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14:43 Uhr, 09.03.2026

MÄRKTE USA/Wall Street gibt mit steigenden Ölpreisen weiter nach

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DOW JONES--Die Abwärtstendenz an der Wall Street setzt sich zu Wochenbeginn fort - belastet vom anhaltenden Anstieg der Ölpreise. Der Dow-Jones-Index verliert kurz nach der Eröffnung 1,1 Prozent auf 46.977 Punkte. Der S&P-500 fällt um 1,0 Prozent und der Nasdaq-Composite gibt um 0,8 Prozent nach. Händler sprechen von Stagflationsängsten. Im asiatischen Handel waren die Preise von den ohnehin schon stark erhöhten Niveaus nochmals um bis zu 30 Prozent nach oben geschossen. Brent kostete in der Spitze fast 120 Dollar. Inzwischen hat sich die Panik deutlich gelegt, das Barrel geht mit 101,92 Dollar um - ein Plus von noch immer 10 Prozent. WTI steigt um 7,4 Prozent auf 97,64 Dollar. Laut Medienberichten wollen die Finanzminister der G7-Staaten noch am Montag zusammenkommen, um über eine Freigabe der strategischen Ölreserven zu sprechen.

Auslöser für den Anstieg waren Angriffe auf iranische Öltanker und Öllager am Wochenende durch Israel. "Das ist eine neue Eskalationsstufe. Aber ich gehe davon aus, dass wir heute Nacht die Hochs beim Öl gesehen haben, auch wenn es in den nächsten Wochen extrem schwankungsintensiv bleiben wird", sagt Analyst Jens Klatt von XTB. Er zieht seinen Optimismus aus den US-Zwischenwahlen im November. "Wenn die Republikaner bzw. US-Präsident Trump hier einen Sieg einfahren wollen, muss der Ölpreis zurück unter 100 Dollar - und zwar deutlich", meint er.

Die Rohölrally könnte die Preise auf über 150 Dollar treiben, befinden dagegen andere Analysten wie die von Macquarie Capital. Der Rohölmarkt ist nach deren Ansicht viel zu optimistisch, trotz eines Anstiegs der Brent-Preise um rund 37 Prozent seit Februar. Der Markt sei "ungewöhnlich zurückhaltend" in Bezug auf Angebotsausfälle im Zusammenhang mit der faktischen Schließung der Straße von Hormus. Nach Berichten über Unterbrechungen im Irak und in Kuwait könnten weitere Produktionsstopps folgen, weil Platz zur Lagerung des aufgestauten Rohöls fehlt.

Dazu kommen Konjunktursorgen und schwindende Zinssenkungshoffnungen, nachdem am Freitag der US-Arbeitsmarktbericht für Februar unerwartet schwach ausgefallen war. Darauf müsste die US-Notenbank eigentlich mit niedrigeren Zinsen reagieren, jedoch macht ihr dabei die durch die steigenden Ölpreise mutmaßlich steigende Inflation einen Strich durch die Rechnung. In die gleiche Richtung dürften auch kaum vermeidbare Lieferkettenprobleme wirken.

Gold kann dagegen von seinem Ruf als sicherer Hafen nicht profitieren, der Preis für das Edelmetall fällt um 1,2 Prozent auf 5.106 Dollar, auch belastet vom festen Dollar. Der Dollar-Index erhöht sich um 0,2 Prozent. Auch für die Notierungen am Anleihemarkt geht es abwärts. Die Rendite zehnjähriger Papiere steigt um 2 Basispunkte auf 4,15 Prozent.

Wichtige US-Konjunkturdaten stehen am Montag nicht auf der Agenda. Auch gibt es nur wenige Unternehmensmeldungen. Hewlett Packard Enterprise wird nach der Schlussglocke die Ergebnisse für das erste Quartal vorlegen. Für die Aktie geht es um 1,5 Prozent nach unten.

Gesucht sind Rüstungswerte. So steigen die Aktien von Lockheed Martin um 0,1 Prozent und für die Titel von Northrop Grumman geht es um 0,6 Prozent nach oben. Die Ernennung von Mojtaba Khamenei zum neuen obersten Führer des Iran deute darauf hin, dass es keinen schnellen Frieden im Nahen Osten geben und die Nachfrage nach Ausrüstung wie Drohnen, Raketen, Abfangjägern, bemannten Kampfflugzeugen und Tankflugzeugen daher weiter boomen werde, heißt es.

Dagegen fallen die Aktien von US-Fluggesellschaften weiter. Die Titel von United Airlines Holdings, Delta Air Lines, American Airlines und Southwest reduzieren sich um bis zu 4,6 Prozent.

Die Aktien von Hims & Hers steigen um 36,5 Prozent. Novo Nordisk kooperiert mit dem Telemedizinunternehmen beim Vertrieb ihrer Abnehmmedikamente und beendet damit einen Rechtsstreit zwischen den beiden Unternehmen. Eine nun geschlossene Vereinbarung sieht vor, dass Hims & Hers ab Ende März Zugang zu dem Adipositas-Medikament Wegovy des dänischen Pharmaunternehmens in Injektions- und Tablettenform sowie zu dem Schwestermedikament Ozempic für Diabetes bekommt. Im Gegenzug werde Hims & Hers keine nachgemischten Versionen von GLP-1-Medikamenten, der Arzneimittelklasse, zu der Wegovy und Ozempic gehören, mehr bewerben, so Novo Nordisk.

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INDEX            zuletzt  +/- %   +/- abs.  Schluss Vortag 
DJIA           46.977,06   -1,1    -524,49       47.501,55 
S&P-500         6.675,11   -1,0     -64,91        6.740,02 
NASDAQ Comp    22.207,40   -0,8    -180,28       22.387,68 
NASDAQ 100     24.449,19   -0,8    -193,83       24.643,02 
 
US-Treasuries    Rendite    +/-  Tageshoch       Tagestief 
2 Jahre             3,58  +0,03       3,64            3,58 
5 Jahre             3,74  +0,02       3,81            3,73 
10 Jahre            4,15  +0,02       4,22            4,15 
 
DEVISEN          zuletzt  +/- %   +/- abs.  Schluss Vortag  Fr, 18:30 
EUR/USD           1,1583   -0,3    -0,0035          1,1618     1,1595 
EUR/JPY           183,31   +0,0     0,0500          183,26   182,9200 
EUR/CHF           0,9013   -0,0    -0,0002          0,9015     0,9014 
EUR/GBP           0,8658    0,0     0,0000          0,8658     0,8660 
USD/JPY           158,24   +0,3     0,4500          157,79   157,7300 
GBP/USD           1,3373   -0,3    -0,0038          1,3411     1,3388 
USD/CNY           6,9165   +0,3     0,0200          6,8965     6,8965 
USD/CNH           6,9148   +0,2     0,0101          6,9047     6,9004 
AUS/USD           0,7031   +0,0     0,0001           0,703     0,7014 
Bitcoin/USD    68.909,67   +2,5   1.690,34       67.219,33  68.244,64 
 
ROHÖL            zuletzt  +/- %   +/- abs.  Schluss Vortag 
WTI/Nymex          97,64   +7,4       6,74            90,9 
Brent/ICE         101,92  +10,0       9,23           92,69 
 
Metalle          zuletzt  +/- %   +/- abs.  Schluss Vortag 
Gold            5.105,88   -1,2     -64,04        5.169,92 
Silber             84,85   +0,6       0,52           84,33 
Platin          2.153,00   +0,8      17,65        2.135,35 
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Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

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