Morning-Flash: Vor NVIDIA-Zahlen: Chipwerte in Taiwan und Südkorea gefragt
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Vor den Quartalszahlen von NVIDIA am Abend halten sich die Futures nahezu unverändert. In Asien ziehen dagegen Taiwan und Südkorea an, getragen von optimistischen Erwartungen an den Chipkonzern. Für den deutschen Handelsstart deutet sich damit ein richtungsloser Auftakt an.
Aktuelles Marktgeschehen
Der DAX-Future notiert vorbörslich bei 26.267 Punkten und damit 0,03 % unter dem Vortagsschluss. Auch die US-Futures treten auf der Stelle: Der S&P-500-Future steht bei 7.673 Zählern (minus 0,06 %), der Nasdaq-100-Future bei 29.181 Punkten (minus 0,10 %), während der Dow-Jones-Future mit 53.580 Punkten unverändert in den Tag geht. Die leichte Schwäche der Technologie-Futures gegenüber dem Dow bleibt marginal, spürbare Impulse dürften erst nach den NVIDIA-Zahlen am Abend entstehen. Für den deutschen Start zeichnet sich damit ein weitgehend unveränderter Auftakt ab.
Bei den Rohstoffen fällt vor allem Brent-Öl auf: Der Preis gibt 2,97 % auf 85,95 USD nach, was den Inflationsdruck für Industrie und Verbraucher dämpft. Gold notiert mit 4.701,9 USD 0,16 % fester, Bitcoin gewinnt 0,72 % auf 79.097,67 USD.
Vorbörsliche Tops & Flops
| Wert | Vorbörslich |
|---|---|
| Merck & Co. | +1,47 % |
| NVIDIA | +1,30 % |
| Qiagen | +1,04 % |
| SAP | -2,30 % |
| Salzgitter | -2,16 % |
| VERBIO Vereinigt.BioEnergie | -2,10 % |
Ausblick
Im Zentrum steht um 14:30 Uhr der US-PCE-Preisindex für Juli, erwartet werden 0,1 % zum Vormonat und 3,6 % im Jahresvergleich. Zeitgleich werden die Auftragseingänge langlebiger Güter veröffentlicht. Nach US-Handelsschluss berichten NVIDIA, Salesforce, CrowdStrike und Synopsys, vorbörslich meldet Williams-Sonoma.
Die wichtigsten Konjunkturtermine und Quartalszahlen des Handelstags im Überblick.
Europa
Geldpolitisch sorgt EZB-Direktorin Isabel Schnabel für Gesprächsstoff: Sie sieht die Wirtschaft weiter an Dynamik gewinnen, rechnet mit einer anhaltend über 2 % liegenden Inflation und bekräftigt, dass die Zinsen wegen der Inflationsrisiken weiter steigen müssen. Das ist ein bemerkenswert restriktiver Ton, der Zinssensitive im Blick behalten lässt. Auf Unternehmensseite belastet die SAP-Aktie eine Abstufung durch die UBS von Buy auf Neutral.
Aroundtown meldet ein stabiles erstes Halbjahr: Die Nettomieteinnahmen liegen bei knapp 591 Mio. EUR, das FFO I bei 143,8 Mio. EUR und damit 4 % unter dem Vorjahreswert, während die Mieten vergleichbar um 2,7 % zulegten. Die Jahresprognose von 275 bis 305 Mio. EUR beim FFO I wurde bestätigt, wobei Wohnungen und Hotels stark laufen und das deutsche Bürogeschäft gedämpft bleibt. SoftwareOne kommt im ersten Halbjahr auf ein bereinigtes EBITDA von 203,8 Mio. CHF, ein bereinigtes Ergebnis je Aktie von 0,33 CHF und einen operativen Cashflow von 90,1 Mio. CHF; der Umsatz- und EBITDA-Ausblick für 2026 steht. Bei Volkswagen erläuterte Konzernchef Oliver Blume auf Betriebsversammlungen in Emden und Zwickau die Sparmaßnahmen: Werksschließungen sind nicht beschlossen, belastbare Perspektiven sollen in sechs bis zwölf Monaten vorliegen.
Asien
Die Halbleiterbörsen führen den Handel an: Der TSEC Weighted Index in Taiwan gewinnt 1,48 %, der KOSPI 1,45 %, beide getragen von optimistischen Erwartungen an die NVIDIA-Quartalszahlen. Der Nikkei 225 und der Hang Seng Index legen jeweils 0,73 % zu, der SSE Composite steigt um 0,64 %, der Sensex um 0,16 %. Der S&P/ASX 200 gibt 0,28 % nach, nachdem die australische Inflationsrate mit 3,5 % im Jahresvergleich über der Erwartung von 3,3 % lag.
Bei den Einzelwerten steht Samsung Electronics im Fokus, das von der Massenproduktion von NVIDIAs Groq 3 LPX profitiert und der Profitabilität seiner Foundry-Sparte näher rückt. TSMC liefert mit 2-nm-Technologie den M6-Chip für Apples neue Mac-mini-Linie. LG Display gewinnt Marktanteile, weil TCL bei der Monitor-Expansion auf OLED-Panels umschwenkt. Bei SK Hynix lehnten die Betriebsräte die Lohnvereinbarung 2026 ab, sodass beide Seiten in Neuverhandlungen gehen. In Japan richtet sich die Aufmerksamkeit auf den Erzeugerpreisindex für Dienstleistungen im Hinblick auf den Septemberentscheid der Bank of Japan.
USA
Nachbörslich übertraf Intuit mit 4,35 Mrd. USD Umsatz und einem Non-GAAP-Ergebnis je Aktie von 4,03 USD die Erwartungen deutlich, wobei Barclays das Kursziel dennoch von 443 auf 408 USD senkte.
Im Mittelpunkt steht NVIDIA: Das auf der Hot Chips 2026 vorgestellte Server-Rack Vera Rubin bietet einen 30-mal höheren Datendurchsatz als der Vorgänger GB300 NVL 72 bei deutlich niedrigeren Kosten je Token, taiwanische KI-Serverhersteller rechnen mit Auftragssicht bis 2028. Zugleich sind die Ausfallversicherungsprämien für NVIDIA, Broadcom und Oracle spürbar gestiegen, bei Oracle über das Niveau der Finanzkrise hinaus. SoftBank erwägt eine Anleiheemission über bis zu 20 Mrd. USD zur Finanzierung von OpenAI. Merck & Co. erreichte im Fahrwasser positiver Impulse aus dem Melanom-Impfstoffsegment erneut ein Rekordhoch. Bei Dick's Sporting Goods senkten Barclays und BTIG die Kursziele deutlich, während JPMorgan für Zscaler und D.A. Davidson für MongoDB die Ziele anhoben. Am Bankenmarkt sind die unrealisierten Verluste der US-Institute im zweiten Quartal in Folge gestiegen, auf 326,7 Mrd. USD.
Dieser Beitrag ist unter Einsatz Künstlicher Intelligenz entstanden.
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