Analyse
12:02 Uhr, 13.05.2026

MONDAY.COM – Entlastung im Prozess um "KI disruptiert alle Software-Firmen"?

Trotz erheblicher KI-Disruptionssorgen wuchs Monday.com weiter mit 24 % YoY stabil, schlug den Konsens beim Umsatz & EPS. Positiv ist, dass insbesondere das Großkundengeschäft zulegte. Initial ging es über 20 % nach oben. Das Gap wurde geschlossen. Aber mittlerweile steht die Aktie wieder auf Los. Eine Chance?

Erwähnte Instrumente

  • ISIN: IL0011762130Kopiert
    Kursstand: 71,990 $ (Nasdaq) - Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung
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  • Monday.com - WKN: A3CR1P - ISIN: IL0011762130 - Kurs: 71,990 $ (Nasdaq)

Kunden mit mehr als 500.000 USD ARR legten um 74 % YoY auf 99 zu, Kunden mit mehr als 100.000 USD ARR um 39 % auf 1.844. Monday.com geht damit immer mehr weg von breiter KMU-Adoption hin zu größeren Accounts, und damit besserer Umsatzvisibilität.

Vor allem die neue AI Work Platform mit nativen KI Agenten scheint gut angekommen, aber führt zu höheren Umsatzkosten. So wuchsen die Umsatzkosten mit 32,4 % YoY schneller als der Umsatz, wodurch die Bruttomarge leicht von 89,9 auf 89,1 % zurückging.

AktienPuls360 bekommt ab sofort eine klarere Struktur

Mit dem Update wird das Angebot in drei spezialisierte Depots aufgeteilt. Neu hinzu kommt ein zweites Depot von mir, damit kurzfristige Einzelaktien-Trades künftig getrennt von meinen langfristigen Investments umgesetzt werden können. In der derzeitigen Marktlage läuft das kurzfristige Trading hervorragend. Seit Juni 2025 sind es 187 % - das kann ich nun endlich auch abbilden. Im Gegenzug wird das bisherige Gemeinschaftsdepot „360 Top Picks“ eingestellt.

Künftig gibt es damit mein kurzfristiges Depot für taktische Aktien-Trades, mein langfristiges Depot mit fundamentalem Fokus und monatlicher Einzahlung von 1.000 Euro sowie Roccos Depot mit klarem Fokus auf chartbasierte Trades.

Zusätzlich führt das Update eine neue Empfehlungsliste ein. Setups, die noch nicht im Depot liegen, werden nun zentral an einem Ort gesammelt. Auch die Analysen werden neu gegliedert. Unter „Beiträge“ gibt es ab sofort getrennte Reiter für Chartanalysen und Fundamentalanalysen. Die ersten Trades im neuen Depot wurden bereits getätigt.

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Die letzten Trades?

stock3 Terminal

Und wie ich schon in der letzten Monday-Analyse schrieb, setzt man mittlerweile auch auf ein Seats-plus-Credits-Modell. Also auch eine mehr verbrauchs-/ergebnisbasierte Umsatzlogik - man will KI also nicht nur als Feature verkaufen, sondern als zusätzliche Nutzungsebene über Verbrauchslogik zu monetarisieren. Das ist wichtig, da es nun nicht nur heißt "Wie viele Nutzer zahlen?", sondern es darauf ankommt, wie viel Arbeit KI innerhalb der Plattform tatsächlich übernimmt. Und wir wissen, wie der Token-Verbrauch bei den Firmen nur so explodiert!

The Economist, Gurgavin

Das eigentliche Risiko

Der zentrale Risikopunkt bei Monday.com liegt in der Tiefe der Verankerung beim Kunden. Die Kollaborations-Plattform verfügt zwar über eine breite Datenbasis und sitzt in vielen operativen Arbeitsprozessen, ist aber nicht so tief in die Kernsysteme eines Unternehmens integriert wie etwa ServiceNow oder SAP. Dadurch bleibt theoretisch das Risiko, dass Unternehmen einzelne Kollaborations- oder Workflow-Funktionen selbst entwickeln oder mit KI-Tools schneller nachbauen. Die weiterhin NICHT zulegende Net Revenue Retention stimmt mich hier weiter skeptisch. Wäre die Plattform so sticky und stark im Up- und Cross-selling, würde die NRR nicht immer weiter bröckeln.

