Analyse
08:00 Uhr, 06.12.2023

MERCK - Möglicher Blockbuster verfehlt Studienziele

Nächster großer Rückschlag für die deutsche Pharmalandschaft. Der wichtige Hoffnungsträger Evobrutinib der Darmstädter Merck KGaA verfehlt den primären Endpunkt der laufenden Phase-III-Studie.

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  • Merck KGaA
    ISIN: DE0006599905Kopiert
    Kursstand: 161,950 € (XETRA) - Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung
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  • Merck KGaA - WKN: 659990 - ISIN: DE0006599905 - Kurs: 161,950 € (XETRA)

Demnach konnte das Medikament keine Verringerung der annualisierten Schubraten (ARR) bei Patienten mit schubförmiger Multipler Sklerose im Vergleich zu oralem Teriflunomid erreichen.

Milliardenloch in der Pharma-Pipeline?

Evobrutinib wurde von Analysten als möglicher Blockbuster eingeordnet, d. h., es wären Spitzenumsätze von mehr als 1 Mrd. EUR pro Jahr drin gewesen. Zudem waren auch zahlreiche Patienten hoffnungsvoll, da Merck bei einem Erfolg eine bisherige Lücke in der Medikamentenlandschaft gefüllt hätte, wo es dringenden Bedarf gibt.

Aus Aktionärssicht ist der Rückschlag durchaus als markant einzuordnen. „Auch wenn wir von den Ergebnissen sehr enttäuscht sind, werden wir unsere Strategie im Unternehmensbereich Healthcare weiter vorantreiben und uns darauf konzentrieren, unser Portfolio an zugelassenen Produkten sowie unsere interne Pipeline weiter zu stärken“, sagte Danny Bar-Zohar, globaler Leiter der Forschung & Entwicklung bei Merck.

Bereits bei früheren Ergebnissen gab es Probleme mit dem Medikament. So hatten sich bei einigen Patienten die Leberwerte nach der Einnahme verschlechtert – Probleme, die man hoffte, in den Griff zu bekommen.

Fazit: Für die deutschen Pharma-Hersteller ist das nach der Pleite von Bayer und den gemischten Ergebnissen von Morphosys der nächste deutliche Dämpfer. Anlegern bleibt bei Merck aber die Hoffnung auf eine weiter gut gefüllte Pipeline bei den Darmstädtern.

Jahr 2022 2023e* 2024e*
Umsatz in Mrd. EUR 22,32 21,14 22,02
Ergebnis je Aktie in EUR 10,05 8,54 9,15
KGV 16 19 18
Dividende je Aktie in EUR 2,20 2,21 2,30
Dividendenrendite 1,37% 1,37% 1,43%

*e = erwartet, Berechnungen basieren bei
US-Unternehmen auf Non-GAAP-Daten

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Über den Experten

Sascha Gebhard
Sascha Gebhard
Redakteur

Sascha Gebhard hat nach einer klassischen Ausbildung zum Bankkaufmann im Laufe der Jahre bei verschiedenen Banken gearbeitet. Er absolvierte neben dem Beruf die Studiengänge zum Diplom-Betriebswirt (VWA) sowie den Finanz- und Investment Ökonom (VWA). Von 2008 bis 2016 war er als Eigenhändler auf eigene Rechnung an den Finanzmärkten aktiv. Weiterhin publizierte er für verschiedene Finanzverlage und schrieb zahlreiche Fachartikel rund um das Thema Börse. Die in den jeweiligen Diensten geführten Realgeld- sowie Musterdepots konnte stets überdurchschnittliche Renditen erwirtschaften. Sein Steckenpferd ist seit jeher der deutsche Aktienmarkt, wo er bestens vernetzt ist, und eine Vielzahl an Unternehmen bereits seit mehr als 15 Jahren aktiv verfolgt. Seit 2022 ist Sascha Gebhard fester Bestandteil des Redaktionsteams von stock3. Im Premium-Service Trademate betreut er das Depot "Deutsche Aktien".

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