Analyse

MDAX - Übergang in den Sturzflug?

Der MDAX musste in den letzten Monaten schon deutliche Verluste hinnehmen. Jetzt gibt es Anzeichen für eine weitere Beschleunigung des Abverkaufs.

Erwähnte Instrumente

  • MDAX - WKN: 846741 - ISIN: DE0008467416 - Kurs: 21.736,64 Pkt (XETRA)

Der MDAX zeigte sich über viele Jahre in einer starken Verfassung. Im August 2021 erreichte der Index sein Allzeithoch bei 36.428 Punkten. Danach bildete der Index eine kleine Topformation aus, die er im Februar 2022 vollendete.

Anschließend schwenkte der Index in einen Abwärtstrendkanal ein. In der vorletzten Woche kam es zum Bruch des langfristigen Aufwärtstrends seit März 2009. In der letzten Woche fiel die Unterstützung durch das log. 61,8 % Retracement der Aufwärtsbewegung ab März 2020 bei 23.331 Punkten. In dieser Woche deutet sich ein Rückfall unter die Unterkante des Trendkanals an. Diese verläuft bei 22.434 Punkten.

Der Index ist als RSI (14) auf Wochenbasis klar überverkauft. Der Indikator nähert sich inzwischen seinen Extremwerten aus dem Coronacrash oder aus dem März 2009 an. Die Kerzen der letzten und der laufenden Woche liegen zu einem bedeutenden Teil unterhalb der Bollinger Bänder, die sich gerade aufzuweiten beginnen.

Jetzt im Crashmodus?

Sollte sich der Rückfall unter die Trendkanalunterkante bestätigen, dann wäre mit einer nochmaligen Beschleunigung der Abwärtsbewegung zu rechnen. Der Index könnte dann in einer schnellen Bewegung auf 18.072-17.714 Punkte fallen.

Für eine Verbesserung des Chartbildes müsste der Index schnell über 22.434 Punkte zurückkehren. Kommt es zu einem solchen Ausbruch, dann wäre eine Erholung gen 25.000-25.500 Punkte möglich. Aber eine solche Erholung wäre nur ein Pullback an den gebrochenen Aufwärtstrend ab März 2009.

Fazit: Im MDAX deutet sich ein schneller Abverkauf von weiteren rund 2.700-3.000 Punkten an.

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NASDAQ 100 - Erholungsversuch gescheitert

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Über den Experten

Alexander Paulus
Alexander Paulus
Technischer Analyst und Trader

Alexander Paulus kam zunächst über Börsenspiele in der Schule mit der Börse in Kontakt. 1997 kaufte er sich seine erste Aktie. Nach einigen Glückstreffern schmolz aber in der Asienkrise 1998 der Depotbestand auf Null. Da ihm das nicht noch einmal passieren sollte, beschäftigte er sich mit der klassischen Charttechnik und veröffentlichte seine Analysen in verschiedenen Foren. Über eine Zwischenstation kam er im April 2004 zur BörseGo AG und veröffentlicht seitdem seine Analysen auf GodmodeTrader.de.

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