MARKT USA/Börsen in Gegenbewegung freundlich erwartet
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Zum Start in die neue Woche zeichnet sich an den US-Börsen eine Gegenbewegung auf die jüngsten Verluste ab. Die Futures auf die großen Aktienindizes deuten einen freundlichen Handelsauftakt an. Ausschlaggebend dürfte letztlich aber die Nachrichtenlage um den Iran-Krieg sein. Ein schnelles Ende des Krieges scheint noch immer nicht in Sicht. Etwas Unterstützung erhalten die Aktienmärkte Marktteilnehmern zufolge vom Aufruf des US-Präsidenten Donald Trump an andere Länder, Schiffen auf ihrer Passage durch die Straße von Hormus Geleitschutz zu gewähren.
Die faktische Sperrung der Straße von Hormus durch den Iran, durch die normalerweise rund ein Fünftel der weltweiten Öltransporte läuft, hatte in der vergangenen Woche die Furcht vor Versorgungsengpässen befeuert und die Ölpreise drastisch nach oben getrieben, was wiederum die Aktienmärkte belastete. Zwar haben etliche Länder Teile ihrer strategischen Ölreserven freigegeben und andere Maßnahmen ergriffen, um die Belastung für die Wirtschaft und die Bevölkerung zu lindern, doch verharren die Ölpreise auf ihren jüngst erreichten hohen Niveaus. Denn im Zuge der Kampfhandlungen wurden Teile der Ölinfrastruktur in der Region zerstört: im Iran durch Angriffe der israelischen und US-Streitkräfte, in anderen Ölförderländern durch iranische Gegenschläge. Selbst wenn die Straße von Hormus bald wieder gefahrlos passiert werden könnte, dürfte es dauern, bis die verfügbaren Kapazitäten und das Angebot wieder das Niveau von vor dem Krieg erreichen.
Konjunkturseitig stehen am Montag der Empire State Manufacturing Index für März und die Daten zur Industrieproduktion im Februar auf der Agenda. Highlight der Woche dürfte aber der Zinsentscheid der US-Notenbank am Mittwoch sein. Es wird weithin erwartet, dass die Federal Reserve die Zinsen unverändert lässt. Das Interesse gilt vor allem Aussagen zum künftigen geldpolitischen Kurs. Im Zuge der steigenden Ölpreise dürfte die ohnehin schon hartnäckig hohe Inflation in den USA nochmals zugelegt haben, was baldige Zinssenkungen unwahrscheinlich macht.
Unternehmenstermine sind rar; die Bilanzsaison in den USA ist fast vorüber. Spannend könnte die Entwicklerkonferenz von Nvidia werden, die am Montag beginnt. Die Aktien von Nebius machen vorbörslich einen Satz von 14,3 Prozent. Das Unternehmen hat einen Vertrag mit Meta zur Bereitstellung von KI-Kapazitäten geschlossen, der bis zu 27 Milliarden Dollar wert sein könnte. Meta (+2,6%) wiederum plant einem Bericht von Reuters zufolge den Abbau von 20 Prozent der 80.000 Arbeitsplätze bei der Facebook-Mutter.
Micron gewinnen 4,6 Prozent. Der Chiphersteller plant den Bau einer zweiten Produktionsstätte auf dem Gelände seiner Fabrik in Taiwan. Sandisk und Western Digital verbessern sich im Gefolge um jeweils 3,2 Prozent.
Am Devisenmarkt kommt der zuletzt als Fluchtwährung gesuchte Dollar etwas zurück. Der Dollarindex sinkt um 0,3 Prozent. Die zuletzt deutlich gestiegenen Renditen der US-Anleihen fallen leicht, im Zehnjahresbereich um 3 Basispunkte auf 4,25 Prozent.
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