wenn die Grand Jury – die über die Zulassung der Klage vor einem Gericht entscheidet – dem Antrag der Staatsanwaltschaft auf Klageerhebung zustimmt. Weitere Termine in dieser Sache sind jedoch noch nicht offiziell bekannt.


Der DAX zum Januar-Verfallstag

Und damit zum DAX und seinem bevorstehenden (kleinen) Januar Verfallstermin am Freitag dieser Woche.

Vor einer starken Hürde

Viel muss man dazu in der aktuellen Situation nicht sagen, denn die Konstellation ist so klar wie selten. Im Verfallstagsdiagramm …

Quelle: https://www.stockstreet.de/boersen-tools/verfallstag-diagramm#/

... liegt die größte Hürde, also die mit weitem Abstand größte Call-Position (blaue Balken), bei 25.500 Punkten – und damit kurz über dem aktuellen DAX-Kurs (ca. 25.407 Punkte):

DAX (BI 2026-01-12)
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Live-Chart
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    L&S

Die Perspektiven bis zum Verfallstag

Es erscheint nahezu unvorstellbar, dass die Bullen nach der jüngsten Rally von 10,8 % in 31 Handelstagen noch die Kraft besitzen, auch diese Hürde zu überrennen – und die Stillhalter dieser Riesen-Position das zulassen. Zumal der DAX nach diesem Anstieg kurzfristig klar überkauft ist und bereits seinen Aufwärtstrend dabei mehrfach beschleunigt hat (siehe Chart).

Nach unten hat er dagegen laut dem Verfallstagsdiagramm zunächst problemlos Platz bis 25.200 Punkte; erst danach erlaubt die abnehmende Zahl relevanter Positionen einen gemächlicheren Verlauf. Markante Kursziele aus Sicht der Stillhalter sind dann 25.000, 24.700 und 24.500 Punkte, also auch die markanten Marken im Chart.

Allerdings sollte man nach der jüngsten Rally auch keinen zu starken Rückschlag erwarten, vor allem nicht in den paar Tagen bis zum Verfallstag. Sofern es also keine weiteren schlechten Nachrichten gibt, sollte der DAX bis zum Verfallstermin über seinen Hochs von 2025 bleiben. Die Chancen stehen dann aus meiner Sicht sogar recht gut, dass er bis dahin die 25.000er Marke halten kann.

PS: Und denkt dran: Noch läuft die Stockstreet-Neujahrsaktion, aber die Plätze werden weniger…

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