Nasdaq-100 Index® - Unter Druck!
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Unter Druck!
Am vergangenen Freitag gerieten die amerikanischen Technologiewerte stärker unter Druck. Dabei musste der Nasdaq-100® eine deutliche Abwärtskurslücke (29.257/28.713 Punkte) hinnehmen. Auf Wochenbasis steht die dritte Verlustwoche in Folge zu Buche. Aus charttechnischer Sicht sollten Anleger damit die Schlüsselzone bei rund 28.000 Punkten im Blick haben. Auf diesem Niveau fallen diverse Tiefpunkte der letzten Monate mit der 200-Tage-Linie (akt. bei 27.927 Punkten) zusammen. Ein Bruch dieser Bastion wäre der nächste Nackenschlag für den Nasdaq-100®. Das Risiko einer größeren Topbildung steigt dann bei einem Abgleiten unter das Julitief bei 27.176 Punkten nochmals deutlich an. Einige Chipwerte musste zum Wochenabschluss zum Teil zweistellige Kursverluste verkraften. Beim Philadelphia Semiconductor Index steht damit die zuletzt diskutierte Kreuzunterstützung bei rund 10.500 Punkten im Feuer (siehe „HSBC Daily Trading“ vom 28. Oktober). Ein Bruch dieser Bastion würde sicher auch das Rückschlagrisiko beim Nasdaq-100® nochmals verschärfen. Um den größten Druck von den US-Technologietitel zu nehmen, gilt es dagegen, die angeführten Abwärtskurslücke möglichst zeitnah zu schließen.
Nasdaq-100 Index® (Daily)
Quelle: LSEG, tradesignal² / 5-Jahreschart im Anhang
5-Jahreschart Nasdaq-100 Index®
Quelle: LSEG, tradesignal²
Zündet die nächste Erholungsstufe!?!
„Make or break“ lautet oftmals das Investmentmotto, wenn sich ein Wertpapier einer richtungsweisenden, charttechnischen Schlüsselzone nähert. Die Merck-Aktie liefert dafür derzeit ein absolutes Lehrbuchbeispiel. Seit Monaten bewegt sich der Titel im Dunstkreis der 38-Monats-Linie und des übergeordneten Abwärtstrends seit Dezember 2021 (akt. bei 137,87/142,61 EUR). Der Bruch des seit fünf Jahren andauernden Baissetrends liefert jetzt ein echtes Lebenszeichen der Bullen. Aus charttechnischer Sicht könnte sich nach der vorangegangenen Bodenbildung ein neuer Aufwärtsimpuls entwickeln (siehe Chart). Die untere Umkehr liefert dabei ein Kernargument, denn deren Kursziel lässt sich auf rund 160 EUR taxieren. Mit anderen Worten: Dieses Anschlusspotenzial legt die nächste positive Weichenstellung nahe. Zusätzlichen Rückenwind liefern die Indikatoren: Sowohl der MACD als auch die Relative Stärke (Levy) machen Mut und signalisieren, dass sich die Marktverfassung gegenüber den zurückliegenden Monaten verbessert hat. Im Sinne eines aktiven Money Managements bietet sich eine enge Absicherung auf Basis des Septembertiefs bei 129 EUR an. Schließlich fällt diese Marke exakt mit der Nackenlinie der o. g. Bodenbildung zusammen.
Merck KGaA (Monthly)
Quelle: LSEG, tradesignal² / 5-Jahreschart im Anhang
5-Jahreschart Merck KGaA
Quelle: LSEG, tradesignal²
Doppelte Trendwende als Mutmacher
„Kleiner Boden, großer Boden“ – das ist derzeit das charttechnische Setup der Sartorius-Aktie. Der Reihe nach: Die kleine Bodenbildung seit Februar wurde zuletzt erfolgreich abgeschlossen. Anschließend konnte der Titel zudem die größere Umkehrformation komplettieren, welche sich über die vergangenen zweieinhalb Jahre herausgebildet hat (siehe Chart). Ein besonderes Ausrufezeichen liefert dabei die Rückeroberung der 200-Wochen-Linie (akt. bei 269,82 EUR). Unter dem Strich verbessert sich damit das langfristige Chance-Risiko-Verhältnis deutlich. Schließlich eröffnet die große Trendwende ein langfristiges Anschlusspotenzial von rund 100 EUR und diverse trendfolgenden Indikatoren (z. B. MACD, Relative Stärke nach Levy) bestätigen den doppelten Ausbruch. Das angeführte Kurspotenzial reicht aus, um perspektivisch die horizontalen Barrieren bei rund 380 EUR ins Visier zu nehmen. Trotz der aktuellen Steilvorlage ist eine abgeschlossene Bodenbildung kein Freifahrtschein. Deshalb ist – wie immer – Disziplin gefragt: Als Stop-Loss bietet sich die o. g. langfristige Glättung an, denn deren Rebreak würde die „doppelte Trendwende“ mit einem dicken Fragezeichen versehen.
Sartorius AG Vz. (Weekly)
Quelle: LSEG, tradesignal² / 5-Jahreschart im Anhang
5-Jahreschart Sartorius AG Vz.
Quelle: LSEG, tradesignal²
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