DAX® - Richtungsentscheidung: Das sind die Taktgeber!
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Richtungsentscheidung: Das sind die Taktgeber!
Gestern hatten wir an dieser Stelle auf den geringen Anteil (17, 3 %) der „neutral“ gestimmten US-Privatanleger hingewiesen. Da uns eine Rückfrage zur aktuellen Sentimenterhebung der American Association of Individual Investors (AAII) erreicht hat, gehen wir nochmals kurz auf die niedrige Neutralitätsquote ein. In der Vergangenheit hat ein solcher Grad an Unentschlossenheit regelmäßig das Entstehen eines neuen Trendimpulses begünstigt. Das ist der Nährboden, auf dem eine neue Trendbewegung entstehen kann. Eine bessere Überleitung zum DAX® kann es kaum geben, denn die deutschen Standardwerte sind weiterhin zwischen der 50- und der 200-Tage-Linie (akt. bei 25.646 bzw. 24.880 Punkten) gefangen. Während die kürzerfristige Glättung zusammen mit dem jüngsten Verlaufshoch bei 25.694 Punkten das entscheidende Barrierenbündel in Sachen „Bodenbildung und versöhnliches Jahresende“ definiert, bildet der meistbeachtete gleitende Durchschnitt eine Absicherung auf der Unterseite von strategischer Tragweite. Um echten, charttechnischen Stress beim DAX® zu verhindern, gilt es, diese Bastion in Zukunft unbedingt zu verteidigen.
DAX® (Daily)
Quelle: LSEG, tradesignal² / 5-Jahreschart im Anhang
5-Jahreschart DAX®
Quelle: LSEG, tradesignal²
Die Hälfte der Einzeltitel im Bärenmarktmodus
Seit Mai bewegt sich der Nasdaq-100® nur noch seitwärts und pendelt dabei um die runde 30.000er-Marke. Dennoch befindet sich das bisherige Allzeithoch (31.361 Punkte) weiterhin in absoluter Schlagdistanz. Deshalb ist es umso bemerkenswerter, dass verschiedene Marktbreiteauswertungen durchaus zur Vorsicht mahnen. Wir haben heute für jedes einzelne Indexmitglied aus dem US-Technologiebarometer den Abstand zu den jeweiligen Jahreshochs ermittelt. Regelmäßig sind die 52-Wochen-Hochs dabei gleichbedeutend mit den aktuellen Allzeithochs. Im Durchschnitt notieren die 100 Indexmitglieder 23 % unterhalb der jeweiligen Jahreshochs. 55 Einzelaktien weisen dabei einen Abstand von mehr als 20 % zum 52-Wochen-Hoch auf. Eine Korrektur um 20 % wird regelmäßig als Schwelle für den Beginn eines Bärenmarktes angesehen. Mit anderen Worten: Über die Hälfte der Einzelaktien befindet sich im Bärenmarktmodus. Auf der anderen Seite notieren lediglich 13 Aktien innerhalb einer 5 %-Spanne zum jeweiligen Verlaufshoch. Die Apple-Aktie gehört dazu, notiert nahezu auf Rekordlevel und bildet innerhalb des Technologiesektors einen „Hort der Stabilität“. Unter der Oberfläche – auf Einzeltitelebene – findet die Korrektur bereits statt.
Nasdaq-100 Index® (Daily)
Quelle: LSEG, tradesignal² / 5-Jahreschart im Anhang
5-Jahreschart Nasdaq-100 Index®
Quelle: LSEG, tradesignal²
Abgeschlossene Bodenbildung
Die Aktie von Scout24 ist derzeit technisch überaus spannend. Nach der scharfen Korrektur seit Juli 2025 läuft aktuell eine nachhaltige Trendwende. Für ein erstes, wichtiges Signal sorgte in diesem Kontext die Rückeroberung der 200-Wochen-Linie (akt. bei 77,06 EUR), die häufig als Gradmesser für den langfristigen Trend dient. Noch wichtiger ist aus charttechnischer Sicht allerdings das alte Allzeithoch bei knapp 80 EUR. Zusammen mit den jüngsten Verlaufshochs definiert dieses Level die Nackenlinie der größeren Bodenbildung seit Februar (siehe Chart). Dank des Spurts über die beschriebenen Hürden ist der Titel in Sachen „Trendwende“ jetzt einen entscheidenden Schritt weiter. Rückenwind kommt vom MACD, der auf seiner Signallinie aufsetzte und danach sofort wieder nach oben abdrehte. Auch der „HSBC Trendkompass“ – unsere wöchentliche, objektive Auswertung – signalisiert für die Scout-Aktie wieder einen stabilen kurz- und langfristigen Aufwärtstrend. Während sich aus der Höhe der unteren Umkehr ein Anschlusspotenzial von 18 EUR ergibt, bietet sich der o. g. Durchschnitt der letzten 200 Wochen als strategische Absicherung an.
Scout24 (Weekly)
Quelle: LSEG, tradesignal² / 5-Jahreschart im Anhang
5-Jahreschart Scout24
Quelle: LSEG, tradesignal²
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