META kommt bei KI-Entwicklung nur schleppend voran
- Lesezeichen für Artikel anlegen
- Artikel Url in die Zwischenablage kopieren
- Artikel per Mail weiterleiten
- Artikel auf X teilen
- Artikel auf WhatsApp teilen
- Ausdrucken oder als PDF speichern
Erwähnte Instrumente
- VerkaufenKaufen
Schnell. Sicher. Direkt.Trading über stock3 war noch nie so einfach.
Mehr erfahren Nein, danke
Dabei gilt die API als entscheidendes Bindeglied zwischen Forschung und Geschäft. Sie ermöglicht Entwicklern, Anwendungen auf Basis von Metas KI-Technologie zu bauen und die Modelle in eigene Produkte zu integrieren. Ursprünglich sollte die Schnittstelle zeitnah zum Start von Muse Spark im April verfügbar sein. Doch auch knapp zwei Monate später steht laut mit den Vorgängen vertrauten Personen weiterhin kein fester Veröffentlichungstermin fest.
Meta erklärte auf Anfrage ggü. dem Wall Street Journal, die API werde derzeit mit ausgewählten Partnern getestet und solle noch im Laufe des Monats veröffentlicht werden. Das Unternehmen betonte, man wisse um das große Interesse der Entwicklergemeinschaft und freue sich darauf, die Technologie bald breiter zugänglich zu machen.
Milliardeninvestitionen warten auf Rendite
Die Verzögerung trifft einen sensiblen Punkt. Meta plant 2026 Investitionen von bis zu 145 Mrd. USD, ein Großteil davon fließt in Rechenzentren, Chips und Infrastruktur für künstliche Intelligenz. Investoren beobachten deshalb zunehmend kritisch, wann und in welchem Umfang diese Ausgaben zu neuen Erlösquellen führen.
Anders als bei Open-Source-Modellen erfolgt der Zugang zu geschlossenen KI-Systemen ausschließlich über APIs. Unternehmen wie OpenAI oder Anthropic erzielen bereits erhebliche Einnahmen, indem Kunden ihre Modelle über solche Schnittstellen in eigene Anwendungen einbinden. Für Meta wäre eine funktionierende API deshalb ein zentraler Baustein, um die eigenen KI-Investitionen zu monetarisieren.
Nach Informationen aus dem Umfeld des Unternehmens war die Einführung zunächst für April vorgesehen. Kurz nach dem Start von Muse Spark hatte Metas KI-Chef Alexandr Wang öffentlich angekündigt, die API werde "bald" verfügbar sein. Interne Tests brachten jedoch offenbar technische Probleme ans Licht. Zudem musste zusätzliche Infrastruktur aufgebaut werden, um die erwartete Nachfrage bewältigen zu können. Die Veröffentlichung wurde daraufhin zunächst auf Mai und später auf Juni verschoben.
Kurswechsel bei Meta
Muse Spark besitzt für Meta eine besondere Bedeutung. Das Modell ist das erste größere KI-System des Konzerns, das nicht als Open-Source-Software veröffentlicht wurde. Während frühere Modelle frei heruntergeladen und genutzt werden konnten, verfolgt Meta nun erstmals konsequent einen proprietären Ansatz.
Damit nähert sich der Konzern den Geschäftsmodellen seiner wichtigsten Konkurrenten an. Ziel ist es, die Kontrolle über die Technologie zu behalten und gleichzeitig über API-Zugänge wiederkehrende Umsätze zu generieren. Das Modell treibt bereits den KI-Assistenten Meta AI sowie weitere KI-Funktionen innerhalb der Plattformen des Unternehmens an.
Der Strategiewechsel erfolgt vor dem Hintergrund eines verschärften Wettbewerbs. OpenAI, Anthropic und xAI investieren ebenfalls massiv in leistungsfähige KI-Systeme und konkurrieren um Entwickler, Unternehmenskunden und Marktanteile. In diesem Umfeld kann Geschwindigkeit bei der Bereitstellung neuer Produkte entscheidend sein.
Investoren verlangen Ergebnisse
Die wiederholten Verzögerungen verdeutlichen, dass selbst finanzstarke Technologiekonzerne Schwierigkeiten haben, hochmoderne KI-Modelle zuverlässig in marktreife Produkte zu überführen. Für Meta geht es dabei nicht nur um eine technische Schnittstelle, sondern um die Glaubwürdigkeit der gesamten KI-Offensive.
Konzernchef Mark Zuckerberg hat zuletzt verschiedene Ansätze zur Monetarisierung vorgestellt. Dazu zählen kostenpflichtige Angebote für Facebook, Instagram und WhatsApp sowie geplante Abonnements für den KI-Assistenten Meta AI. Zudem schließt der Konzern den Aufbau eines eigenen Cloud-Geschäfts nicht aus, um die gewaltigen Infrastrukturinvestitionen besser auszulasten.
Ob Muse Spark zu einem wichtigen Umsatztreiber werden kann, hängt nun wesentlich davon ab, wann Entwickler tatsächlich Zugang zum Modell erhalten. Die Technologie gilt zwar als konkurrenzfähig zu den führenden Systemen der Branche. Ohne eine breit verfügbare API bleibt ihr wirtschaftliches Potenzial jedoch vorerst weitgehend ungenutzt.
Fazit: Meta wirkt derzeit weit abgeschlagen beim Thema KI, obwohl der Konzern hunderte Milliarden USD in diesen Bewreich investiert. Zuckerberg hat zwar eine rieisige Cashcow geschaffen, kann das viele Geld aber nicht vernünftig allokieren. Nach dem Metaverse droht KI bei Meta der nächste Reinfall zu werden. Vielleicht wäre das Geld anderswo besser aufgehoben, beispielsweise in den Taschen der Aktionäre.
Weitere Analysen & News zur Aktie unserer Redaktion findest Du hier.

Eröffne jetzt Dein kostenloses Depot bei justTRADE und profitiere von vielen Vorteilen:
✓ 50 Euro Startguthaben bei justTRADE
✓ ab 0 € Orderprovision für die Derivate-Emittenten (zzgl. Handelsplatzspread)
✓ 4 € pro Trade im Schnitt sparen mit der Auswahl an 3 Börsen - dank Quote-Request-Order
Nur für kurze Zeit: Erhalte eine Überraschung von stock3 on top!
Passende Produkte
| WKN | Long/Short | KO | Hebel | Laufzeit | Bid | Ask |
|---|

Trotzdem ist die Aktie gestern um über 4% gestiegen. Überhaupt: Ich bin schon lange dabei, aber die andauernden extremen Kursschwankungen bei hochkapitalisierten Firmen habe ich in dieser Form noch nicht erlebt! Ob Micron, Crowdstrike, SK Hynix, Marvell, Broadcom etc. und in gewisser Weise auch SAP: hier werden täglich Milliardenbeträge gewonnen oder verloren. Allein bei Broadcom rund 200 Mrd. nur heute: pervers! Wann wird das Casino wieder zur Börse?