Die Bullen trotzen allen Unkenrufen
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Erwähnte Instrumente
- DAX - WKN: 846900 - ISIN: DE0008469008 - Kurs: 25.189,43 Pkt (XETRA)
- Dow Jones - WKN: 969420 - ISIN: US2605661048 - Kurs: 49.662,66 Pkt (NYSE)
In der jüngsten Zeit wurden wieder die altbekannten Risiken beschworen – allen voran das Platzen der KI-Blase. Ausgelöst wurde dies durch die Schwäche von Softwareaktien Anfang Februar. Aber obwohl es einige bärische Signale gab, trotzen die Bullen bisher diesen und anderen Unkenrufen.
Der DAX nach den „tollen Tagen“
Daran hat sich auch während der „tollen Tage“ in dieser Woche nichts geändert. Im Gegenteil: Der DAX sprang gestern wieder dynamisch über 25.000 Punkte. Und das, obwohl er in den beiden Tagen zuvor an genau dieser Marke gescheitert war (siehe schwarzer Pfeil im folgenden Chart):

Mit dem gestrigen Anstieg hat der DAX die große Kurslücke von Mitte Januar geschlossen (grau). Wie in der Verfallstagsanalyse am vergangenen Freitag betont, führen Kurse über 25.000 Punkte voraussichtlich zu verstärkter Dynamik – und genau das haben wir gestern gesehen!
Mit Blick auf den Verfallstag am Freitag muss man weiterhin mit einem erneuten Rückgang in Richtung der 25.000er Marke rechnen. Die gestrige Tageskerze deutet zwar ein gegenteiliges Szenario an, aber formal ist der DAX immer noch in einer Konsolidierungsformation, die sich als möglicher flacher Abwärtskanal (gestrichelte rote Linien) abzeichnet.
Dennoch gilt auch für den DAX: Selbst, wenn die aktuelle Stärke „nur“ dem Verfallstag zu verdanken ist, trotzen die Bullen den diversen Unkenrufen – und die Bären können trotz guter Vorgaben keinen entscheidenden Vorteil gewinnen.
Dow Jones: Wichtige Marken wurden verteidigt!
Das zeigt sich auch für die US-Indizes.
Der Dow Jones hat z.B. am 6. Februar die 50.000-Punkte-Marke geknackt. In der Vorwoche konnte er dieses wichtige Niveau zunächst verteidigen, wenn auch nur knapp. Am vergangenen Donnerstag gab es jedoch einen Rückfall, der kritisch werden konnte:

Dabei wurde auch die blaue Linie durch die vorherigen Hochs gebrochen, was aus übergeordneter Sicht ebenfalls ein potenziell stark bärisches Signal war.
Doch der Rückfall ging zunächst nicht weiter, auch wenn der Kurs das Niveau der alten Hochs (blaue Linie) zunächst nicht wiedererobern konnte. Aber er verteidigte sowohl die Unterkante der möglichen Keilformation (graues Dreieck) als auch die rot gestrichelte Parallellinie durch dessen Oberkante – blieb also in einem schmalen Aufwärtstrend.
Bullish? Vielleicht. Bearish? Auf keinen Fall!
Man kann darüber diskutieren, ob die jüngsten Kursbewegungen bullisch sind oder nicht, aber klar ist, dass sie auf keinen Fall klar bärisch sind. Und das ist nach den jüngsten, zum Teil recht kritischen Umkehrsignalen schon deutlich mehr, als man erwarten durfte.
Und gestern kehrte der Kurs zunächst ähnlich dynamisch über die blaue Linie zurück wie der DAX über die 25.000-Punkte-Marke. Damit sind die Bullen wieder im Vorteil, womit – wie hier schon öfter gesagt – die Rally der großen Indizes weitergehen könnte.
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