Analyse
16:25 Uhr, 18.03.2026

META gibt das Metaverse auf

Vor dem KI-Boom setzte der Facebook- und Instagram-Mutterkonzern Meta voll auf das Metaverse und wurde sogar nach dem Zukunftskonzept umbenannt. Jetzt wird eine zentrale Metaverse-Plattform aufgegeben.

Meta stellt seine zentrale Metaverse-Anwendung Horizon Worlds auf den eigenen Quest-VR-Headsets ein. Ab dem 15. Juni 2026 wird die Plattform nicht mehr auf den Geräten verfügbar sein, wie der Konzern ankündigte. Bereits zum 31. März wird die App aus dem Store entfernt, kann also nicht mehr neu installiert werden. Virtuelle Welten wie Horizon Central, Events Arena, Kaiju, und Bobber Bay werden ab Mitte Juni nicht mehr auf den Quest-Brillen bereist werden können. Die Horizon-App für Mobilgeräte bleibt allerdings bestehen.

Der Schritt erfolgt vor dem Hintergrund anhaltend hoher Verluste im Geschäftsbereich Reality Labs. Die Sparte, die für Virtual-Reality-Produkte wie Quest-Headsets und die Entwicklung von Horizon Worlds verantwortlich ist, schrieb zuletzt operative Verluste in Milliardenhöhe. Im Januar hatte Meta bereits Stellenstreichungen in dem Bereich angekündigt. So sollten in einem ersten Schritt rund 1.000 Arbeitsplätze wegfallen.

Zeitweise hatte Facebook-Gründer Mark Zuckerberg im Metaverse-Konzept die zentrale Zukunftsvision gesehen und im Jahr 2021 sogar eine Umbenennung des Facebook-Konzerns in Meta angekündigt. Doch die Entwicklung verlief enttäuschend. Nutzerwachstum und Marktdynamik blieben hinter den ursprünglichen Annahmen zurück, während die Investitionskosten hoch blieben.

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