Michael Burry wittert den großen KI-Schwindel
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Doch Michael Burry, jener Investor, der vor zwei Jahrzehnten den Kollaps des US-Hypothekenmarkts erkannte, sieht in dieser Gewissheit vor allem eines: ein Risiko. Nicht weil Künstliche Intelligenz bedeutungslos wäre. Sondern weil die Börse aus einer außergewöhnlichen Übergangsphase eine dauerhafte Normalität ableitet.
In seinem jüngsten Essay beschreibt Burry einen Markt, dessen Dynamik weniger von stabiler Endnachfrage geprägt ist als von Experimenten, internen Tests und einer fiebrigen Suche nach Vorsprung. Unternehmen kaufen Rechenleistung, lassen Mitarbeiter Modelle testen, sammeln Nutzungsdaten und trainieren eigene Systeme. Für Nvidia und andere Anbieter sieht das nach strukturellem Wachstum aus. Für Burry ist es womöglich nur der lauteste Abschnitt eines Zyklus, der früher endet, als viele Investoren erwarten.
Im Zentrum von Burrys Analyse steht Nvidia. Der Konzern ist zur Schlüsselfigur des KI-Zeitalters geworden, weil seine Grafikprozessoren die Grundlage großer KI-Modelle bilden. Doch ausgerechnet diese Dominanz macht das Unternehmen nach Burrys Lesart anfällig. Ein erheblicher Teil der Nachfrage kommt von wenigen Hyperscalern, also von Konzernen wie Microsoft, Amazon, Alphabet und Meta. Diese Kunden verfügen zwar über enorme Finanzkraft. Doch ihre Investitionsentscheidungen wirken auf Nvidia wie ein Hebel.
