Nachricht
12:34 Uhr, 10.03.2026

MARKT USA/Wall Street hofft auf baldiges Ende des Iran-Krieges

Erwähnte Instrumente

  • ISIN: US09075V1026Kopiert
    Aktueller Kursstand:   (Nasdaq)
    VerkaufenKaufen
  • ISIN: US2605661048Kopiert
    Aktueller Kursstand:   (NYSE)

Abwartend dürfte die Wall Street am Dienstag in den Handel starten. Stützend wirkt die Hoffnung auf ein baldiges Ende des Iran-Krieges, nachdem US-Präsident Donald Trump von erreichten Zielen und einem baldigen Ende des Kriegs im Nahen Osten gesprochen hat. Dagegen hält Israel am Ziel eines Regimewechsels im Iran fest. Premierminister Benjamin Netanjahu warnte, Israel sei mit seiner Offensive gegen den Iran "noch nicht fertig". Außerdem sagte der iranische Außenminister Abbas Araghchi, dass Gespräche mit den USA nicht mehr auf der Agenda Teherans stünden. Der Future auf den S&P-500 zeigt sich kaum bewegt.

Für Entspannung sorgt der andauernde Rückgang der Ölpreise. So notiert Brent aktuell unter der Marke von 92 Dollar je Barrel - am Vortag waren es in der Spitze noch knapp 120 Dollar. Die Ölpreise dürften aber trotz nachlassender Spannungen strukturell höher bleiben als vor dem Nahost-Konflikt, so DBS Group Research. Lieferunterbrechungen aus der Golf-Region und potenzielle Produktionsanpassungen könnten die Märkte kurzfristig weiter angespannt halten. Trotz einer Deeskalation des Konflikts dürfte eine Erholung der Ölförderung nur schrittweise erfolgen.

Dagegen baut der Dollar seine Vortagesverluste weiter aus - der Dollar-Index verliert 0,6 Prozent. Der Greenback hatte zuletzt von seinem Status als "sicherer Hafen" profitiert.

Bei den Einzelwerten stehen die Zahlen für das dritte Geschäftsquartal von Oracle nach der Schlussglocke im Fokus. Die Aktie ist seit ihrem Höchststand im September angesichts der Sorgen der Anleger über den Boom bei künstlicher Intelligenz (KI) stark gefallen. Die Anleger würden die Ergebnisse als Barometer für die Nachfrage nach KI betrachten, meint Ipek Ozkardeskaya von Swissquote. "Die Anleger werden sich weniger auf die Zahlen konzentrieren, sondern mehr darauf, ob Oracle bestätigen kann, dass die KI-gestützte Cloud-Nachfrage so stark bleibt, wie die Märkte glauben", schreibt die Analystin. Besondere Aufmerksamkeit werde dem Auftragsbestand im Zusammenhang mit KI und dem Ausblick des Konzerns für Investitionen in den Ausbau von Rechenzentren gelten, fügt sie hinzu. Die Oracle-Aktie gewinnt vorbörslich 1,4 Prozent.

Die Aktie von Biontech sackt um fast 18 Prozent ab. Das Unternehmen ist im vierten Quartal in die roten Zahlen gerutscht, nachdem es im vergleichbaren Vorjahreszeitraum noch einen Gewinn erzielt hatte. Auch der Ausblick habe nicht überzeugt, heißt es. Und überdies haben die Gründer angekündigt, sich aus dem Biotech-Unternehmen zurückzuziehen.

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/DJN/ros/cln

Copyright (c) 2026 Dow Jones & Company, Inc.

Passende Produkte

WKN Long/Short KO Hebel Laufzeit Bid Ask
Keine Ergebnisse gefunden
Zur Produktsuche

Das könnte Dich auch interessieren