NETFLIX - Alles Wichtige aus dem Analystencall
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Es gibt Sätze, die beruhigen sollen und gerade deshalb aufhorchen lassen. "Unsere Strategie ist unverändert”, stellte Co-CEO Ted Sarandos gleich zu Beginn der Analystenrunde zum dritten Quartal klar. Die erste Frage hatte ihn dazu gedrängt: wie Netflix einen Wettbewerbsvorteil zurückgewinnen und die Stimmung der Anleger drehen wolle. Schon diese Wortwahl verrät, wie sehr sich der Blick auf einen Konzern verändert hat, der jahrelang das Tempo der gesamten Branche vorgab.
Was folgte, war das Selbstporträt eines Unternehmens, dem es gut geht und das weiß, dass gut nicht reicht. "Das Engagement unserer Kunden ist solide”, sagte Co-CEO Greg Peters über den Heimatmarkt USA, "aber wir wissen, dass wir es besser können. Und dieses Besser ist unser Aufwärtspotenzial.” Das Ziel formulierte er knapp: von sehr gut zu großartig.
Noch deutlicher wurde Sarandos mit einem Bild aus dem Baseball. Netflix habe in den USA in diesem Jahr viele solide Treffer gelandet, "Doubles und Triples”, doch der Rest der Welt sei darauf angewiesen, dass einige dieser Titel zu echten Homeruns werden, die um den Globus reisen. Die Logik ist simpel: Ein amerikanischer Megahit füllt nicht nur das heimische Programm, er trägt die Plattform in rund 190 Ländern. Fehlt er, fehlt der globale Hebel.