Praktisch stellt sich jedoch die Frage, ob Firmen dafür die internen Ressourcen, die Produktdisziplin und den laufenden Wartungsaufwand aufbringen wollen. Das bezweifle ich sehr stark. Wahrscheinlicher ist kurzfristig ein anderer Druckpunkt. Kunden könnten bei größeren Verträgen länger verhandeln, Rabatte einfordern oder KI-Funktionalität stärker als Bestandteil des bestehenden Pakets sehen. Das kann die Margen belasten, gerade wenn Monday.com selbst auf Foundation-Modelle von Anbietern wie Anthropic oder OpenAI aufsetzt und diese Kosten in die eigene Plattformlogik integrieren muss. Ein zusätzlicher Risikofaktor bestünde darin, dass große Foundation-Model-Anbieter oder tief integrierte Enterprise-Softwareanbieter stärker in den Workflow- und Kollaborationsbereich vordringen.

Q1 2026

Monday IR

Die Kosten hatte man dieses Quartal wieder besser im Griff. Non-GAAP blieb die operative Marge mit 14 % stabil, obwohl es einen negativen FX-Effekt von rund 190 bps gab. Nach GAAP ist man bereits nun erneut seit zwei Quartalen profitabel mit 5,6 % EBIT-Marge nach 3,5 % im Q1 2025.

Monday IR

Die Net Dollar Retention lag weiter bei 110 % stabil, ist aber deutlich zurückgekommen über die Quartale. Kunden mit mehr als 50.000 USD ARR stehen inzwischen für 42 % des ARR, nach 37 % im Vorjahr; Kunden mit mehr als 100.000 USD ARR für 29 %, nach 24 %.

Der Adjusted Free Cashflow lag bei 102,8 Mio. USD, nach 109,5 Mio. USD im Vorjahr, die Marge fiel von 39 auf 29 %. Lag aber u.a. an den üppigen Aktienrückkäufen. So sank die Aktienanzahl um fast 8 % YoY! Cashflow-stark ist MNDY weiterhin.

Monday IR

Charttechnische Einordnung von Rocco Gräfe

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Ausblick & Fazit

Für Q2 erwartet Monday.com 354 bis 356 Mio. USD Umsatz, was 18 bis 19 % Wachstum entspricht und ungefähr beim Konsens von 354,22 Mio. USD liegt. Für das Gesamtjahr sieht man 19 bis 20 % Wachstum, und liegt damit leicht über dem Konsens von 1,46 Mrd. USD. Die 2026er-Prognose für den bereinigten Free Cashflow liegt bei 280 bis 290 Mio. USD, die Marge bei 19 bis 20 %. Wenn man das mit den RPOs vergleicht, wirkt das aber sehr konservativ.

Monday IR

Die ausstehenden Zahlungsverpflichtungen (RPO) stiegen um 33 % YoY auf 880 Mio. USD, cRPO um 26 % auf 716 Mio. USD. Das widerlegt zumindest in diesem Quartal die Sorge um Wachstumsverlangsamung durch KI-Druck. Hier muss man aber sagen, dass die RPOs bereits in der Vergangenheit mit den Raten wuchsen, sich aber bisher nicht in einer Beschleunigung niedergeschlagen haben. Die Aktie atmet mit +26% vorbörslich einmal tief durch! Ich persönlich wäre weiter vorsichtig. Datadog hat zu Recht um 30 % nach Zahlen zugelegt und steht am Allzeithoch. Monday ist eher ein Shortsqueeze. Für mich sind die Zahlen insofern relevant, weil sie die Stimmung im Software-Sektor aufbessern. Mehr nicht.

Wichtig zu verstehen ist, dass die Erwartungen im Vorfeld sehr stark gesenkt wurden und sehr viele short engagiert waren. Daher war die initiale Kursreaktion von +23 % nicht überzuinterpretieren. Darauf hatte ich im AktienPuls360 am Montag hingewiesen und der gesamte Anstieg wurde abverkauft. Die Bewertung ist mit einem forward KGV von 16 und einem forward EV/Sales von 1,9 attraktiv.

Für die nächsten Quartale zählt vor allem, ob KI-Nutzung das neue Preismodell beflügeln, die Net Revenue Retention idealerweise wieder anzieht und das RPO-Wachstum weiter so bleibt. Sollte die Aktie in einem Quartal wirklich mal mit unter 20 % wachsen, dürfte das ordentlich scheppern.


Viel Erfolg wünscht Dir Valentin

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