Midday-Flash: Inflation zieht an – DAX hält sich knapp behauptet
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Die überraschend hohe Inflation in der Eurozone bremst die Zinsfantasie und belastet vor allem Technologie- und Industriewerte. Der DAX gibt zur Mittagszeit leicht nach, während Bau- und Baustoffwerte um Geberit die Sektorspitze bilden. In Asien geraten die Halbleiterwerte deutlich unter Druck.
Marktbericht
Der DAX notiert zur Mittagszeit bei 26.117,52 Punkten und gibt damit 0,14 % nach. Belastend wirkt der unerwartete Anstieg der Inflation in der Eurozone auf 2,9 % im Juli, bei einer ebenfalls überraschend gestiegenen Kernrate von 2,5 %: Die Zinserwartungen geraten unter Druck, Technologie- und Industriewerte geben nach. Dagegen halten die Bau- und Baustoffwerte, die nach den Zahlen von Geberit an der Sektorspitze liegen.
Die US-Futures deuten einen ruhigen Auftakt an. Der S&P-500-Future steht bei 7.693,42 Punkten und damit 0,02 % über dem Kassa-Schluss des Vortages von 7.691,76 Zählern. Der Nasdaq-100-Future gibt um 0,09 % auf 29.463,67 Punkte nach, nach einem Kassa-Schlussstand von 29.490,96 Punkten am Vortag.
Der Halbleitersektor bleibt der bestimmende Faktor: In Asien verliert der Kospi 5,8 %, der Nikkei 225 sinkt um 3,2 %, belastet von steigenden Renditen und Inflationssorgen.
Bitcoin notiert bei 64.367,8 USD und liegt 0,48 % im Minus, obwohl die Spot-ETFs positive Nettozuflüsse verbuchen und allein BlackRocks IBIT 143,6 Mio. USD einsammelt. EUR/USD legt um 0,26 % auf 1,16 zu, gestützt von den nach oben überraschenden Preisdaten aus der Eurozone.
Gold gibt 0,13 % auf 4.414,9 USD nach, während Brent um 1,05 % auf 91,98 USD zulegt.
Top-Mover
| Wert | Aktuell |
|---|---|
| RENK GROUP AG INH O.N. | +3,55 % |
| K+S Aktiengesellschaft | +2,38 % |
| Carl Zeiss Meditec | +2,37 % |
| Auto1 Group | -2,51 % |
| flatexDEGIRO | -2,15 % |
| Elmos Semiconductor | -1,92 % |
Aktien-News
Im Zentrum des Vormittags steht die angespannte Lage in der Chipindustrie. Samsung erhöht die Preise für fortschrittliche Fertigungsdienste um bis zu 15 %, weil die KI-Nachfrage die Kapazitäten verknappt und dem Konzern gegenüber TSMC spürbar mehr Preissetzungsmacht verschafft. Für die Abnehmer bedeutet das steigende Kosten, was den Druck auf die europäischen Technologiewerte im Verbund mit den schwachen asiatischen Vorgaben erklärt.
Auf der Gewinnerseite steht Geberit: Der Sanitärtechnikkonzern liefert Halbjahreszahlen am oberen Rand der Analystenschätzungen ab, übertrifft die Erwartungen bei der Umsatzdynamik und legt einen neuen Jahresausblick vor. Das trägt die Aktie im frühen Handel um knapp 7 % nach oben und zieht den gesamten europäischen Bau- und Baustoffsektor an die Sektorspitze.
Gefragt ist auch Renk: Ein Analyst von JPMorgan sieht in dem Unternehmen wegen des Konsolidierungspotenzials im Rüstungssektor ein attraktives Übernahmeziel und setzt das Kursziel auf 75 EUR.
Weniger überzeugend fällt die Reaktion auf zwei andere Zahlenwerke aus. DocMorris dreht trotz angehobener Jahresprognose ins Minus. Die neue Guidance sieht 9 bis 13 % Umsatzwachstum und einen geringeren Ebitda-Verlust von 10 bis 17,5 Mio. CHF statt bis zu 25 Mio. CHF vor; Analysten verweisen auf gestiegene Restrukturierungskosten und einen negativen Free Cashflow.
Heidelberger Druckmaschinen geben nach einem saisontypisch schwachen ersten Quartal mit rückläufigem Umsatz und Ergebnis nach, auch wenn der Jahresausblick bestätigt wird.
Dieser Beitrag ist unter Einsatz Künstlicher Intelligenz entstanden.
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