Mongolischer Rohstoffreichtum
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Nicht zuletzt der Besuch der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel dürfte die Mongolei wieder in den Blickpunkt der deutschen Öffentlichkeit gerückt haben. Merkel schloss ein Rahmenabkommen für die Zusammenarbeit im Rohstoffbereich mit ihrem mongolischen Amtskollegen. Dabei steht nicht nur der Abbau von Kohle im Vordergrund, sondern insbesondere auch die Erschließung von seltenen Erden in der Mongolei. Diese Metalle sind unverzichtbar in der Elektro- und Technologieindustrie. Um Nachhaltigkeit zu gewährleisten, ist darüber hinaus ein deutsch-mongolischer Wirtschaftsausschuss geplant.
Das wirtschaftlich kaum erschlossene Land verfügt über gewaltige Rohstoffvorkommen, vor allem Eisenerz, Kupfer, Kohle aber auch Gold. Unter dem Wüsten- und Steppenboden werden über 150 Milliarden Tonnen Kohle, mindestens 1,5 Milliarden Tonnen Eisenerz, rund 40 Millionen Tonnen Kupfer, mehrere tausend Tonnen Gold sowie seltene Erden und Uran vermutet. Damit zählt die Mongolei zu den zehn rohstoffreichsten Ländern weltweit. Mit dem Anstieg der Rohstoffnachfrage, dem damit verbundenen Preisanstieg und dem Aufstieg des Nachbarlandes China zu einer Welt- und Wirtschaftsmacht, dessen Rohstoffhunger kaum zu stillen scheint, veränderten sich auch die Gegebenheiten für die Mongolei. Durch die gestiegenen Rohstoffpreise wurde ein Abbau der Bodenschätze rentabler und auch die geografische Nähe zu China ist in diesem Zusammenhang ein weiterer Vorteil. Es ist auch nicht wirklich verwunderlich, dass es die Chinesen waren, die zuerst in der Mongolei investierten. Gegenwertig liefern sich die Industrienationen einen Wettlauf um Investitionsmöglichkeiten in der Mongolei – wie auch jüngst der Besuch von Bundeskanzlerin Merkel demonstriert. Aber auch Japan, Südkorea, Kanada, Australien und die USA haben ihr Interesse an Rohstoffen der Mongolei bekundet. Sie alle rechnen mit einem nachhaltigen wirtschaftlichen Aufschwung des Landes in den kommenden Jahren. Für das laufende Jahr wird ein Wirtschaftswachstum von mindestens zehn Prozent erwartet, optimistischere Schätzungen halten sogar 15 Prozent für realistisch. In den kommenden Jahren könnte sich das Bruttoinlandsprodukt verdoppeln und je nach weltwirtschaftlicher Konstellation, vielleicht sogar verdreifachen. Mit diesen Wachstumsraten zählt die Mongolei zu den dynamischsten Volkswirtschaften der Welt.
Am Beispiel des Tavan-Tolgoi-Gebietes wird das Interesse ausländischer Investoren besonders deutlich: Es handelt sich hierbei um die größten, unberührten Kohlevorkommen der Welt. In der Bieterliste findet man neben japanischen-südkoreanischen Konsortien, Xstrata, Peabody sowie ArcelorMittal – und damit nahezu alle international tätigen Unternehmen dieses Wirtschaftszweiges. Auch das ambitionierte Oyu-Tolgoi-Projekt, das mit einem Investitionsvolumen von rund sechs Milliarden US-Dollar die größte Kupfermine der Welt außerhalb Chiles entstehen lassen soll, zeigt die gewaltigen Dimensionen, die momentan in der mongolischen Steppe realisiert werden. Die paritätischen Anteilseigner des Projektes sind die kanadische Ivanhoe Mines, der australisch-britische Konzern Rio Tinto sowie der mongolische Staat. Die Erkundung weiterer Rohstoffvorkommen ist unterdessen durch die Regierung gestoppt worden. Die Lizenzvergabe soll neugeordnet werden und künftig eine größere Transparenz ermöglicht werden. Die Reform des Bergbaugesetzes sowie der Kampf gegen Korruption, sind als deutliche Zeichen einer weiteren wirtschaftspolitischen Öffnung der Mongolei zu verstehen.
Mit dem Partizipations-Zertifikat auf den „Solactive Mongolia Index“ (WKN: SG1924) ermöglicht die Société Générale Anlegern den Zugang zum mongolischen Markt und damit die Chance, am Aufschwung eines neuen Hoffnungsträgers teilzuhaben.
Der Solactive Mongolia Index (MOLEX) setzt sich hauptsächlich aus Aktien des Rohstoffsektors zusammen und beinhaltet dabei ausschließlich Firmen, die entweder den Großteil ihres Geschäftes in der Mongolei betreiben oder dort ansässig sind. Momentan umfasst der Index zehn Unternehmen. Die Gewichtung im Index wird durch die jeweilige Marktkapitalisierung der Unternehmen bestimmt, allerdings ist das maximale Gewicht eines Einzelwertes auf 15 Prozent begrenzt. Auch für ein künftiges Wachstum ist der Index gerüstet, denn es können bis zu 25 Unternehmen – entsprechend ihrer Marktkapitalisierung – aufgenommen werden. Die Indexberechnung in Euro erfolgt börsentäglich von 9:00 bis 22:30 Uhr (mitteleuropäischer Zeit) an der Börse Stuttgart, basierend auf den einzelnen Aktienkursen an ihren jeweiligen Heimatbörsen. In Fremdwährungen notierte Aktien werden mithilfe der Devisenkassakurse von Reuters konvertiert.
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